Grafikkarten-Preise: Top-Modelle und x70-Grafikkarten

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Grafikkarten-Preise: Top-Modelle und x70-Grafikkarten
Quelle: PC Games Hardware

Viele haben den Eindruck, dass Grafikkarten immer teurer werden - und zwar nicht nur, was die Top-Modelle angeht. In einem Mix aus Analyse und Kolumne blicke ich genauer auf diese Thematik, die mangels starker AMD-Grafikkarten ausschließlich Nvidia betrifft. Bei den Fragen rund um das Preis-Leistungs-Verhältnis spielen die Modellnamen eine wichtige Rolle.

Preise für Top-Modelle und x70-Grafikkarten

Vor allem die ersten RTX 2000er-Modelle sorgten bei vielen Gamern für Staunen - was die Preise angeht. Doch wie teuer waren die Grafikkarten von Nvidia der letzten Jahre bei ihrem jeweiligen Release? Wir schauen uns dafür einmal die Top-Modelle seit der 8000er-Generation an. Zu dieser Grafikkarten-Historie hatten wir im April bereits ein größeres Special veröffentlicht. Dabei geht es um nur um Single-GPU-Modelle, also Grafikkarten mit einer einzelnen GPU. Manche erinnern sich ja vermutlich noch, dass es vor einigen Jahren bei AMD und Nvidia noch Grafikkarten mit Dual-GPU gab, also zwei GPUs, um eine ganz besondere Top-Grafikkarte zu bieten.

Fangen wir mit der GeForce 8800 Ultra an - sie kostete bei Release 700 Euro, was damals (2007) ein enorm hoher Preis für eine Single-GPU-Grafikkarte war. Nur ein Jahr später kam die GeForce 9800 GTX auf den Markt, und zwar für nur 250 Euro. Allerdings war ihre Leistung quasi identisch zur 8800 Ultra, es gab also keinen Fortschritt durch die neue Generation. Erst mit der GeForce GTX 295, die Anfang 2009 erschien, gab es mehr Leistung - und zwar direkt ein Plus von 60 Prozent bei einem Preis von 330 Euro.

Ein SLI-Verbund mit zwei GeForce 8800 Ultra kostete bei Release schlappe 1400 Euro. Quelle: (Bild: Nvidia) Ein SLI-Verbund mit zwei GeForce 8800 Ultra kostete bei Release schlappe 1400 Euro. Die 300er-Generation ließ Nvidia aus, so dass die GTX 480 das nächste Top-Modell war und im Jahr 2010 für 480 Euro fast 70 Prozent Leistung auf die GTX 285 aufschlug. Noch im gleichen Jahr kam die GTX 580 für den gleichen Preis in die Händlerregale und bot 16 Prozent mehr Leistung. Erst im März 2012 folgte dann die GTX 680 für 500 Euro, was mit knapp 30 Prozent mehr Leistung einherging. Die Geforce RTX 780 Ti leistet abermals fast 40 Prozent mehr, kostete zum Release im November 2013 aber auch 650 Euro. Im Sommer 2015 startete die GeForce GTX 980 Ti für 740 Euro und brachte 45 Prozent mehr Leistung als die GeForce GTX 780 Ti. Fast zwei Jahre später kam dann (die 800er-Generation wurde ausgelassen) die GeForce GTX 1080 Ti für 820 Euro mit einem Leistungsplus von 50 Prozent auf den Markt. Den Schlusspunkt setzte die GeForce RTX 2080 Ti für satte 1260 Euro im September 2018 bei vergleichsweise wenig Leistungszuwachs (31 Prozent) - trotz der neuen RTX-Technik ein sehr hoher Preis. Insgesamt sieht man, dass die Preisunterschiede und Leistungszuwächse sehr stark schwanken - es gibt keine einheitliche Regel wie beispielsweise "Das neue Topmodell ist 10 Prozent teurer und bietet 20 Prozent mehr Leistung als der Vorgänger" oder ähnliches.

Doch was ist mit den Grafikkarten, die lange Zeit als "Mittelklasse" oder auch "obere Mittelklasse" empfunden wurden, nämlich den x70-Modellen von Nvidia? Mit der GTX 470 fangen wir an. Sie kostete bei Release 350 Euro. Den gleichen Preis verlangte Nvidia für die GTX 570. Bei der GTX 660 und 770 waren es jeweils etwa 400 Euro. Die GTX 970 kostete hingegen nur 330 Euro. Mit der GTX 1070 gab es einen Sprung auf 500 Euro, die RTX 2070 kostete 520 Euro. Doch was nutzen die Preisangaben, wenn man den Leistungszuwachs nicht kennt? Die folgende Tabelle klärt auf, wobei sich Aufpreis und Leistungsplus stets auf den jeweiligen Vorgänger beziehen:

Modell Release-Preis Aufpreis (Prozent) Leistungsplus
GeForce GTX 470 350 Euro entfällt entfällt
GeForce GTX 570 350 Euro keiner 35 Prozent
GeForce GTX 670 400 Euro 50 Euro (14 Prozent) 47 Prozent
GeForce GTX 770 400 Euro keiner 18 Prozent
GeForce GTX 970 330 Euro minus 70 Euro 34 Prozent
GeForce GTX 1070 500 Euro 270 Euro (51 Prozent) 47 Prozent
GeForce RTX 2070 520 Euro 20 Euro (4 Prozent) 35 Prozent

Wie man sieht, sind die beiden letzten x70-Modelle (und zwar auch dann, wenn man die Inflation einrechnet) merkbar teurer als die Modelle vor der 1000er-Generation. Es gibt allerdings auch ein starkes Leistungsplus.

Die Nvidia GeForce GTX 970 war in Sachen Preis-Leistung an sich schlechter als die GTX 1070 - obwohl ihr Releasepreis 170 Euro günstiger war. Quelle: Zotac Die Nvidia GeForce GTX 970 war in Sachen Preis-Leistung an sich schlechter als die GTX 1070 - obwohl ihr Releasepreis 170 Euro günstiger war. Dies gab es aber auch bei der GeForce GTX 670, die ein Jahr nach der GTX 570 erschien und mit nur geringem Aufpreis fast 50 Prozent schneller war. Was man aber bei einer solchen Betrachtung nie vergessen darf ist die Preisentwicklung. Der Releasepreis der GTX 1070 war beispielsweise viel höher als der einer GTX 970 - dafür ist die GeForce GTX 1070 sogar schneller als die GeForce GTX 980 Ti, die bei Release der GeForce GTX 1070 immer noch über 600 Euro kostete, und auch deutlich mehr als 30 Prozent schneller als GeForce GTX 980, die zu dem Zeitpunkt 450 bis 550 Euro kostete. Insofern hatte die GeForce GTX 1070 schon bei ihrem Release ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis - vom Namen her hatten aber viele Gamer einen anderen Preis erwartet. Wir hatten daher damals in unserem Test-Analyse-Special die GeForce GTX 1070 auch als "wahre GTX 1080" bezeichnet. Die Modellnamen sind ohnehin ein Streitpunkt - dies ist ein Kernthema der abschließenden dritten Seite meines Analyse-Kolumne-Mix.

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  1. Seite 1 Grafikkarten-Preise: Top-Karten oft überteuert
  2. Seite 2 Grafikkarten-Preise: Top-Modelle und x70-Grafikkarten
  3. Seite 3 Grafikkarten-Preise:Modellnamen und Meinung
    • Kommentare (26)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Chroom Mitglied
        Ja wenn es nur die GK wäre. Werde nächstes Jahr mein Komplettes System inklusive GK tauschen. Hab mit einer 3080ti so ca. 2000-2300€ im Kopf. Und dann wäre da ja auch noch der neue OLED mit Gsync und 120 Hz. Aber der muss dann ca. noch ein Jahr warten da ich leider keinen Geldscheißer habe :P
      • Von Chroom Mitglied
        Ja wenn es nur die GK wäre. Werde nächstes Jahr mein Komplettes System inklusive GK tauschen. Hab mit einer 3080ti so ca. 2000-2300€ im Kopf. Und dann wäre da ja auch noch der neue OLED mit Gsync und 120 Hz. Aber der muss dann ca. noch ein Jahr warten da ich leider keinen Geldscheißer habe :P
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Es wird auch in Zukunft Programme/Spiele geben die die Hardware ausreizen. Der FS 2020 z.B. vertilgt Hardware zum Frühstück. Für 4K braucht man für ordentliche FPS vermutlich dann schon eine 3070/80 ti/Super.
        Für ordentliche FPS und höchste Details, klar. Nur muss da zwei Dinge beachten:

        1) jeder Entwickler kann, wenn er will, seinem Spiel einen Detail-Modus verpassen, der selbst in Full-HD alle aktuelle Hardware in die Knie zwingt. Eine Grafik wie beim Ultra-Modus von Red Dead Redemption 2 hätte man z.B. auch vor 6-7 Jahren schon in einem ähnlichen Open Wordl-Spiel anbieten können - nur wäre das Game dann mit keiner damals aktuellen Hardware mit mehr als 15 FPS gelaufen ;) Das ist ja eben das, was eine der Hauptarbeiten der Entwickler ist: eine gute Grafik, die auf aktueller Hardware aber auch noch läuft. Ansonsten würde man schon seit 1980 für Games nur Raytracing verwenden.... :ugly:

        2) Wegen der Vielafalt bei den Auflösungen (Full-HD, WQHD und 4K) ändert sich vieles. Früher bzw. etliche Jahre lang hat man nur für Full-HD produziert. Die maximale Detailstufe bei "Grafik-Blockbustern" konnte die jeweils aktuelle Oberklasse-Hardware in Full-HD gerade noch mit 40-60 FPS stemmen. Jetzt aber geht es bis 4K (teils 8K). Wenn die Entwickler beim Ultra-Modu dann eine Grafik anbieten würden, die eine zB RTX 3080 in 4K noch immer mit 50 FPS schafft, dann würde das ja für Full-HD bedeuten, dass man 150 FPS hat - mit anderen Worten: da wäre VIEL mehr bei den Details drin gewesen, als Full-HD- und auch als WQHD-Nutzer wäre man zurecht enttäuscht. Wenn die Entwickler die Grafik wiederum so gestalten, dass sie in Full-HD mit einer zB RTX 2070 Super auf "Ultra" mit 60 FPS läuft, dann schafft die 2070 Super in 4K nur noch 20 FPS. Das ist, wenn man so will, ein Dilemma, das man nicht beseitigen kann, außer 4K wird irgendwann mal ganz klar der dominierende Standard für PC-Gaming.
      • Von MichaelG Mitglied
        Es wird auch in Zukunft Programme/Spiele geben die die Hardware ausreizen. Der FS 2020 z.B. vertilgt Hardware zum Frühstück. Für 4K braucht man für ordentliche FPS vermutlich dann schon eine 3070/80 ti/Super.
      • Von Gast1692738601 Mitglied
        mein Senf zu dem Thema:
        Im Gegensatz zu früher gibts halt heute ein weiteres Spektrum an Möglichkeiten seine Spiel Erlebnisse bis aufs äüßerste auszureizen. Riesige, breite Sichtgeräte, WQHD oder 4k und hohe Bildwiederholungen. Diese Bereiche gabs bis vor ein paar Jahren noch nicht so stark. Jetzt kommt auch noch Skalierung und Super Spiegelungen in Echtzeit dazu.

        Meine Meinung: FullHD mit min 90 dpi, 60+ Frames, ohne Skalierung bis 4k und das letzten bisschen Spiegelung und Schatten Effekte und du kannst glücklich und zufrieden und flüssig in höchsten Stufen gamen. Das ist sozusagen solide Oberklassen. Wie früher eben die Flaggschiffe geboten haben. Alles andere ist doch Luxus und kostet wie in allen anderen Branchen halt unverhältnismäßig mehr Geld.

        Die 3070 wird um die 500 EUR kosten. Mit der Karte kann man im genannten soliden Oberbereich alles an Spielen in vollen Monturen zocken, das auf dem Markt ist und kommen wird. Alles darüber ist mMn die sogenannte Luxus Klasse und nicht wirklich notwendig.
      • Von OldMCJimBob Mitglied
        Zitat von Basileukum
        Ja, generell frägt man sich, warum der sogenannte Westen eine Technik entwickelt und dann die Produktion in die Hand weniger asiatischer Firmen vergibt... Kostengründe waren es sicher nicht, d
        Es liegt natürlich daran, dass Asiaten durchschnittlich kleiner sind, ergo auch kleine Gliedmaßen haben. Dass sich die Fertigung so filigraner Produkte wie Computerchips mit kleineren Händen besser macht ist ja offensichtlich. Kostengründe spielen da aaabsolut keine Rolle. :-B
      Direkt zum Diskussionsende
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