Heroes of Might and Magic: Olden Era - Zurück zu HoMM 3
Wenn Spieler verklärt an HoMM denken, dann meinen sie in den meisten Fällen Heroes 3. Am Rundenstrategieklassiker orientierte sich Ubisoft extrem bei der Entwicklung von Olden Era. Doch wieso haben sie sich für diese Grafik entschieden?
Bisher haben wir den Veteranen von Heroes 3 nicht viel Neues erzählt. Einige Mechaniken wurden zwar verändert, aber der Kern des alten Spielprinzips ist geblieben. Die Entwickler planen jedoch auch, komplett neue Systeme einzuführen. Eins davon betrifft das Erlernen von Zaubern. Der Zufall soll eine geringere Rolle spielen, doch Spieler können trotzdem nicht jeden beliebigen Zauberspruch lernen, den sie möchten. Stattdessen müssen sie aus einer Auswahl von Zaubern wählen, die andere Sprüche ausschließt.
Ein völlig neues System sind die Fraktionsgesetze. Ihr könnt nicht nur eure Helden aufleveln, sondern auch euer gesamtes Königreich auf eine neue Stufe heben, indem ihr spezielle Perks auswählt. Diese Perks hängen jedoch von der Fraktion ab, mit der ihr das Spiel begonnen habt. Das bedeutet, dass eure Startfraktion einen erheblichen Einfluss auf den gesamten Verlauf des Spiels behalten wird - unabhängig davon, welche zusätzlichen Truppen und Burgen ihr im Laufe des Spiels erobert.
Was Olden Era aber in der Community richtig beliebt machen könnte, sind die verschiedenen Spielmodi. Natürlich wird es eine Singleplayerkampagne geben, in der ihr feste Karten spielt. Die Geschichte ist dabei als Prequel angelegt, die noch vor dem allerersten Heroes of Might and Magic stattfindet. Die Story soll nicht-linear aufgebaut sein, wodurch sich abhängig von euren Entscheidungen völlig neue Handlungsstränge auftun können.
Quelle: Ubisoft
Der neue Grafikstil von Olden Era erinnert uns an Handy-Spiele.
Die Entwickler führen allerdings drei weitere Spielmodi ein, die besonders für Multiplayer-Fans interessant sein dürften. Jeder dieser Modi richtet sich an einen anderen Spielertyp und die Spielzeit der Matches variiert erheblich. Rundenstrategiespiele sind bekannt dafür, in Mehrspielermatches lange zu dauern - eine Partie kann schon mal 7 bis 8 Stunden in Anspruch nehmen. Viele Spieler schätzen genau diese Art von tiefgründigem, entspannendem Taktieren. Für sie gibt es das 10-Helden-Template, bei dem eine Zufallskarte basierend auf voreingestellten Werten generiert wird und Spieler sich im klassischen Heroes-Multiplayer stundenlang austoben können.
Das 1-Helden-Template ist im Prinzip dasselbe. Wie der Name schon andeutet, steuert ihr hier nur einen Helden. Das macht das Spiel deutlich schneller und eine Partie kann problemlos in anderthalb Stunden abgeschlossen werden. Allerdings erhöht sich auch das Risiko: Wenn euer einziger Held stirbt, ist das Spiel sofort vorbei und ihr habt verloren.
Der letzte Spielmodus, Arena, läuft dagegen superschnell ab und ist besonders für neue Spieler ein guter Sparringspartner. Statt auf einer normalen Karte zu spielen, zieht ihr hier ähnlich wie in Sammelkartenspielen einen Helden, eine Armee und Artefakte. Dann klickt ihr auf "Start" und tretet mit eurer Auswahl gegen einen anderen Spieler an. Der gesamte Spaß dauert dann höchstens 15 Minuten.
Und natürlich darf ein Karteneditor auch nicht fehlen. Der soll sehr benutzerfreundlich gestaltet sein, sodass auch Spieler ohne Modding-Erfahrung eigene Maps für Olden Era erstellen und mit der gesamten Community teilen können.
Quelle: Ubisoft
Zauber können den Verlauf einer Schlacht grundlegend ändern.
Unsere Gameplay-Eindrücke basieren auf einer voll funktionsfähigen Alpha-Version, die bereits die Grundlagen des Spiels umfasst, einschließlich aller Mechaniken und UIs, dem Karteneditor, dem Arena-Modus und dem Random Map Generator. Zum Early-Access-Start werden dann die Singleplayerkampagne, weitere Fraktionen, zusätzliche Zaubersprüche und ein Template-Editor ergänzt, mit dem ihr eigene Spielvarianten erstellen könnt. Während des Early Access sollen außerdem noch weitere Fraktionen, eine zusätzliche Spielwelt unter der Erde, Mod-Support und ein alternatives System für den Arena-Modus hinzugefügt werden.
Mit der Nostalgie ist es eben so eine Sache. Wir möchten das Spielgefühl der alten Zeiten zurück, aber nicht dasselbe Spiel vorgesetzt bekommen, das wir bereits kennen. Denn das können wir im Fall von Heroes 3 ja schon seit 25 Jahren immer wieder spielen. Die Entwickler von Olden Era bewegen sich auf einem schmalen Grat, zwischen sehnsüchtiger Verklärung und modernem Spieldesign. Wir sind gespannt, wie das neue Heroes bei den Veteranen der Serie ankommen wird. Der neue Grafikstil wird es für sie jedoch nicht einfach machen.

Mit einem neuen Homm hatte ich gar nicht mehr gerechnet. Und dann auch noch eines das sich am dritten Teil orientiert, statt den eher merkwürdigen Nachfolgern. Ich finde die Grafik super passend zu Homm.