Imperial Glory Quelle: PC Games Die Forschung geht in der ersten Spielstunde mit großen Schritten voran, sodass man bald über ansehnliche Erweiterungsoptionen für seine Ländereien verfügt. Der Bedarf an Wissenschaftspunkten steigert sich danach jedoch rapide. Der Mangel an Hauptstädten verlangsamt dann das Fortkommen. Die gewaltsame Übernahme von mehr als einer benachbarten Länderei mit Hauptstadt ist auf den beiden höheren der drei Schwierigkeitsgraden anfangs kaum möglich; einen anderen Weg, das eigene Forschungspotenzial proportional zum steigenden Bedarf zu vervielfachen, gibt es nicht. Wünschenswert wären mehrere für die Wissenschaft relevante Städte pro Reich gewesen - oder eine Option, Großstädte im Spielverlauf zu errichten.

Komfort beim Tausch

Imperial Glory Quelle: PC Games Mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet das Ressourcenmanagement. Um die horrenden Kosten für Militäreinheiten und neue Gebäude aufbringen zu können - ein einfaches Schiff kostet zum Beispiel den kompletten Goldertrag aus vier Runden -, ist der Handel mit Nachbarstaaten unerlässlich. Zudem verbessern erfolgreiche Tauschgeschäfte die Beziehungen der beteiligten Länder. In einem übersichtlich aufgebauten Untermenü des Diplomatiefensters geben Sie Rohstoffe oder Nahrung für Gold oder kaufen selbst Güter ein. Komfortabel: Eine Anzeige bewertet die Erfolgschancen Ihrer Offerte. Zu knickrige Angebote können die Sympathiewerte übrigens drastisch absacken lassen. Anders gelangen Sie über historische, sehr motivierende Aufgaben an zusätzliche Mittel oder Städteausbauten.

Wenn Sie die "Medizinische Revolution" organisieren, erhalten sämtliche eigenen Territorien kostenlos Krankenhäuser; entdecken Sie den "Stein von Rosetta", verdreifacht sich die Forschungsleistung zwölf Runden lang. Für Letzteres sammeln Sie drei leichte Infanterieregimente und zwei Schiffe und erschließen einen Seeweg nach Alexandria. Durch die Errichtung von Niederlassungen oder Schiffen etablieren Sie Handelsrouten, die pro Runde einen festen Goldbetrag einbringen. Gerade Verbindungen über das Meer werfen hohe Gewinne ab, sind aber anfällig für Blockaden durch feindliche Kriegsschiffe.

Zwischen Brettspiel & Edeloptik

Imperial Glory Quelle: PC Games Wenn hundert Musketiere wild entschlossen auf eine Festung zustürmen und Geschosse um sie herum explodieren und dabei Erde aufwirbeln, lehnt man sich automatisch, ganz General, einen Moment zurück, um die ansehnliche Grafik zu genießen. Geschmeidig animierte Soldaten legen das Gewehr an, schießen und laden nach jeder Salve gut sichtbar. Die an das Brettspiel Risiko erinnernde 2D-Ansicht im Runden-Modus bildet einen krassen Kontrast dazu. Neidisch schielt der Imperial Glory-Spieler auf die animierte, detailreich ausgestaltete Karte von Rome: Total War.

Wertung zu Imperial Glory (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Abwechslungsreiche, motivierende VerwaltungTaktisch interessante Echtzeit-KämpfeAkkurat nachgebildete historische Schlachten
Leichte Balancing-Probleme in der KampagneLangweilige Optik im Runden-Modus

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Hunchback Stille/r Leser/in
        Kleine Korrektur des Artikels: Batavia oder historisch korrekter die batavische Republik war mitnichten Belgien, liebe Redaktion, sondern der Nachfolgestaat der Niederlande zur Zeit der napoleonischen Kriege!
      • Von Hunchback Stille/r Leser/in
        Kleine Korrektur des Artikels: Batavia oder historisch korrekter die batavische Republik war mitnichten Belgien, liebe Redaktion, sondern der Nachfolgestaat der Niederlande zur Zeit der napoleonischen Kriege!
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