KI-NPCs sind die Zukunft des Gamings: kein Weg mehr zurück

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Special Antonia Dreßler - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
KI-NPCs sind die Zukunft des Gamings: kein Weg mehr zurück
Quelle: Team Miaozi

Warum die KI von Inworld das Gaming revolutionieren könnte, klären wir in diesem Bericht.

In den Kinderschuhen

Und trotzdem ist die Sache nicht ganz ausgegoren - im Interview fängt Oscar an zu lachen, als Brian von den frustrierenden Momenten erzählt, als die KI ihn einfach nicht verstanden hat und er das gesamte Büro förmlich zusammenbrüllte. Denn so einfach ist das mit der Stimmerkennung bei KI nicht, vor allem wenn man einen Akzent oder Dialekt hat und nicht sauberstes Oxford-Englisch spricht. Bei anderen Sprachen sind KIs in Spielen zudem noch gar nicht so weit, dass sie eine Alternative darstellten.

Das kann dann zu lustigen Momenten führen, in der die KI schnippisch auf Missverständnisse reagiert: Statt "Gather Cygnite" (eine Ressource im Spiel) verstand der persönliche NPC-Assistent "Gather the sea tonight" also "sammle mir die See heute Nacht" und fragte den Lead Programmer, ob er wirklich erwarte, dass sie mit einem Eimer vor- und zurückgehen sollte, um ihm den gesamten Ozean heranzuschaffen.

Uns erging es ähnlich und wir bekamen einen hämischen Spruch darüber ab, warum wir jetzt über Frühstücksflocken philosophieren wollen, wenn es klar etwas Besseres zu tun gäbe.

Grundsätzlich funktioniert das System aber erstaunlich gut und die Gespräche machen deutlich mehr Spaß, als dem Hauptcharakter zu lauschen, dessen Stimme im ausgeschalteten KI-Modus zu hören ist. Nicht etwa, weil die Vertonung nicht geglückt ist, sondern weil man vor dem Bildschirm endlich mal Tacheles mit den Ingame-Charakteren reden kann.

Drohne reagiert schnippisch auf Kommentar Quelle: PC Games Versteht einen die KI in Cygnus Enterprises falsch, bekommt man schon mal einen schnippischen Spruch an den Kopf geworfen. Natürlich will aber nicht jeder vor seinem Rechner sitzen und labern, sondern eine Story auch einfach mal in sich aufnehmen und genießen. Gerade deswegen sind künstliche Intelligenzen, die Gespräche generativ erstellen, auch bei Weitem nicht für jedes Spiel geeignet.

Ein ARPG in dem man seinen persönlichen Assistenten dauerhaft ausfragen kann: warum nicht? Ein Story-Spiel, dass von seinen Dialogen lebt und mir ein paar Emotionen näherbringen soll, ist hingegen eher ungeeignet.

Neue Technik, altes Problem

Im Grunde verhält es sich mit dem Tool ähnlich wie mit prozedural generierten Levels - es kann funktionieren, wird aber nie mit einer selbst gebauten Welt mithalten. Vielleicht nehmen manche Entwickler es als Grundlage, um darauf aufbauend etwas Eigenes zu kreieren - aber Grafik- und Leveldesigner sind trotzdem noch da und das Prädikat "handgemacht" durchaus etwas wert.

Oscar Lopez glaubt, dass KI irgendwann genau zu diesem Werkzeug wird: "Es gibt Füller-Texte, die nicht viele Leute sehen und im hintersten Menü versteckt sind. Dort reichen generierte Phrasen aus."

Aber statt Stellen zu ersetzen, träumen Oscar und Brian davon, dass KI Spiele innovativer und Welten lebendiger macht und Entwicklungen bringt, die es bis jetzt noch nicht gibt. Man stelle sich vor, wie KI-NPCs untereinander reden und Quests generieren, die Sinn ergeben, oder virtuelle Wachleute abseits von vorgefertigten Pfaden gehen und nicht sofort vergessen, dass ihr Kollege mit einem Pfeil im Nacken vor ihnen zu Boden ging.

Doch auch wenn das 50-köpfige Team hinter Team Miaozi nur Gutes im Kopf hat und ihre Synchronsprecher weiterbezahlt, heißt das nicht, dass sich andere Studios und Entwickler ebenso altruistisch verhalten. Den Schwarzen Peter braucht man dem chinesischen Studio ebenfalls nicht zuschieben, denn die Entwicklung wäre ohnehin gekommen.

Immerhin ist mit Microsoft schon der nächste große Fisch an Inworld interessiert. Der Stein ist also ins Rollen gekommen und man kann nur hoffen, dass er nichts plattmacht, was uns als Spielern lieb und teuer ist. Transparenz-Hinweis: Die Version des Spiels wurde vom Entwickler zur Verfügung gestellt.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Toni Autorin
        Zitat von Sheggo
        Wenn man an ein Skyrim denkt und alle NPCs entwickeln sich in unvorhersehbare Richtungen, kann ganz schön viel aus dem Ruder laufen.
        Bei Cygnus Enterprises haben sie das dadurch umgangen, dass die NPCs nur einen gewissen Wissenstand haben, über die Handlung und der mit fortschreitender Story überschrieben wird - man tauscht also das "Gehirn" aus, wenn man es so will, weil man auch nicht wirklich verhindern kann, dass die KI die Story spoilert, wenn sich die Leute im Gespräch geschickt anstellen.

        Zudem haben die NPCs verschiedene grundlegende Persönlichkeiten als KI - das ist auch zum Beispiel als für Game writer interessant, weil auch eine Persönlichkeit muss entwickelt werden und eine Rahmenhandlung, bzw. Hauptstory wird sicherliche auch weiterhin von Entwicklern geschrieben werden
        Zitat von Roman_Reigns
        Ich bleibe dennoch bei einer grundsätzlich erstmal kritischen Haltung, denn technologischer Fortschritt hat noch nie menschliche Kreativität und geistige und künstlerische Schöpfungsprozesse ersetzt, was im Falle von KI schon teils passiert.
        Das sind dann halt die Stellschrauben, an denen es Arbeitsplätze braucht, aber klar, es sind andere Stellen und evtl auch weniger. Ich sehe es ebenfalls kritisch, aber wie andere schon schrieben, kann man diesen Fortschritt nicht mehr aufhalten. Wichtig ist, dass man ethisch an die Sache herangeht und nicht einfach einen Haufen Leute entlässt. Das regelt sich im Zweifel aber eher durch den öffentlichen Druck auf große Firmen, dass die sich an moralische Standards halten.
      • Von Toni Autorin
        Zitat von Sheggo
        Wenn man an ein Skyrim denkt und alle NPCs entwickeln sich in unvorhersehbare Richtungen, kann ganz schön viel aus dem Ruder laufen.
        Bei Cygnus Enterprises haben sie das dadurch umgangen, dass die NPCs nur einen gewissen Wissenstand haben, über die Handlung und der mit fortschreitender Story überschrieben wird - man tauscht also das "Gehirn" aus, wenn man es so will, weil man auch nicht wirklich verhindern kann, dass die KI die Story spoilert, wenn sich die Leute im Gespräch geschickt anstellen.

        Zudem haben die NPCs verschiedene grundlegende Persönlichkeiten als KI - das ist auch zum Beispiel als für Game writer interessant, weil auch eine Persönlichkeit muss entwickelt werden und eine Rahmenhandlung, bzw. Hauptstory wird sicherliche auch weiterhin von Entwicklern geschrieben werden
        Zitat von Roman_Reigns
        Ich bleibe dennoch bei einer grundsätzlich erstmal kritischen Haltung, denn technologischer Fortschritt hat noch nie menschliche Kreativität und geistige und künstlerische Schöpfungsprozesse ersetzt, was im Falle von KI schon teils passiert.
        Das sind dann halt die Stellschrauben, an denen es Arbeitsplätze braucht, aber klar, es sind andere Stellen und evtl auch weniger. Ich sehe es ebenfalls kritisch, aber wie andere schon schrieben, kann man diesen Fortschritt nicht mehr aufhalten. Wichtig ist, dass man ethisch an die Sache herangeht und nicht einfach einen Haufen Leute entlässt. Das regelt sich im Zweifel aber eher durch den öffentlichen Druck auf große Firmen, dass die sich an moralische Standards halten.
      • Von Vordack Spiele-Professor/in
        Und hiermit kroene ich Toni zum Halter des Titels: "Ueberschrift des Monats"!. Da koennen sich andere auf dieser Seite ein Beispiel dran nehmen.

        @Topic
        KI... die Mod sieht schon echt gut aus, nur sehe ich mich nicht mit ner KI quatschen. Wenn ich ne KI benutze, die neue M$ KI zB, dann zur Infomationsbeschaffung (Wie wird das Wetter heute). KI ist fuer mich ein Diener, kein Freund, wenn ihr versteht.

        Desweiteren bin ich den ganzen Tag mit Leuten zusammen und rede auch viel, da bin ich immer froh wenn ich in meinen eigenen 4 Waenden meine Ruhe habe und eben nicht reden muss, schon gar nicht mit einer KI.

        Wobei ich natuerlich sage, wenn es eine KI gibt werde ich sie natuerlich nur so verwenden wie ich es moechte und ich bin halt n Dude der nicht so auf small talk steht ;) Nice to have und es wird die Gamingwelt veraendern, auf jeden Fall. Das gute - Erfundene Fakten in Skyrm sind nicht so schlimm :-D :-D
      • Von Ekcum NPC
        Rockstar hat ja dieses eine KI-Potent, da freu ich mich nächstes Jahr auch auf das Resultat.
      • Von Loosa Senior Community Officer
        Zitat von Erapreskar
        Die Lösung für den Always Online Zwang. Pack KI Rein und keiner beschwert sich mehr, das eine permanente Onkineverbindung bestehen muss
        Das Modell für Chat GPT ist angeblich etwa 570 GB groß. Es gibt aber auch jetzt schon Offline-Alternativen, die sehr viel kleiner sind.
        Modelle für NPC-Abläufe würden bei Spiele-Downloads wohl kaum auffallen.

        Wenig Grund Online zu erzwingen (aber sicher eine gute Ausrede um es zu versuchen ;)).
        In Echtzeit darauf zuzugreifen kostet aber Rechenpower. Könnte durchaus das größere Problem an der Idee sein.
        Bleibt abzuwarten, ob AI wirklich so viel bessere Resultate liefern würde als fake KI. Langfristig? Wahrscheinlich. Aber heute?

        Trotzdem, spannendes Gebiet für AI Einsatz! Mal gucken. ^^
      • Von Roman_Reigns Hobby-Spieler/in
        Zitat von MarcHammel
        Das bringt technologischer Fortschritt aber eben mit sich. Dafür eröffnen sich andere Stellen, die besetzt werden können. Bei KI drückt man ja auch nicht mal eben auf einen Knopf und dann läuft alles. KI ist ein Werkzeug und wie bei allen Werkzeugen gilt: Der Umgang damit will gelernt sein.
        Ich bleibe dennoch bei einer grundsätzlich erstmal kritischen Haltung, denn technologischer Fortschritt hat noch nie menschliche Kreativität und geistige und künstlerische Schöpfungsprozesse ersetzt, was im Falle von KI schon teils passiert.
        Glaube nicht, dass sich da so viele andere Stellen eröffnen für die unzähligen „überflüssigen“ Menschen dann.
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