Tolkien "von nordischischer Mythologie inspiriert" - Andy Serkis zur Besetzung von The Hunt for Gollum

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Tolkien "von nordischischer Mythologie inspiriert" - Andy Serkis zur Besetzung von The Hunt for Gollum
Quelle: New Line Cinema

Andy Serkis spricht über die bisherige Besetzung von The Hunt for Gollum. Vielfalt müsse laut dem Regisseur und Gollum-Darsteller zur Geschichte passen.

Andy Serkis arbeitet derzeit in Neuseeland an The Hunt for Gollum. Er übernimmt erneut die Rolle von Gollum und führt zudem Regie. Der neue Herr-der-Ringe-Film soll zwischen den Ereignissen aus Der Hobbit und Der Herr der Ringe spielen. In einem Interview erklärte Serkis, dass der Film tiefer in die Vergangenheit und Psyche von Gollum eintauchen werde. Daneben beschäftige sich Gandalf mit der Herkunft des Rings, den Bilbo Beutlin gefunden hatte. Über die Handlung darf Serkis noch wenig verraten. Die titelgebende Jagd finde jedoch auf zwei unterschiedlichen Ebenen statt. Was er damit meint, bleibt vorerst offen.

Tolkien stark "von nordischer Mythologie inspiriert"

Mehrere bekannte Schauspieler sollen bereits zu The Hunt for Gollum gehören. Genannt werden unter anderem Jamie Dornan, Anya Taylor-Joy, Kate Winslet und Leo Woodall. Auch Elijah Wood und Ian McKellen sollen zurückkehren. So besteht die bisher bekannte Besetzung fast ausschließlich aus weißen Schauspielern. Im Interview wurde Serkis deshalb gefragt, weshalb auch der neue Film wenig ethnische Vielfalt bietet.

Der Regisseur verwies zunächst auf die Ursprünge von Tolkiens Welt. Der Autor habe sich stark von nordischer Mythologie inspirieren lassen. Auch das Auenland beschreibt Serkis als einen überwiegend weißen und abgeschotteten Ort. Die Hobbits interessierten sich kaum dafür, was außerhalb ihrer Grenzen geschah, und begegneten Fremden eher mit Misstrauen.

Serkis kennt die Kritik an den früheren Herr-der-Ringe-Filmen. Sein Film werde dieses Thema nach eigener Aussage auch auf eine gewisse Weise behandeln. Eine Besetzung, die allein politische Erwartungen erfüllen oder Kästchen abhaken soll, lehnt er jedoch ab. Vielfalt solle dort bedeutend sein, wo sie innerhalb der Geschichte und ihrer Welt sinnvoll sei.

Vielfalt ja, aber nicht auf Kosten der Geschichte

Serkis spricht sich also nicht gegen eine vielfältige Besetzung aus. Er verteidigt die Entscheidung, Schauspieler passend zur dargestellten Region und zur Vorlage auszuwählen. Diese Haltung kann ich nachvollziehen. Vielfalt gehört selbstverständlich zu manchen modernen Filmen und Serien. Eine Besetzung sollte aber zur Geschichte, zur Kultur der dargestellten Welt und zu den jeweiligen Figuren passen.

Problematisch wird es, wenn Verantwortliche Charaktere nur verändern, um eine Vorgabe zu erfüllen oder Kritik zu vermeiden. Dann steht nicht mehr die bestmögliche Umsetzung der Geschichte an erster Stelle. Das bedeutet nicht, dass Tolkiens Welt ausschließlich aus weißen Figuren bestehen muss. Mittelerde besteht aus zahlreichen Ländern, Völkern und Kulturen, die Raum für unterschiedliche Darsteller bieten. Entscheidend ist, wie glaubwürdig sie in die Handlung eingebunden werden. Denkt ihr ähnlich?

Quelle: BBC

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