Headsets: Streaming und Broadcasting

21
Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Headsets: Streaming und Broadcasting
Quelle: PC Games Hardware

Headsets erlauben es dem Gamer, klanglich in das Spiel einzutauchen und mit anderen Spielern direkt zu kommunizieren. Zudem bekommt man für sein Geld meist einen besseren Klang als mit ähnlich teuren Lautsprechern. In unserem Special erklären wir euch wichtige Dinge rund um Headsets: Die Bauweisen (offen und geschlossen), Anschlussmöglichkeiten, Surroundsound, das Stichwort Impedanz und mehr.

Streaming und Broadcasting

Zur Kommunikation in einem Team beim Spielen oder für einen Sprach/Videoanruf muss ein Mikrofon nicht besonders gut sein. Selbst günstige Mikrofone respektive die Mikrofone von günstigen Headsets sind gut genug, um miteinander zu kommunizieren. Wer aber vorhat, über einen Service wie Twitch sein Gaming zu Streamen und dabei auch Kommentare an die Zuschauer richten will, sollte sich selbst einen Gefallen tun und dafür sorgen, dass die Qualität des Mikrofons ordentlich ist.

Denn ein guter Ton auch bei der Sprachübertragung lässt einen Streamer für die meisten Zuseher deutlich professioneller erscheinen. Umgekehrt können die Streams von jemandem, der an sich sehr gute Streams produziert, einen unnötig laienhaften Anstrich erhalten, wenn die Kommentare des Streamers qualitativ so klingen, als kämen sie (ein wenig übertrieben gesagt) aus einem Walkie-Talkie für Kinder. Dies alles gilt natürlich auch für andere Dinge, bei denen ihr eure Stimme aufnehmen wollt, beispielsweise YouTube-Video oder Podcasts. Ab einem gewissen Anspruch macht es ohnehin Sinn, sich ein separates Mikrofon anzuschaffen. Hier gibt es drei Möglichkeiten, die auch für den Fall gelten, dass ihr ein Mikrofon einfach nur für eine normale Kommunikation verwenden wollt:

  • Ein kleines Mikrofon mit 3,5mm-Stecker, das man am Kabel der Kopfhörer oder auch an der Kleidung anbringen kann und welches an die Soundkarte angeschlossen wird.
  • Ein USB-Mikrofon, das ihr auf den Tisch stellt oder in eine Halterung steckt.
  • Ein Mikrofon, das ihr auf den Tisch stellt oder in eine Halterung steckt und das an die Soundkarte oder an ein so genanntes Audio-Interface (eine professionellere Form der Soundkarte, meist extern für USB) angeschlossen wird.

Gerade in letzterem Falle könnt ihr, wenn ihr ein Audio-Interface mit XLR-Anschluss verwendet, Mikrofone anschließen, die auch für Tonstudios oder Bühnen gedacht sind. Bei solchen Mikrofonen gibt es im Musiker-Fachhandel eine riesige Auswahl.

USB-Mikrofon für Broadcaster für den Schreibtisch: Samson Meteor. Quelle: Samson USB-Mikrofon für Broadcaster für den Schreibtisch: Samson Meteor. Diese müssen auch nicht teuer sein - mit entsprechendem Audio-Interface kommt ihr aber am Ende dann doch selbst beim Griff zu den günstigsten Varianten auf mindestens 60 bis 70 Euro - ohne Kopfhörer. Daher sind USB-Varianten attraktiver, sofern ihr nicht auch noch Musizieren wollt. Für den Einstieg in Sachen Streaming und Broadcasting reicht ein ordentliches Headset in vielen Fällen aber völlig aus, um zuerst ein wenig zu experimentieren. Ein ordentliches Mikrofon kann man auch später noch besorgen. Die bei USB-Headsets oder USB-Mikrofonen zum Teil mitgelieferte Treibersoftware kann es dabei je nach Modellvariante ermöglichen Geräusche wie Beispielsweise das Klicken der Maus und Tastatur oder auch Lüftergeräusche des PCs herauszufiltern und die Stimme klarer hervorstechen zu lassen. Dies ist oftmals auch mit der Treibersoftware einer Soundkarte möglich, wobei dies dann wiederum nur Headsets beziehungsweise Mikrofone betrifft, die auch direkt mit der Soundkarte verbunden werden. Auch Chat-Tools können ein solches Feature bieten. Wie gut dies funktioniert, müsst ihr freilich selber ausprobieren. Denn nicht immer ist das Ergebnis besser als ohne die Filter-Funktionen. Es kann beispielsweise bei Software, die ausschließlich Sprache "durchwinken" will, passieren, dass es etwas abgehackt klingt und einige leise ausgesprochene Wortteile fehlen. Alles in allem werden die Filterfunktionen in Treibern oder auch von alternativ angebotenen Tools aber immer besser und sind im Gegensatz zu früher nicht nur für Profis in Tonstudios verfügbar.

21
  1. Seite 1 Headsets: Anschlussoptionen
  2. Seite 2 Headsets: Kopfhörer oder Headset? Surroundsound
  3. Seite 3 Headsets: Streaming und Broadcasting
  4. Seite 4 Headsets: Preisbereich, offen und geschlossen
    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von McDrake Mitglied
        Meine Meinung: Headset sind wie Schuhe:
        Einmal was gutes (und teures) kaufen, aber vor Ort testen.

        Das war meine Einstellung damals im Verkauf und habe so sehr viele überzeugen können mit Sound- und Tragetests.
        Später kam man dann nur noch zum testen ins Geschäft und bestellte Online beim günstigsten Lieferanten, der das ganze dann ausnutzen konnte :P
      • Von McDrake Mitglied
        Meine Meinung: Headset sind wie Schuhe:
        Einmal was gutes (und teures) kaufen, aber vor Ort testen.

        Das war meine Einstellung damals im Verkauf und habe so sehr viele überzeugen können mit Sound- und Tragetests.
        Später kam man dann nur noch zum testen ins Geschäft und bestellte Online beim günstigsten Lieferanten, der das ganze dann ausnutzen konnte :P
      • Von Gast1661893802 Mitglied
        Zitat von mrvice
        nach dem es beyderdynmic shcon seit 1924 gibt mach ich mir da eher weniger sorgen ^^.
        Da sie wohl auch keine AG und im Famillienbesitz sind dürfte eine Übernahme da auch etwas ganz anders (ausschließlich über die Firmenführung) aussehen, ansonsten würde z.B. ein Turtle Beach die auch locker als Vorspeise "weghapsen".
      • Von mrvice Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von LesterPG
        Ich drück Dir die Daumen das nicht in ein paar Jahren die Firma geschluckt wird und zweifelhafte Entscheidungen die Planung zerstören.

        In den letzten Jahren ist sowas ja "in" das kleine Firmen mit Hammer Finanzmittel von Irgendwo große Firmen fressen, ist vor knapp 2 Jahren unserem Konzern! passiert von einer Investmentbude die nicht einmal 1/10 des Kapitals aufbringen könnte aber irgendwo das "Kleingeld" her hatte. :-|
        nach dem es beyderdynmic shcon seit 1924 gibt mach ich mir da eher weniger sorgen ^^.
      • Von Batze Mitglied
        Zitat von Celerex
        Dein Schreibstil ist irgendwie "jugendlich", also wenn ich das z.B. mit dem Geschreibsel meines Vaters (nur 3 Jahre älter) oder Batze (hoffentlich liest er das nie :-P) vergleiche. Ich weiß zwar nicht, ob das optisch auch zutrifft, aber gut gehalten. :-)
        Zu spät, gelesen. :-D Aber ist doch okey deine Meinung.

        Nebenbei, das MMX 300 v2 gibt es momentan Original bei Beyerdynamic für 232,97€.
      • Von Celerex Mitglied
        Zitat von Snipe2k
        Wie genau ist nun deine Empfehlung? Welches Model benutzt du aktuell?
        Meine Empfehlung ist ganz klar, die Kopfhörer selbst zu testen. Je nach Budget kannst du dir ja diverse Modelle von Beyerdynamic, Sennheiser, AKG, JBL oder B&O bestellen und bei nicht gefallen einfach wieder zurück senden. Die Akustik vieler Kopfhörer ist halt absolute Geschmacksache. Das fängt schon damit an, ob man lieber geschlossene oder offene Kopfhörer haben möchte oder wie wichtig einem der Bass ist. Auch ist es wichtig, dass man sich entweder eine externe Soundkarte mit integriertem Verstärker oder einen reinen Verstärker zulegt, den man an einer internen Soundkarte ansteckt.

        Mein aktuelles Setup ist der Sennheiser HD 700 und das Rode smartLav + Lavalier Mikrofon, angesteckt an einer Asus Xonar U7 MKII. Ich nutze das Setup seit etwa 2 Jahren und meine Ohren sind nach viel Testerei absolut zufrieden.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk