Wie beim letzten Special versprochen, gibt es diesmal unsere Top 10 Filme, die sich mit dem Thema Transgender befassen. Dass diese Thematik zur Zeit aktuell ist, beweist der Film "The Danish Girl" mit Eddie Redmayne in der Hauptrolle, der momentan in den Kinos läuft und eine Menge Oscar-Nominierungen eingeheimst hat. Im April soll die Tragikomödie "Alle Farben des Lebens" mit Elle Fanning, Naomi Watts und Susan Sarandon anlaufen. Darin entschließt sich ein Mädchen, ein Junge zu werden und stellt die Familie damit vor eine große Herausforderung. Und zu erwähnen ist auch die Serie "Transparent" von Amazon, in der sich der Familienvater Mort als transsexuell outet und unter dem Namen Maura als Frau weiterleben möchte.
Die Top 10 Transgender Filme
The Danish Girl (2016)
Quelle: Universal
"The Danish Girl" (2016)
Am 7. Januar 2016 ist in den deutschen Kinos das Biopic The Danish Girl angelaufen. Darin spielt Eddie Redmayne (Die Entdeckung der Unendlichkeit) unter der Regie von Oscarpreisträger Tom Hooper (The King's Speech) den Transgender-Pionier Einar Wegener. Der dänische Landschaftsmaler ist zunächst glücklich mit der Malerin Gerda Wegener, gespielt von Alicia Vikander (Codename U.N.C.L.E), verheiratet. Eines Tages verkleidet er sich auf Bitten von Gerda als Frau und sitzt ihr Modell; eine Erfahrung, die ihn nicht mehr loslässt. Nach und nach kommt immer mehr seine weibliche Seite zum Vorschein und er erkennt, dass sein Alter Ego namens Lili vielmehr seinem wirklichen Ich entspricht. Um für immer Lili bleiben zu können, entschließt er sich zu einer geschlechtsangleichenden Operation.
The Danish Girl überzeugt nicht nur durch die wunderschönen Kostüme und die intensive Atmosphäre, sondern in besonderem Maße durch die formidable Besetzung der Darsteller. Eddie Redmayne nimmt man die Identitätskrise und Wandlung von Einar Wegener zu Lili Elbe vollkommen ab, Alicia Vikander spielt die liebende Ehefrau, die ihren Mann auf dem Weg der Selbstverwirklichung unterstützt, einfach wunderbar.
Der Titel The Danish Girl basiert auf dem 2000 von David Ebershoff verfassten gleichnamigen fiktionalen Roman über Lili Elbe und Gerda Wegener. Einar Wegener/Lili Elbe hat selbst einen Lebensbericht geschrieben, der 1931 erschien.
Der Film hat bei den Oscars vier Nominierungen erhalten und zwar in den Kategorien "Bester Hauptdarsteller" (Eddie Redmayne), "Beste Nebendarstellerin" (Alicia Vikander) sowie "Bestes Kostümdesign" und "Bestes Szenenbild". Für die Darstellung seine Rolle holte sich Redmayne Tipps von der Transgender-Regisseurin Lana Wachowski (Matrix), mit der er zuvor für Jupiter Ascending (2015) zusammengearbeitet hatte.
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Boys Don't Cry (1999)
Quelle: Fox
"Boy's don't cry" (1999)
Auch beim nächsten Titel Boys Don't Cry aus dem Jahr 1999 handelt es sich um die Verfilmung einer realen Begebenheit. Im Mittelpunkt steht der junge Transsexuelle Brandon Teena (Hilary Swank), der als Frau geboren wurde, sich seiner Geschlechts- und Körperauffassung nach allerdings als Mann empfindet. Mit Männerklamotten, -name und -frisur ausgestattet, verlässt er seine Heimat in Nebraska und möchte in einem kleinen Ort ein neues Leben beginnen. Dort angekommen findet er bald Freunde und verliebt sich in Lana (Chloë Sevigny), die seine Gefühle erwidert. Seine Transidentität behält Brandon allerdings für sich und als die Lüge auffliegt, passieren schreckliche Dinge.
Regisseurin Kimberly Peirce (Carrie), die die Geschichte bereits 1995 in einem Kurzfilm verarbeitet hat, lieferte mit Boy's Dont Cry einen vielschichtigen Film ab, in dem Spannung und Gefühl im genau richtigen Verhältnis gemischt wurden. Die einzelnen Charaktere werden nicht in ein Schwarz-weiß-Schemata gedrängt, sondern werden in ihrem sozialen Umfeld begreifbar gemacht.
Der Spielfilm war ein voller Erfolg und heimste eine ganze Reihe von Nominierungen ein, wovon einige auch gewonnen werden konnten. Hilary Swank (P. S. Ich liebe Dich) erhielt für ihre Darstellung 2000 den Oscar sowie den Golden Globe in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin".
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Priscilla - Königin der Wüste (1994) / To Wong Foo, thanks for Everything, Julie Newmar (1995)
Quelle: Warner; UIP
Links: Priscilla - Königin der Wüste (1994) / Rechts: To Wong Foo, thanks for Everything, Julie Newmar (1995)
In der australischen Tragikomödie Priscilla - Königin der Wüste aus dem Jahr 1994 machen sich drei Travestiekünstler, meisterhaft gespielt von Terence Stamp (Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung), Hugo Weaving (Captain America: The First Avenger) und Guy Pearce (Iron Man 3), ins australische Outback auf, um ein Engagement wahr zu nehmen. Als Transportmittel dient ihnen ein ausgemusterter Schulbus, den die drei exzentrischen "Damen" auf den Namen Priscilla taufen. Auf dem Trip erfahren die drei das ein oder andere Geheimnis über die jeweils anderen und erleben einige Abenteuer: Während der transsexuelle Ralph(Terence Stamp) als Bernadette mit einem Mechaniker anbandelt und sich die homosexuelle Drag Queen Felicia (Guy Pearce) ihren größten Traum erfüllt, erfährt die Drag Queen Mitzi, eigentlich Anthony, (Hugo Weaving) von der Existenz seines Sohnes.
Der Film von Regisseur Stephan Elliot (Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau) erhielt 1995 den Oscar für das "Beste Kostümdesign", war bei den British Academy Film Awards (BAFTA Awards) in sechs Kategorien nominiert, von denen er zwei gewann und wurde auch bei den Golden Globes mit zwei Nominierungen bedacht. Besondere Wirkung erzielt der Road-Movie durch seine schillernden Protagonisten vor dem Wüstenszenario.
Der Spielfilm To Wong Foo, thanks for Everything, Julie Newmar ist ein US-amerikanisches Quasi-Remake von Priscilla - Königin der Wüste aus dem Jahr 1995, in dem Wesley Snipes (The Expendables 3), Patrick Swayze (Dirty Dancing) und John Leguizamo (American Ultra) drei Drag Queens mimen, die sich auf einen Road-Trip nach Hollywood begeben und dabei einige Abenteuer erleben. In dieser Rolle zeigt Patrick Swayze sein Können und führt uns seine Wandelbarkeit vor Augen!
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Laurence Anyways (2012)
Quelle: NFP
"Laurence Anyways" (2012)
Selten hat sich jemand so offen mit Thema Transsexualität auseinandergesetzt wie das kanadische Drama Laurence Anyways von Regisseur Xavier Dolan aus dem Jahr 2012. Neben dem heiklen Thema nimmt Dolan eine etwas andere Love-Story in den Blick, die den Zuschauer tief berührt.
Der Film erzählt über 10 Jahre die Geschichte von der hübschen Frédérique, Fred genannt, und dem Lehrer Laurence Alia. Als Laurence ihr eröffnet, dass er im falschen Körper gefangen sei und lieber eine Frau sein möchte, bricht für Fred eine Welt zusammen. Entgegen dem Rat ihrer Familie und Freunde, die dem Wunsch des Transsexuellen mit Unverständnis, Vorurteilen und Ablehnung begegnen, bleibt Fred allerdings vorerst bei Laurence. Der Zuschauer begleitet die zwei auf ihrer emotionalen Reise, in der die Unmöglichkeit der Liebe zwischen den beiden langsam herausgearbeitet wird.
Das Drama überzeugt durch die beiden Hauptdarsteller Melvil Poupaud (By the Sea) und Suzanne Clément (Mommy) und besonders durch den einzigartigen Soundtrack, der dem ganzen noch die Krone aufsetzt. Laurence Anyways wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
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Ed Wood (1994)
Quelle: Buena Vista
"Ed Wood" (1994)
Die in schwarz-weiß gedrehte Tragikomödie Ed Wood von Tim Burton ist eine Hommage an den B-Movie-Regisseur Edward D. Wood Jr., dem postum der Titel des schlechtesten Filmemachers aller Zeiten verliehen wurde. Die Rolle des Ed Wood übernahm - wie könnte es anders sein - Johnny Depp (Black Mass). Sarah Jessica Parker (Sex and the City) ist als seine dümmliche Freundin Dolores zu sehen sowie Martin Landau (Sleepy Hollow - Köpfe werden rollen) als Belga Lugosi, den Wood für seiner Produktion gewinnen kann.
Trotz leerer Ränge im Theater und katastrophaler Kritiken, glaubt Ed Wood in den 1950er Jahren noch an eine ganz große Karriere im Filmbusiness. Da lernt der junge Regisseur den arbeitslosen Filmstar Bela Lugoso kennen, der noch immer von seinem Erfolg als Dracula vor einigen Jahren zehrt, und kann diesen für ein Filmprojekt über Transvestitismus gewinnen. Weiterhin übernimmt Woods Freundin Dolores Fuller eine Hauptrolle und erfährt erst beim Lesen des Drehbuchs, dass Ed, der schon immer gerne Frauenkleider getragen hat, ein Transvestit ist. Obwohl auch dieser Film floppt, gibt Ed nicht auf und versucht weiterhin, Geldgeber für seine hochtrabenden Projekte zu finden.
Einige von Edward D. Woods Trashfilmen genießen heute Kultstatus, so z. B. Plan 9 aus dem Weltall (1959) oder Die Rache des Würgers (1955). Der seltsame Filmemacher soll sich am liebsten in rosa Angora Pullis gekleidet haben. Tatsächlich wurde Dolores Fuller recht erfolgreich, die sie als erste Frau eine eigene Plattenfirma gründete und u. a. Songs für Elvis Presley und Nat King Cole schrieb.
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und solche filme scheint es ja zu geben.
Franzi-Trondheim sprach in seinen/ihren Post von der Transgender Community das meinte ich mit euch ohne Abwertung.
Das Bild deshalb weil meinst immer jemand halt gleich einen #Aufschrei macht wenn es nicht 100% korrekt dargestellt wurde.
Und bezüglich den Filmen war das pragmatisch gesehen. Filme machen kosten Geld. Die grossen Firmen wohlen die Kosten plus einen Gewinn einspielen also wird der Film für ein maximales Publikum gedreht.
Hier als Beispiel To Wong Foo, thanks for Everything, Julie Newmar (1995) - Wesley Snipes kostet viel Gehalt deshalb wird da auf die gewünschten Details die sich Franzi-Trondheim wünscht nicht eingegangen weil sie damit nicht kostendeckend arbeiten lässt.
Vieleicht hätt ich noch ein paar Smilies hinzufügen können oder umschreiben können aber man denkt beim posten nicht dran das jemand sich dran stören könnte weil man es ohne bösen gedanken geschrieben hat. Vielleicht war das Bild ein bissel zynisch aber mehr auch nicht.
Meinen Satz mit "Bruchteil der Leute" hätte ich und habe ich auch bei bücherverfilmungen geschrieben oder wenn ein Anime/videospiel verfilmt wird damit man das maximale Publikum erreicht und nicht nur einen bruchteil - da hätte es niemand getriggert aber wenn man es hier schreibt sind plötzlich leute getriggert.
Bal schreibt man mehr am Disclaimer als am eigenen Posting nur damit einen niemand falsch versteht
Sie sollen euch nicht ansprechen die Filme sind fürs Kino gemacht worden und sollten Geld bringen und nicht einen Bruchteil der Leute gefallen.
das meinst du doch nicht ernst wynn.
Sie sollen euch nicht ansprechen die Filme sind fürs Kino gemacht worden und sollten Geld bringen und nicht einen Bruchteil der Leute gefallen.
Meine persönliche Liste der besten Transgender-Filme würde lauten:
1. Something must breakt (Schweden 2014)
2. Tangerine (USA 2015)
3. Romeos (Deutschland 2011)
4. Two 4 One (USA 2014)
5. Paris is Burning (USA 1990)
6. Gunhill Road (USA 2011)
7. Drunktown's Finest (USA 2014)
8. Wild Side (Franreich 2004)
9. Boy meets Girl (USA 2014)
10. Tomboy (Frankreich 2011)