Verdammt noch mal, ist Helldivers 2 gut - wenn es mal funktioniert. Test!
Wir haben uns den Third-Person-Shooter Helldivers 2 genau angeschaut und verraten euch in unserer Review, wieso das Sony-Spiel derzeit in aller Munde ist.
Auch die wunderschöne Optik von Helldivers spielt eine wichtige Rolle dabei, dass es nie langweilig wird. Nicht nur sieht Helldivers echt gut aus, durch die ganzen Explosionen, das Feuer, das pure Chaos, das durch die Taktikausrüstung ausgelöst wird, ist Helldivers visuell ein richtiges Spektakel, das selbst einen Michael-Bay-Film langweilig aussehen lässt.
Als würde neben uns etwas explodieren
Das grandiose Sound-Design setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Die Stimmen, der Sound der Waffen, die brachiale Wucht hinter den Explosionen oder das Gewicht der gepanzerten Bugs, die mit ihren vier Beinen auf den Boden stampfen, wird auf fantastische Art und Weise vom meisterhaften Sound-Design vermittelt. Damit stellt Helldivers auch das ein oder andere AAA-Spiel in den Schatten.
Laut Arrowhead schaut zusätzlich noch ein Team an Angestellten den Partien der tapferen Soldaten zu und kann in Dungeons&Dragons-Manier nach eigenem Ermessen ins Spiel eingreifen. Etwa indem sie ein paar demokratiehassende Bugs beschwören oder feindliche Roboter verstärken.
In besonders brenzligen Situationen dürfen sie aber auch den Helldivers unter die Arme greifen und einen Säuretitan von der Karte fegen oder ein paar Debuffs verteilen. Zum Launch des Spiels schalteten die Game-Master die Railgun für alle Helldiver frei, damit sie sich auf den Robo-Planeten so richtig austoben konnten.
Quelle: Sony Interactive Entertainment
Richtige Klassen gibt es in Helldivers nicht, dafür bestimmt die gewählte Ausrüstung den eigenen Spielstil. Jede Rüstung besitzt einen passiven Effekt, etwa eine erhöhte Kapazität für Granaten, und hat obendrauf noch eigene Attribute. Mit einer schweren Panzerung hält man mehr aus als mit leichter Rüstung, ist dafür aber auch deutlich langsamer.
Balancing fast so gut wie im Zirkus
Wirklich definierend für den Spielstil ist neben der Waffenwahl aber vor allem die Taktikausrüstung. Hier stattet man sich etwa mit einem Raketenwerfer und einem Scharfschützengewehr aus, um die Panzerung von Feinden zu durchbrechen und anschließend gezielt auf ihre Schwachstellen zu schießen.
Oder man deckt sich mit verschiedenen Luftangriffen ein und sprengt gegnerische Außenposten mit einer Mischung aus Artilleriefeuer und ein paar abgeworfenen Bomben in die Luft.
Zwar sind einige Taktikausrüstungen wesentlich besser als andere, unter anderem wollen wir nicht mehr ohne die 500KG-Bombe losziehen, aber es ist trotzdem genug Spielraum da, um seinen Helldiver für verschiedene Situationen anzupassen.
Auf panzerbrechende Ausrüstung kann man jedoch kaum verzichten, da das Spiel auf den höheren Schwierigkeitsgraden oft so viele schwer gepanzerte Widersacher auf uns loslässt, dass man ohne Raketenwerfer recht schnell überrannt wird.
Quelle: Sony Interactive Entertainment
Die normalen Waffen verlieren dadurch glücklicherweise aber nicht völlig an Bedeutung, da sie sich unter anderem perfekt dafür eignen, aufgebrochene Stellen in der Panzerung eines Bugs zu befeuern.
Am Balancing sollten die Entwickler aber dennoch ein wenig schrauben. Als Solo-Spieler sind manche Missionen nämlich beinahe unmöglich zu bewältigen, in einer Gruppe hingegen oftmals ein Kinderspiel.
Wenn man alleine mal draufgeht, wird man meist mitten in einer Gegnerhorde wiederbelebt, statt dass der Spawn-Ort von einem Verbündeten gewählt wird. Durch einen noch so kleinen Fehler verliert man oft all seine Leben und die Mission scheitert. Auch ist der Schaden durch Explosionen recht inkonsistent, was einem Solo-Spieler den Tag vermiesen kann.
Helldivers ist zwar auf Koop ausgelegt, wenn die Entwickler aber die Option bieten, auch im Alleingang sein Unwesen auf den Planeten zu treiben, sollte das Balancing hier auch stimmen. Ganz alleine kann man auch keinen befreundeten Helldiver auf die Ungetüme werfen, der die Bestien bei der Landung in den Boden schmettert.

… aber der Umgang mit Helldivers 2 im Test hat mich ziemlich irritiert. Selbst wenn irgendwelche andere Tester gute Wertungen vergeben, dachte ich bislang, mich auf euer Urteil verlassen zu können. Jedoch einerseits von derart vielen Abstürzen zu berichten, dass ihr aufgehört habt, diese zu zählen und dennoch etwas in diesem Zustand eine hohe Wertung + Auszeichnung zu verleihen, widerspricht sich einfach. Welcher Entwickler veröffentlicht noch ein rundum lauffähiges Spiel, wenn gute Ansätze bereits genügen?
Ungeachtet des sicherlich bestehenden Drucks, schnellst möglichst einen Test zu präsentieren, sollten diverse Beispiele aus der Vergangenheit eine Warnung darstellen. Spiele, die erst nach Wochen oder Monaten halbwegs spielbar waren. Wo im Nachhinein Abwertungen vorgenommen werden mussten. Angesichts dessen wäre es ein Zeichen gewesen, auf abschließende Bewertungen und Auszeichnungen vorerst zu verzichten. Es hätte meine Meinung bestärkt, auf eure langjährigen Erfahrungen weiterhin vertrauen zu dürfen.
Diablo 3 war damals auch so ein Fall. Quasi unspielbar in den ersten Wochen, dank legendärer Fehlercodes (37) und Hackerangriffen. Dazu kam ein mehr als fragwürdiges Auktionshaus. Abgewertet wurde da auch nur wenig.
Als eventueller Kunde bekomme ich da einen völlig falschen Weg vermittelt. Ich werde in Zukunft also noch weniger auf "Fachpresse" (guter Witz) - Tests geben, sondern mehr auf die Meinung von Freunden.
(...) der Trend geht eher in die Richtung, dass es bei uns keine Abwertungen gibt, wenn der Fehler bereits behoben wird.
Es wird allerdings auch darauf verwiesen, dass bereits an der Problematik gearbeitet wird, die vor allem an den Servern hängt und nicht am Spiel selbst.
Bitte habt ansonsten alle Verständnis dafür, dass das unsere Position und Begründungen für die Wertungen waren und wir uns bei diesem Test über für diese und jene Zahl entschieden haben. Wir nehmen euer Feedback mit, die Wertungsdiskussion ist aber schon immer schwierig und ist eine Meinungsdebatte, die wir an dieser Stelle nicht führen werden, weil sie zu keinem Ergebnis führt, wie die Vergangenheit gezeigt hat. https://www.pcgames.de/PC...
Diablo 3 war damals auch so ein Fall. Quasi unspielbar in den ersten Wochen, dank legendärer Fehlercodes (37) und Hackerangriffen. Dazu kam ein mehr als fragwürdiges Auktionshaus. Abgewertet wurde da auch nur wenig.
Als eventueller Kunde bekomme ich da einen völlig falschen Weg vermittelt. Ich werde in Zukunft also noch weniger auf "Fachpresse" (guter Witz) - Tests geben, sondern mehr auf die Meinung von Freunden.