Speicherkrise ignorieren, Aufrüsten ohne RAM-Neukauf: Ideen für euren Gaming-PC
Wir haben wegen der irrsinnig hohen RAM-Preise einige Ideen für euch vorbereitet, wie ihr euren Gaming-PC auch ohne RAM-Neukauf sinnvoll aufrüsten könnt.
In unserem Special geben wir euch Ideen dazu, wie ihr den PC aufrüsten könnt, ohne neues RAM zu kaufen. Der Grund dafür, dass wir euch eine solche Kaufberatung bieten, sind die aktuellen Preise für Arbeitsspeicher. Denn viele haben den Preisanstieg beim RAM sicherlich mitbekommen, andere werden es vielleicht erst bei der Suche nach einem Aufrüstpaket oder dem Zusammenstellen eines neuen PCs bemerkt haben.
Als Gamer mit Weitblick waren noch im Sommer 64GB in Form von zwei 32GB-Riegeln das Mittel der Wahl, und zwar DDR5-RAM mit einem Takt von mindestens 5600 MHz. Dass DDR5-RAM dabei anstand, liegt daran, dass als CPUs für einen zukunftssicheren Gaming-PC vor allem die Ryzen 7000- und 9000er-Prozessoren für den Sockel AMD AM5 sowie die Core Ultra-CPUs für Intels Sockel 1851 infrage kommen, die beide DDR5-RAM benötigen.
Ein solches 64GB-RAM-Kit bestehend aus zwei 32GB-Riegeln DDR5-RAM kostet derzeit mindestens 560 Euro - das ist der günstigste Preis, den wir im PC Games Hardware-Preisvergleich von einem etablierten deutschen Händler für ein lieferbares 64GB-Kit DDR5-RAM mit mindestens 5600 MHz Takt finden konnten. Im Sommer konnte man ein solches RAM-Kit für nur 140 Euro bekommen, wir reden also inzwischen von einer Vervierfachung der Preise seit den Monaten Juli und August! Doch wie könnt ihr euren PC aufrüsten, ohne neuen Arbeitsspeicher kaufen zu müssen? Wir haben einige Ideen für euch parat, wobei wir direkt zu Beginn das Thema CPU-Upgrade angehen. Dabei gibt es mehrere Szenarien, bei denen trotz des Verzichts auf einem RAM-Kauf ein neuer Prozessor in eurem PC landen könnte.
Quelle: Crucial by Micron
RAM ist aktuell und auf absehbare Zeit sehr teuer - für 32GB DDR5-RAM werden 300 Euro statt wie noch im Sommer unter 100 Euro fällig.
CPU aufrüsten ohne RAM-Neukauf
Im schlechtesten Falle habt ihr nur DDR4-RAM sowie eine vergleichsweise starke CPU für den Sockel AMD AM4 oder Intel 1700 wie den Ryzen 7 5700X oder Intel Core i7-12700K oder Intel Core i5-13600K beziehungsweise 14600K. Eine sinnvolle Aufrüstung fällt dann weg. Nur wenn ihr deutlich schwächere CPUs und gleichzeitig schon DDR4-RAM habt, könntet ihr mit dem Kauf eines Ryzen 7 5800X oder Core i5-14600K/14600KF sinnvoll für Spiele aufrüsten. Der Best-Case ist hingegen, dass ihr keine besonders starke CPU habt und gleichzeitig trotzdem bereits 32GB DDR5-RAM besitzt. Zur Not reichen auch 16GB aus. Dieses Szenario kann wiederum für drei Fälle eintreten:
- Ihr habt schon ein Mainboard und einen Prozessor für den Sockel Intel 1851, aber maximal einen Intel Core Ultra 225 oder 225F. In diesem Fall raten wir zum Kauf eines Intel Core Ultra 265K oder 265KF für 270 Euro.
- Ihr habt schon einen AMD-Prozessor für den Sockel AMD AM5, aber nur ein Einsteigermodell der 9000er-Reihe oder eine CPU der 7000er-Serie ohne X3D-Suffix. In diesem Fall könnt ihr durch den Kauf eines neuen Ryzen-Prozessors den PC sinnvoll aufrüsten. Passende Kauftipps folgen noch.
- Für den Sockel 1700 konnte man schon immer durch den Mainboard-Kauf entscheiden, ob man DDR4- oder DDR5-RAM nutzten will. Sofern ihr einen Prozessor für den Sockel Intel 1700 habt und euch beim Mainboard-Kauf für ein DDR5-RAM-Modell entschieden hattet und somit DDR5-RAM besitzt, raten wir zum Umstieg auf den Sockel AMD AM5 oder Intel 1851 mit CPUs ab 250 Euro. Auch hier folgen noch Kauftipps.
Es gibt noch einen vierten Fall, der aber eher unwahrscheinlich ist, nämlich dass ihr bereits DDR5-RAM besitzt, das aber seit Wochen oder Monaten ungenutzt irgendwo rumliegt. Sollte dies auf jemanden unter euch zutreffen, dann könnt ihr entweder wie beim letzten Szenario auf ein neues Mainboard-CPU-Set für den Sockel AM5 oder 1851 setzen oder aber das RAM verkaufen und euch etwas anderes davon kaufen. Auf der nächsten Seite haben wir für euch einige CPUs für die Sockel AM5 und 1851 aufgelistet, deren Kauf sich aktuell lohnt, sowie auch Tipps zur Wahl eines passenden Mainboards.
