Die 10 nervigsten Filmtrends 2014

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Special Simon Schulz - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
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Quelle: WIDESCREEN

Früher war alles besser. Naja, das stimmt nicht so ganz aber trotzdem sind neue Dinge immer etwas, das einen nervt. Das Alte war doch so schön. Darum heute: Was 2014 so genervt hat im Kino.

Man kennt das ja: Da startet man ein Kinojahr ganz fröhlich und denkt sich nichts Böses dabei. Aber 12 Monate später weiß man genau, dass einem da gewisse Dinge nicht gefallen. Und damit ist nicht der eine Kinobesuch gemeint, als einem die Cola ins Popcorn gefallen ist. Aber jedes Kinojahr hat seine positiven und negativen Trends. So auch 2014. Wir konzentrieren uns diesmal im Rückschau-Dezember auf die Trends, die uns 2014 so richtig genervt haben. Also für das Samstagsspecial heißt es diesmal: So richtig aufregen, das HB-Männchen imitieren und ordentlich Dampf ablassen: Die 10 Trends im Kino, die uns 2014 am meisten genervt haben!

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10. SCHLECHTES MARKETING
Hätten Sie gewusst, dass der Film Edge of Tomorrow heißt? Lange Zeit kannten wir den nur als "All You Need Is Kill" (was sein Arbeitstitel war) und dann wurde die Tagline "LIVE. DIE. REPEAT." so fett und groß auf die Poster geschrieben, dass man dachte, der Filmtitel bräuchte mal ein paar Ausrufezeichen um noch besser hervorzustechen. Auf den DVDs und Blu-rays wurde die Tagline dann noch größer geschrieben. Und dann war da noch die Sache bei Noah, bei der sogar Figuren aus den Trailern geschnitten wurden um keine religiösen Gruppen zu verärgern ...

'Edge of Tomorrow' (2014) Quelle: Warner "Edge of Tomorrow" (2014)
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9. SHARED UNIVERSES
Okay, ja. Marvel macht das Ganze ziemlich gut. Und bei DC Comics macht es auch noch Sinn - die haben ja schon bei den Comics ein gewaltiges Universum. Aber braucht jetzt jedes Studio sein eigenes Shared Universe? Universal macht das Monster Cinematic Universe (ohne Horror aber mit Action, versteht sich) und Sony das Robin Hood Cinematic Universe. Warum und wieso? Weil es in ist. Das ist wie mit Pokemon - jeder muss eines haben. Nicht alles davon wird klappen aber im Moment ein nerviger Trend.

'Age of Ultron' (2015) Quelle: Disney "Age of Ultron" (2015)
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8. CHARAKTERPOSTER
Ein hübsches Filmposter kann die halbe Miete sein. Die Leute bleiben stehen, gucken hoch und freuen sich über einen schicken Schriftzug und andere Photoshop-Künste von Designern. Aber mittlerweile kriegt jeder Charakter sein eigenes Poster. Sei es nun der große Gatsby, Nick Fury oder der dritte Wookie von links: Alle müssen sie irgendwie erwähnt werden, damit man sie im Film auch ja nicht übersieht. Manchmal sind sogar die Figuren dabei, die eigentlich eine Überraschung sein sollten. Ächz.

'Hunger Games' (2012) Quelle: Lionsgate "Hunger Games" (2012)
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7. ALLES HÄNGT ZUSAMMEN
Der Zufall ist unter Drehbuchautoren zwar als Instrument verpönt, manchmal aber ist er auch sehr nützlich. Dass Peter Parker zu Spiderman wurde ist ein Zufall. Und auch die Entstehung der Ninja Turtles war eigentlich relativ zufällig. Aber in ihren neuesten Filmen enthüllt sich: Diese Figuren waren immer irgendwie die Auserwählten - und ihr Schicksal damit mit allen anderen Figuren im Film automatisch verknüpft. April O'Neill ist mehr als nur noch eine Reporterin und nur Peter Parker konnte zu Spiderman werden. Wir finden das zunehmend langweilig.

'The Amazing Spider-Man 2' (2014) Quelle: Sony "The Amazing Spider-Man 2" (2014)
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6. DER "SERIENFINAL-SWERVEBACK"
Es gibt dutzende coole Wege, eine Staffel zu beenden: Alles in die Luft zu sprengen, einen Cliffhanger oder den Figuren ein bisschen von dem zu geben, was sie wollen. Aber der Swerveback ist ein mittlerweile ziemlich oft gebrauchtes Stilmittel. Dabei werden die Figuren psychisch oder physisch an einen Ort gebracht, der für sie komplett neu ist. Man will davon mehr sehen aber dann - Abblende, Abspann, ein Jahr auf die nächste Staffel warten. Zu oft vorgekommen ist uns das im letzten Jahr. Wir wollen wieder mehr Cliffhanger.

'Game of Thrones' (2012) Quelle: HBO "Game of Thrones" (2012)
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5. CHINA
Wir haben nichts gegen China. Echt. Ein schönes Land, wunderbare Natur und eine vielseitige Kultur. Aber warum müssen Filme neuerdings vollkommen sinnlose Ausflüge nach China machen? Okay, um die Investoren zufrieden zu stellen. Aber warum muss das so lieblos ins Drehbuch geschrieben werden, Michael Bay? In Iron Man 3 wurden die China-Szenen sogar extra für den europäischen und amerikanischen Markt herausgeschnitten. Sie waren eigentlich eh nur Marketing-Szenen. Das sagt schon alles darüber aus, wie gut und wichtig sie für die Story sind.

'Transformers: Ära des Untergangs' (2014) Quelle: Paramount "Transformers: Ära des Untergangs" (2014)
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4. NERDS
Wann fangen die Filmemacher endlich mal an, Nerds und Geeks nicht als liebesbedürftige Freaks darzustellen, die weder einen Kamm noch eine Schere kennen? Es gibt immer eine handvoll Varianten dieses Klischees. Und fast alle davon sind männlich. Um Nerd zu sein braucht man: a) Brillen. Hässliche Brillen. b) bunte und von Popkultur geprägte Kleidung. c) einen ungepflegten Bart oder zumindest ungepflegte Haare. d) eine Bildschirmwand, vor der Sie den ganzen Tag sinister auf Zahlen starren. Moment, das trifft ja fast alles auf unsere Redaktion zu. Hm.

'Big Bang Theory' (2008) Quelle: Warner "Big Bang Theory" (2008)
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3. RÜCKKEHR VON DEN TOTEN
In den Comics ist es übel. Da bedeutet der Tod mittlerweile so gut wie gar nichts mehr. Es gab ja immer einen geheimen Klon, der gerade zufällig dramatisch gestorben ist. Oder ein Serum, das den Toten wiederbelebt. Oder oder oder ... Tote bedeuten in den Comics fast nichts. Das gilt auch für die Comic-Verfilmungen, wo fast dauernd jemand stirbt und zurückkommt (*hust*Coulson*hust*). Aber auch in anderen Filmen wird dieses Mittel stark übertrieben eingesetzt. Lasst die Toten doch mal tot. Das macht es auch wieder traurig. Warum übrigens gerade die zwei hier abgebildet sind? Wer weiß ...

'Star Trek Into Darkness' (2014) Quelle: Paramount "Star Trek Into Darkness" (2014)
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2. DIE WELT STEHT AUF DEM SPIEL
... und drunter geht mal gar nichts. Jeder Blockbuster der letzten Jahre musste am Ende irgendwie die Welt oder gar das Universum aufs Spiel setzen. Notfalls reicht auch eine Stadt. Aber die wirklich guten Filme und die Klassiker basierten auf weit weniger. Im Showdown vom ersten Bourne-Film muss er nur drei Kerle erschießen. Beim Der Weiße Hai kämpfen drei Männer auf einem Boot gegen einen Hai. Heute muss aber immer gleich der Hai virenverseucht sein und sein Weg ins Meer wäre der Tod für die gesamte Atmosphäre. Sogar der an Gigantomanie nicht dezente Jurassic Park bedeutet nur den Kampf einiger Leute gegen Dinos auf einer isolierten Insel.

'Man of Steel' (2013) Quelle: Warner "Man of Steel" (2013)
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1. SERIENUMSETZUNGEN VON FILMEN
Ja, manchmal geht das auch gut. Aber es ist einfach viel zu einfach: Da nimmt man einen Filmklassiker oder einen zumindest gelungenen Film und im Jahr 2014 stellt man sich hin und macht daraus eine Serie: Hannibal und Fargo sind die Positivbeispiele. Aber dutzende Filme werden als Serienumsetzungen angekündigt, dann passiert nichts und die Serie ist am Ende doch wieder nur eine halbherzige Verramschung des guten Namens (gell, From Dusk Till Dawn?). Das muss nicht sein.

'Minority Report' (2002) Quelle: Fox "Minority Report" (2002)

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