Hitzige Diskussion um Hollow Knight: Silksong - Ist der Indie-Megahit viel zu schwer?
Die Diskussionen rund um Hollow Knight: Silksong drehen sich aktuell vor allem um ein Thema: den Schwierigkeitsgrad, der einigen Spielern viel zu hoch ausfällt.
Wir hatten sie bei Elden Ring, wir hatten sie bei Lies of P, bei Shadow of the Erdtree sowieso und nun bestimmen sie auch den Diskurs um Hollow Knight: Silksong: Spiele mit hohem Schwierigkeitsgrad sind ein Garant für hitzige Diskussionen.
Dem einen kann es gar nicht schwer genug sein, während der andere nach dem 20. Boss-Versuch nur noch seine wertvolle Freizeit den Bach runtergehen sieht und sich nach einem einfachen Modus sehnt, den die Spiele, um die es in den entsprechenden Diskussionen geht, aber nur sehr selten anbieten.
Aktueller Stein des Anstoßes ist Hollow Knight: Silksong (jetzt kaufen 49,99 € ), der lange erwartete Nachfolger des auch schon nicht allzu einfachen Metroidvania-Klassikers Hollow Knight. Nachdem wir alle nun ein paar Tage Zeit hatten, uns in das Spiel zu verbeißen, haben sich ein paar Dinge herauskristallisiert: Silksong spielt sich fabelhaft, sieht großartig aus, klingt wunderbar, motiviert bis spät in die Nacht hinein - und es kann ein absolutes Biest sein.
"Hollow Knight war nur das Tutorial": Ist Silksong zu hart?
Das hat verschiedene Gründe: Feinde richten durchschnittlich mehr Schaden pro Treffer an als im Vorgänger (oft zwei Lebenspunkte anstatt einem, wir starten mit fünf), sie halten einiges aus und besitzen umfangreichere Movesets. Umgebungsgefahren wie Lava oder Stacheln wurden teils auch potenter gemacht.
Heldin Hornet startet zusätzlich mit einem diagonalen Schlag nach unten, der das "Pogo-Springen", mit dem wir manche Sprungpassagen überwinden müssen, schwieriger in der Ausführung macht - treffend visualisiert in diesem Post von Redditor Unmakebody (keine Sorge, die Beiträge enthalten keine Spoiler):
Die Währung, mit der wir Checkpoints, Schnellreisepunkte und Karten freikaufen, wird zudem vor allem zu Beginn nur von wenigen Feinden fallengelassen, und selbst wenn wir sämtliche Rastplätze besitzen, dauert es oft lange, nach einem Tod beim Boss wieder zu diesem zurück zu sprinten.
Das Akt-1-Gebiet "Jägermark" bzw. "Hunter's March" ist schon jetzt berüchtigt, weil es viele dieser Herausforderungen in einem einzigen, brutalen Spießroutenlauf vereint - und am rettenden Checkpoint angekommen, wartet dann potenziell noch eine fiese Überraschung, die Redditor Such_Food4915 an den Rand des Wahnsinns gebracht hat:
Wer die entsprechenden Subreddits oder die Steam-Diskussionsforen (Schutzanzug nicht vergessen!) ansteuert, der wird schnell auf hitzige Diskussionen über den Schwierigkeitsgrad von Silksong stoßen. Eine Art Konsens hat sich zwar etabliert, nämlich, dass Hornets Abenteuer deutlich schwerer ausfällt als das ihres Vorgängers, aber die Geister scheiden sich bei der Frage, ob das nun eigentlich gut oder schlecht ist.
So schreibt Reddit-Nutzer mckant etwa, dass seine Frau, die sich jahrelang auf das Spiel gefreut hat, es jetzt abbricht, da sie seit drei Tagen an einem bestimmten Boss festhängt und absolut kein Land sieht.
mckant argumentiert, dass er selbst zwar großen Spaß mit Silksong habe, ihm allerdings bewusst werde, wie "extrem bestrafend" das Metroidvania für weniger versierte Spieler ausfalle. Die hätten Hollow Knight noch genießen können, würden von Silksongs Schwierigkeitsgrad aber nun ausgeschlossen.
Dem gegenüber stehen Posts wie der von radilee21, der nicht findet, dass der Schwierigkeitsgrad schlimm genug sei, um das Spiel zu ruinieren. Spielern, die Probleme haben, stelle Silksong genügend Werkzeuge und alternative Routen zur Verfügung, um sich anzupassen und die Herausforderung zu überwinden.
Das ist nicht falsch: Hunter's March, besagtes fieses Gebiet im ersten Akt, ist beispielsweise komplett optional und kann auf Wunsch auch später mit einem stärkeren Charakter nachgeholt werden.
Eine passende Zusammenfassung der Situation findet sich schließlich im Meme von MrLegendGame, das auch unsere Gefühle beim Spielen sehr gut zum Ausdruck bringt:
Wie geht's euch mit Silksong - zu schwer, zu leicht, genau richtig?
Wir haben eine kleine Umfrage auf YouTube gestartet, bei der wir von euch wissen wollen, wie ihr den Schwierigkeitsgrad von Silksong findet - bisher fällt die Antwort recht eindeutig aus. Klickt auf diesen Link, um daran teilzunehmen und schaut, wie andere geantwortet haben!
Wie geht es euch mit Silksong? Hüpft ihr freudestrahlend durch jede neue Sprungpassage und tänzelt mühelos um die Bosse herum, oder hat das Spiel auch bei euch schon hier und da das Bedürfnis ausgelöst, den Controller Richtung Monitor zu schleudern? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Die Nische ist halt irgendwie zum Mainstream geworden und viele Spieler/Spielerinnen sind mit dieser Nische überfordert. Ist dann halt so, ist einfach nicht deren Genre. Ich bin auch kacke in Rennspielen, verlange ich dann, dass es für mich einfacher gemacht wird? Nö, warum auch, da hab ich keinen Anspruch drauf. Ist vielleicht 'ne Einstellungssache, kein Plan.
Videospiele sind neben dem Entertainment-Aspekt vor allem auch immer noch eine Kunstform. Das sehen heutzutage traurigerweise sicherlich viele nicht mehr so, aber ich gehe dementsprechend auch an diese Werke ran. Ich habe keinen Anspruch darauf, dass diese Werke nach meinen Vorstellungen erstellt werden. Außer es wird explizit so vom Entwickler kommuniziert (Early Access, Community-Beteiligung, etc.).
Und naja, Silksong wird basically verschenkt bei dem Preis. Absoluter Ehrenmove von denen :D
Ich selber spiele PoE2 , nicht intensiv, aber ein paar Stunden pro Woche.
Komme inzwischen recht gut klar mit dem Game.
Auf der anderen Seite hört/liest man, dass das Game zu schwer und zu komplex sei.
Und ich bin 20 Jahre älter als Du ;)
Alter Sack :B
Ich selber spiele PoE2 , nicht intensiv, aber ein paar Stunden pro Woche.
Komme inzwischen recht gut klar mit dem Game.
Auf der anderen Seite hört/liest man, dass das Game zu schwer und zu komplex sei.
Und ich bin 20 Jahre älter als Du ;)
Nicht jede/r muss jedes Spiel (durch-)spielen können. Mir ist natürlich bewusst, dass ich damit wie ein elitärer Gatekeeper klinge. Dann bin ich vielleicht auch einer. Finde zu viele Leute meinen irgendeinen Anspruch darauf zu haben, dass diese Spiele nach ihren Vorlieben kreiert oder angepasst werden. Wahrscheinlich kommt das auch einfach damit, dass sie in den "Mainstream" gelangen. Was mich für die Entwickler unfassbar freut, gleichzeitig verändert es die Community häufig auch zum negativen...
Und zu dem Beispiel mit der Frau im Beitrag: jo, der erste Teil kam vor knapp 8 1/2 Jahren raus (verdammt ey... :ugly:). Vielleicht liegts halt auch einfach ein bisschen am Alter, lol. Ich selber merks ja schon, dass meine Reaktionen, etc. einfach schlechter geworden sind...und ich bin erst 31 :ugly: