Wie beim letzten Special versprochen, gibt es diesmal unsere Top 10 Filme, die sich mit dem Thema Transgender befassen. Dass diese Thematik zur Zeit aktuell ist, beweist der Film "The Danish Girl" mit Eddie Redmayne in der Hauptrolle, der momentan in den Kinos läuft und eine Menge Oscar-Nominierungen eingeheimst hat. Im April soll die Tragikomödie "Alle Farben des Lebens" mit Elle Fanning, Naomi Watts und Susan Sarandon anlaufen. Darin entschließt sich ein Mädchen, ein Junge zu werden und stellt die Familie damit vor eine große Herausforderung. Und zu erwähnen ist auch die Serie "Transparent" von Amazon, in der sich der Familienvater Mort als transsexuell outet und unter dem Namen Maura als Frau weiterleben möchte.
Die Top 10 Transgender Filme
Alles über meine Mutter (1999)
Quelle: Arthaus
"Alles über meine Mutter" (1999)
Das Melodram Alles über meine Mutter gewann 2002 den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar (Die Haut, in der ich wohne) überzeugte mit seinem Werk über Frauen, die ihr Leben in den Griff zu bekommen versuchen, Zuschauer und Kritiker und heimste eine Menge Preise und Nominierungen ein.
Der 17jährige Esteban stirbt nach einer Theatervorstellung bei einem Unfall. Als seiner Mutter Manuela ein vom Sohn verfasstes Drehbuch in die Hände fällt, in welchem er bedauert, nie seinen Vater kennen gelernt zu haben, macht sich diese auf, den Vater zu finden. Doch die Suche gestaltet sich als schwierig, da dieser inzwischen als ein Transvestit lebt und den Namen Lola trägt. Dabei begegnet Manuela einer Menge außergewöhnlichen Personen, deren Geschichten sie nicht unberührt lassen.
Mit Cecilia Roth (Fliegende Liebende) und Marisa Paredes (Mein blühendes Geheimnis) arbeitete Almdóvar arbeitete Almodóvar bereits mehrfach zusammen. Auch Penélope Cruz (Nine) spielte in dem Film mit.
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Agnes und seine Brüder (2004)
Quelle: X-Verleih (Warner)
"Agnes und seine Brüder" (2004)
Auch ein deutscher Film hat es in unsere Liste geschafft: Oskar Röhler's Drama Agnes und seine Brüder verbindet namhafte Vertreter des deutschen Filmbusiness wie Moritz Bleibtreu (Die dunkle Seite des Mondes), Herbert Knaup (Lola rennt) und Katja Riemann (Er ist wieder da) mit einer interessanten Mischung aus Komik, Melodram und Satire. Martin Weiß (Nick Knatterton - Der Film) spielt die Hauptrolle absolut überzeugend.
Der Film erzählt die Geschichte von drei Geschwistern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Zum einen ist da grüne Politiker Werner (Herbert Knaup), dessen Familie völlig zerrüttet ist. Der zweite Bruder heißt Hans-Jörg (Moritz Bleibtreu), der Bibliothekar ist und mit seiner Sexsucht zu kämpfen hat. Und dann ist da noch Agnes, die als Martin Frau und Kind hatte und schließlich geschlechtsangleichende Operationen durchführen ließ. Angelpunkt der Geschichte ist das Verhältnis zum exzentrischen Vater, den Hans-Jürgen verdächtigt, durch die Vergewaltigung Martins/Agnes' zu dessen Transsexualität maßgeblich beigetragen zu haben.
Gerade das hervorragende Ensemble macht Agnes und seine Brüder absolut sehenswert und weiß die verletzliche Psyche ihrer Charaktere gekonnt darzustellen.
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The Crying Game (1992)
Quelle: Senator
"The Crying Game" (1992)
Der 1993 sechsfach für den Oscar nominierte und davon in der Kategorie "Bestes Originaldrehbuch" ausgezeichnete Thriller The Crying Game enthält sowohl die Elemente einer bizarren Romanze als auch eines Polit-Dramas und spielt mit Schein und Sein. Regie führte Neil Jordan (Interview mit einem Vampir), der auch das Drehbuch verfasste.
Der melancholische Fergus gehört der irischen-republikanischen Unabhängigkeitsbewegung IRA an, denen es gelingt, den britischen Soldaten Jody als Geisel zu nehmen. Zwischen Fergus und dem Gefangenen entwickelt sich bald eine Freundschaft, die abrupt endet, als Jody bei einer Flucht getötet wird. Als die Gruppe auffliegt nimmt Fergus Kontakt zur Freundin des Getöteten auf, um ihre eine letzte Botschaft zu überbringen. Dabei fasziniert in die exotische Dil so sehr, dass er die Bekanntschaft mit Jody geheim hält und selbst eine Affäre mit ihr beginnt. Dabei stellt sich heraus, dass Dil eine Transfrau ist, was Fergus nur zu Anfang abschreckt. Gerade als die Beziehung aufzublühen beginnt, holt ihn die Vergangenheit in Form zweier alter Kameraden ein, die ihn zu einem Selbstmordattentat zwingen wollen.
Stephen Rea (The Honourable Woman) spielte den Iren Fergus, seine Geliebte wurde vom bis dahin unbekannten Jaye Davidson (Stargate) verkörpert. Forest Whitaker (Der Butler) mimte den unglückseligen Jody. Als kurz nach Drehbeginn Jaye Davidson erkrankte und behandelt wurde, soll der Arzt den Schauspieler für eine Frau gehalten haben - sehr zur Belustigung des Regisseurs und der Crew.
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Transamerica (2005)
Quelle: Falcom
"Transamerica" (2004)
Die Kritiker überschlugen sich nur so vor Begeisterung über die Darstellung der Transexuellen Bee in der Tragikomödie Transamerica durch Felicity Hoffman (Cake). Sie wurde für den Oscar nominiert, erhielt aber letztendlich nur den Golden Globe in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin - Drama". Die Rolle des rebellischen Toby übernahm Kevin Zegeres (Der Jane Austen Club).
Um sich die endgültige operative Geschlechtsumwandlung von Stanley Osbourne zu Bree Osbourne leisten zu können, spart die Transsexuelle jeden Dollar, den sie verdient. Dann funkt ihr der Anruf ihres Sohnes Toby dazwischen, dessen Mutter verstorben ist und wegen eines Delikts im Gefängnis sitzt. Durch ihre Therapeutin gezwungen, macht sich Bree widerwillig auf, Toby zu helfen. Der hält die sittenstrenge Dame zunächst für eine Vertreterin irgendeines sozialen Fürsorgeprojekts und macht sich mit ihr auf einen irrwitzigen Roadtrip durch die USA.
Wer einmal in den Genuss der brillanten Leistung von Felicity Hoffman als Bree Osbourne gekommen ist, der sieht den Desperate Housewife - Star sicherlich mit ganz neuen Augen.
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Orlando (1992)
Quelle: Pandora
"Orlando" (1992)
Der Film Orlando hat schon allein deshalb einen Platz der Top-Ten-Liste verdient, weil er mit seiner so ungewöhnlichen, beeindruckenden Geschichte ganz anders ist als die zuvor genannten und dennoch - oder gerade deshalb - glänzende Unterhaltung bietet.
Regisseurin Sally Porter (Ginger & Rosa) lässt Tilda Swinton (Grand Budapest Hotel) als Edelmann Orlando eine Geschlechtsumwandlung vom Mann zur Frau durchmachen. In seiner Jugend erringt der schöne junge Aristokrat die Gunst der englischen Königin Elisabeth I., die ihm 1600 unter der Bedingung, dass er niemals altern dürfe, einen Landsitz vermacht. So lebt Orlando zunächst 200 Jahre lang als Mann, in denen er sich zunächst unglücklich in eine russische Prinzessin verliebt und dann Botschafter in der Türkei wird. Danach vollzieht sich die Geschlechtsumwandlung in eine Frau, in derer Gestalt Orlando dann das Viktorianische Zeitalter überdauert und bis in ins 20. Jahrhundert hinein lebt.
Basierend auf Virginia Woolfs gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1928 bietet das Filmdrama dem Zuschauer eine unvergessliche Zeitreise, in deren Verlauf die Rolle der Frau in der englischen Gesellschaft und das wachsende emanzipatorische Bewusstsein des weiblichen Geschlechts verarbeitet werden. Man könnte sich niemand passenderen als die androgyn wirkende Tilda Swinton in der Rolle des Orlando vorstellen, die den ewig Getriebenen mit einer ruhigen Eleganz spielt. Der Film wurde in den Kategorien "Bestes Szenenbild" und "Bestes Kostümdesign" für den Oscar nominiert.
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und solche filme scheint es ja zu geben.
Franzi-Trondheim sprach in seinen/ihren Post von der Transgender Community das meinte ich mit euch ohne Abwertung.
Das Bild deshalb weil meinst immer jemand halt gleich einen #Aufschrei macht wenn es nicht 100% korrekt dargestellt wurde.
Und bezüglich den Filmen war das pragmatisch gesehen. Filme machen kosten Geld. Die grossen Firmen wohlen die Kosten plus einen Gewinn einspielen also wird der Film für ein maximales Publikum gedreht.
Hier als Beispiel To Wong Foo, thanks for Everything, Julie Newmar (1995) - Wesley Snipes kostet viel Gehalt deshalb wird da auf die gewünschten Details die sich Franzi-Trondheim wünscht nicht eingegangen weil sie damit nicht kostendeckend arbeiten lässt.
Vieleicht hätt ich noch ein paar Smilies hinzufügen können oder umschreiben können aber man denkt beim posten nicht dran das jemand sich dran stören könnte weil man es ohne bösen gedanken geschrieben hat. Vielleicht war das Bild ein bissel zynisch aber mehr auch nicht.
Meinen Satz mit "Bruchteil der Leute" hätte ich und habe ich auch bei bücherverfilmungen geschrieben oder wenn ein Anime/videospiel verfilmt wird damit man das maximale Publikum erreicht und nicht nur einen bruchteil - da hätte es niemand getriggert aber wenn man es hier schreibt sind plötzlich leute getriggert.
Bal schreibt man mehr am Disclaimer als am eigenen Posting nur damit einen niemand falsch versteht
Sie sollen euch nicht ansprechen die Filme sind fürs Kino gemacht worden und sollten Geld bringen und nicht einen Bruchteil der Leute gefallen.
das meinst du doch nicht ernst wynn.
Sie sollen euch nicht ansprechen die Filme sind fürs Kino gemacht worden und sollten Geld bringen und nicht einen Bruchteil der Leute gefallen.
Meine persönliche Liste der besten Transgender-Filme würde lauten:
1. Something must breakt (Schweden 2014)
2. Tangerine (USA 2015)
3. Romeos (Deutschland 2011)
4. Two 4 One (USA 2014)
5. Paris is Burning (USA 1990)
6. Gunhill Road (USA 2011)
7. Drunktown's Finest (USA 2014)
8. Wild Side (Franreich 2004)
9. Boy meets Girl (USA 2014)
10. Tomboy (Frankreich 2011)