Genie und Wahnsinn: Geniale Menschen auf der Leinwand
Ob wahn-sinniges oder Wahnsinns-Genie, schon lange beeinflussen wahre Geschichten über geniale Menschen die Filmindustrie. Ob sie nun musikalisch begabt, intellektuell überragend oder mathematikaffin sind, die Erfolgsgeschichten echter Personen faszinieren das Publikum offenbar schon lange. Nicht selten mussten einige von ihnen für ihr Talent mit der eigenen Gesundheit bezahlen, doch hielt sie das nicht davon ab, Großes zu schaffen. Diese Woche stellen wir euch deshalb unsere Auswahl an biografischen Verfilmungen vor, die sich mit diesen Pionieren auseinandersetzen.
The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben (2014)
Benedict Cumberbatch verkörpert in diesem dramatischen Biopic das Mathematik-Genie Alan Turing. Schon in jungen Jahren entwickelte er die sogenannte Turingmaschine, die sämtliche berechenbare Probleme lösen konnte und schaffte damit eine noch heute bedeutende Grundlage für die theoretische Informatik. Im zweiten Weltkrieg half er dabei die Enigma- und Fish-Verschlüsselungen der Deutschen zu decodieren und auch in den folgenden Jahren lieferte er wichtige Erkenntnisse für die Wissenschaft. Der Film hält sich sehr an die echte Lebensgeschichte, auch der darin gezeigte Heiratsantrag an Joan Clarke entspricht der Wahrheit. Doch da Turing homosexuell war, löste sich die Verbindung der beiden bald und 1952 wurde er wegen "grober Unzucht und sexueller Perversion" angeklagt. Um einer Haftstrafe zu entgehen, ließ er sich chemisch kastrieren, litt jedoch anschließend an Depressionen und beging zwei Jahre später Selbstmord.
