Heroes of Might and Magic: Olden Era - Zurück zu HoMM 3

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Heroes of Might and Magic: Olden Era - Zurück zu HoMM 3
Quelle: Ubisoft

Wenn Spieler verklärt an HoMM denken, dann meinen sie in den meisten Fällen Heroes 3. Am Rundenstrategieklassiker orientierte sich Ubisoft extrem bei der Entwicklung von Olden Era. Doch wieso haben sie sich für diese Grafik entschieden?

Nostalgie ist eine starke Waffe. Die sehnsuchtsvolle Zuwendung zu vergangenen Zeiten lässt sich am besten mit dem Gefühl von Heimweh beschreiben. Fans von Heroes of Might and Magic kennen diesen Schmerz nur zu gut. Keiner der offiziellen Nachfolger konnte das Spielgefühl von Heroes 3 jemals erreichen, und das ist inzwischen schon 25 Jahre alt. Ubisoft will mit Heroes of Might and Magic: Olden Era die alten Heroes-Veteranen jetzt in eine neue Heimat führen. Doch die Frage bleibt: Werden sie dort die Liebe finden, die sie suchen? Oder erwartet sie wieder nur Schmerz?

Sprechen wir es direkt an: Was ist das bitte für ein Grafikstil? Comic-Grafik, die an Handy-Spiele erinnert, ist wohl kaum das, was die alten Fans erwartet haben. Quietschbunte Farben, ein inkonsistenter Stil und scharfe Abgrenzungen zum Hintergrund lassen vermuten, dass das Spiel ursprünglich für kleine Bildschirme mit Touch-Eingabe entwickelt wurde. Da fragen wir uns schon, was Ubisoft sich dabei gedacht hat, denn laut unseren Informationen soll Olden Era ausschließlich für den PC erscheinen. Dort startet es zunächst mit sechs verschiedenen Völkern im Early Access. Im Laufe der Zeit sollen weitere Fraktionen dazukommen.

Das ist aber auch schon der größte Unterschied zum "guten alten Heroes", denn der Rest des Spiels richtet sich klar an die Veteranen der Rundenstrategieserie. Zu Beginn wählt ihr eine der Fraktionen, mit der ihr starten möchtet. Die Templer sind klassische Ritter, wie man sie aus unzähligen anderen Teilen der Reihe kennt, mit ihren Soldaten, der Kavallerie und natürlich Engeln. Nekropolis ist ebenfalls altbekannt: Die Untoten nutzen die Macht der Wiederbelebung, um Horden von Skeletten, Zombies und Vampiren über das Schlachtfeld zu schicken. Die Sylvaner stehen nicht für Wein, sondern verkörpern die Kräfte der Natur und der Feen. Das Dungeon-Volk besteht aus Dunkelelfen und Kreaturen, die man normalerweise nur unter der Erde findet. Der Schwarm schickt hingegen insektenartige Wesen ins Feld, die von Dämonen korrumpiert wurden. Ihre Stadt erinnert auf den ersten Blick an das Inferno-Volk aus Heroes 3. Außerdem soll eine weitere Fraktion noch vor Early-Access-Start enthüllt werden.

Ihr baut eure Stadt aus, indem ihr Tag für Tag neue Gebäude errichtet. In denen könnt ihr Einheiten für eure Armee rekrutieren, Ressourcen abbauen, eurem Helden neue Zaubersprüche beibringen und volksspezifische Boni freischalten. Jedes Volk entwickelt dadurch seinen ganz eigenen Spielstil, insbesondere durch die einzigartigen Einheiten, die jede Fraktion mitbringt. Sieben verschiedene Kämpfer pro Volk, die ihr zusätzlich upgraden könnt, sorgen für Abwechslung auf dem Schlachtfeld.

Die Stadt des Schwarms Quelle: Ubisoft Die Stadt des Schwarms erinnert uns an das Inferno-Königreich aus HoMM 3. Und auch hier setzt die Nostalgie voll ein: Nicht nur die Städte folgen dem klassischen Gameplay von Heroes 3, bei den Kämpfen sieht es genauso aus. Ihr führt eure Truppen wieder auf Hexfeld-Karten in die Schlacht. Offensichtlich hat man sich von den gescheiterten 3D-Ausflügen früherer Teile verabschiedet. Einheiten greifen nacheinander an - je nach ihrem Initiative-Wert. Doch in Olden Era hat jede Einheit sowohl passive als auch aktive Fähigkeiten. Während in den Vorgängern nur bestimmte Kämpfer neben ihrem Standardangriff aktive Skills nutzen konnten, steht diese Möglichkeit jetzt allen Truppen offen. Die Fähigkeiten verbrauchen aber Energie, die sich erst im Verlauf der Schlacht ansammelt. Ihr könnt euren Gegner also nicht sofort mit einer Flut von Abilities überwältigen, sondern müsst sie taktisch klug einsetzen.

Neben euren Einheiten steht auch euer Held auf dem Schlachtfeld. Der kann jede Runde angreifen, ohne selbst Attacken fürchten zu müssen. Außerdem verfügt jeder Held über ein Zauberbuch, aus dem er mächtige Magie wirken kann. Die Zaubersprüche erhaltet ihr durch die Weiterentwicklung eures Königreichs oder indem ihr sie auf eurem Abenteuer an verschiedenen Orten lernt. Die Auswahl der Zaubersprüche bringt eine zusätzliche taktische Ebene ins Spiel: Wirkt ihr einen mächtigen Angriff, der allen Gegnern Schaden zufügt, stärkt ihr eure eigenen Einheiten, schwächt bestimmte Widersacher oder schaltet einzelne Monster komplett aus? Die richtige Wahl der Magie kann den Verlauf der gesamten Schlacht entscheiden.

Hexfeld Schlacht Quelle: Ubisoft Zurück in 2D! Hexfeld-Schlachten sind wieder in. Hauptsächlich seid ihr auf der Weltkarte unterwegs, wo ihr neue Gebiete entdeckt und die Welt erkundet. Auf eurem Weg schnappt ihr euch Ressourcen und nehmt Minen ein, die euch regelmäßig mit Nachschub versorgen, damit ihr euer Königreich weiter ausbauen könnt. Durch Kämpfe und Events levelt ihr eure Helden auf, wodurch eure gesamte Armee immer stärker wird. Mit jedem Stufenaufstieg eures Helden wählt ihr aus drei speziellen Fähigkeiten. Jeder dieser Skills hat zusätzlich fünf Sub-Skills, die euch erlauben, euren Helden weiter zu spezialisieren. Diese Fähigkeiten legen die Grundlage für euren Spielstil und beeinflussen eure Strategie im Kampf erheblich.

Außerdem entdeckt ihr auf der Karte und durch Quests immer wieder Artefakte, die ihr eurem Helden anlegen dürft. Ähnlich zu Heroes 5 und 7 sind manche Items zudem in Sets organisiert, so wie in World of Warcraft und Diablo. Je mehr Gegenstände aus einem Set ihr ausrüstet, desto mehr Boni schaltet ihr frei. Auf diese Weise könnt ihr euren Spielstil weiter anpassen und das Gameplay flexibel gestalten. Doch was ist denn jetzt tatsächlich anders in Olden Era? Das erfahrt ihr auf der nächsten Seite!

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JanJenZen Stille/r Leser/in
        Kaufe werde ich es. Die Grafik ist leider maximal unpassend. Der versuch ein Veteranenspiel für junge Menschen zugänglich zu machen durch viel zu bunte Grafik hat schon bei Stormgate nicht geklappt.
      • Von JanJenZen Stille/r Leser/in
        Kaufe werde ich es. Die Grafik ist leider maximal unpassend. Der versuch ein Veteranenspiel für junge Menschen zugänglich zu machen durch viel zu bunte Grafik hat schon bei Stormgate nicht geklappt.
      • Von OField Mitglied
        Zitat von Whizark
        Ich weiß nicht, von was der Autor hier redet. Der Grafikstil ist Hammer und perfekt für so ein Spiel.
        Geschmackssache. Ich finde den Stil furchtbar.
      • Von Whizark Anfänger/in
        Ich weiß nicht, von was der Autor hier redet. Der Grafikstil ist Hammer und perfekt für so ein Spiel. Bei Rundenstrategie braucht es keine Horizon Forbidden West Grafik, da kommt es auf den Suchtfaktor und das Gameplay an. Songs of Conquest hatte auch nur eine Pixelgrafik und war ein super Spiel. Apropo Songs of Conquest: Ich hoffe Ubisoft übernimmt da ein paar weitere Systeme, nicht nur passive und aktive Skills für Einheiten. Ich würde mir da z. B. wünschen, dass es täglich neue Einheiten gibt anstatt nur am Wochenanfang, dafür weniger auf einmal. Und ein Gebäude von wo aus ich Einheiten aus meinem ganzen Königreich rekrutieren kann. Das beschleunigt und verbessert das Spiel ungemein.
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Shut up and take my money.
        Mit einem neuen Homm hatte ich gar nicht mehr gerechnet. Und dann auch noch eines das sich am dritten Teil orientiert, statt den eher merkwürdigen Nachfolgern. Ich finde die Grafik super passend zu Homm.
      Direkt zum Diskussionsende
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