20+ Dinge aus Japan, die mir in Deutschland nach meiner Reise sehr fehlen
Wonach sehnt man sich in Deutschland zurück, wenn man gerade noch in Japan Urlaub gemacht hatte? Nach einem Berg an Dingen! Wir verraten euch, welche Dinge Japan besonders von Deutschland abheben - und die man sich später schmerzlich zurückwünscht.
Die Heimat der Nischen-Stores
Ignorieren wir aber die großen Ketten und Läden, wird es noch interessanter. Japan ist das Land der Nischen-Shops. Wie wäre es mit einem Laden, der von oben bis unten mit Postkarten gefüllt ist? Uralte Modelle, Designs zu längst vergessenen Filmen, aus aller Herren Länder? Oder eine Küchen-Straße, in der ein Store auf mehreren Stockwerken alle erdenklichen Arten von Kuchen- und Plätzchenformen anbietet? Selbst Original-Bauteile von Eisenbahnen haben ihre eigenen Läden - auf demselben Stockwerk wie ein Gundam-Bausatz- oder Anime-Figuren-Geschäft!
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Ein Laden nur für Postkarten, mit allen erdenklichen Motiven? Natürlich, in Tokyo gibt es ihn! "tout le monde" heißt er, wenn ihr vor dem Rückflug auf der Suche nach Karten seid.
Kein Trinkgeld - oh, welch Wonne
Der kleine, aber feine Unterschied beim Essengehen: Was das Gericht kostet, das zahlt man auch. Nicht mehr. Zwar gibt es je nach Region noch kleine Beträge, die dazukommen, doch diese sind eine Art Kurtaxe oder Tisch-Gebühr (ähnlich dem Besteck in Italien), die von einer kleinen Vorspeise begleitet werden. So kommt man noch einmal günstiger weg als in Deutschland - und muss sich nicht den Kopf zermartern, was man genau als Trinkgeld gibt.
Karaoke-Boxen an jeder Ecke
Will man doch mal die Sau rauslassen (weil man in der U-Bahn brav und leise war), bietet sich eine der unzähligen Karaoke-Boxen an, die vor allem in Großstädten populär sind. Einfach reinspazieren, Stundenzahl nennen und in einen privaten Raum gehen - schon darf man dort nach Herzenslust aus einem gigantisch großen Katalog Lieder picken, zu deren instrumentaler Audiospur man seine engelsgleiche Stimme erklingen lässt. Übers Tablet noch einen Drink ordern? Kein Problem! Und dann durfte man auch viele englische Tracks auswählen - ob Bon Jovi, Green Day, Sum 41, Cat Stevens, System of A Down oder gar Hammerfall und Iron Maiden! Karaoke gibt es in Deutschland auch. Aber so easy und zugänglich? Leider nicht.
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Bock auf System of A Down in der Karaoke-Box, dazu ein Whiskey Sour? Nichts leichter als das!
Unfassbare Gastfreundschaft und Höflichkeit
Allgemein ist Japan als Nation die Königin der Gastfreundschaft und Höflichkeit. Man darf natürlich darüber rätseln, wie sehr einen Japaner wirklich mögen - aber kein Land bietet mir so einen Service, so einen freundlichen Umgang und so eine Hilfsbereitschaft, wie Japan. Vom fancy Hotel bis zum kleinen Laden an der Ecke: Jeder gibt sein Bestes, um dem Gegenüber eine angenehme Interaktion zu bescheren. Das grummelige und schroffe Deutschland war bei der Rückkehr praktisch schockierend. Erst recht, wenn man nach Mittelfranken zurückmuss ...
Regionale Spezialitäten
Noch eine kleine Ergänzung zum Kulinarischen, aber nicht nur dazu: Die einzelnen Regionen und sogar Städte Japans sind stolz auf ihre Besonderheiten. Entsprechend hat man bei jedem Besuch Besonderheiten, die man sich meist an bestimmten Orten holen sollte. Etwa die von europäischen Einflüssen geprägte Küche im Westen Japans - etwa Kakuni in Nagasaki. Fukuoakas bunte Vielfalt an Ramen-Sorten von zig kleinen Ständen. Praktisch alles in Osaka, der Fress-Stadt schlechthin! Kagoshimas Schweinespezialitäten. Die von Frankreich inspirierten Bäckereien Kyōtos! Selbst die kleine Insel Yakushima hatte besondere, süße Sojasoße, die wir bereits in anderen Regionen Japans vermissten!
Bildsprache par excellence
Wer kein Japanisch kann, der wird sich freuen, dass im Grunde alles auch in Bildsprache vermittelt wird. Etwa auf Speisekarten, die zu den meisten Angeboten Fotos haben. Das hatte ich bereits im Flugzeug gemerkt, als ich über den Lärm des Fliegers nicht verstehen musste, was für ein Gericht ich auswählen kann - ich hatte einfach eine ausgedruckte Karte mit Fotos der beiden Gerichte, samt Beschreibung! Selbst beim Ausleihen von Wanderschauen half mir eine Illustration bis ins Detail, worauf ich achten soll - besser als jeder deutsche Schuhladen!
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Zum Reinbeißen - aber Finger weg! Das sind nur Plastik-Repliken für Restaurants. In diesem Shop können sich Leute sie für ihre Gaststätten kaufen.
Restaurants gehen sogar so weit, dass sie ihre Gerichte täuschend echt aus Plastik nachbauen lassen. So muss man nicht einmal eine Karte lesen, sondern kann sich einfach von einem ausgestellten Produkt inspirieren lassen. Die Replik sieht immer frisch aus und wird uns alle vermutlich überleben.