Haptische Westen: Hype oder das nächste große Ding, das niemand braucht?

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Special Antonia Dreßler - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Haptische Westen: Hype oder das nächste große Ding, das niemand braucht?
Quelle: PC Games

Endlich neue Hardware für Gamer, die nicht in den PC gesteckt, sondern am Körper angelegt wird. Innovative Ideen im Gaming sind immer gut, aber auch immer praktikabel?

Was darf in einem Videospiel nicht fehlen? Eine Frage, auf die es viele Antworten gibt - Immersion wird aber bei den meisten Spielern weit oben auf der Liste von unverzichtbaren Features stehen. So auch bei mir, weshalb ich trotz wenig Platz in der Wohnung schon immer auf Gamer-Schnickschnack stand. Von der Wii über Xbox Kinect bis hin zu Playstation VR findet man alle möglichen Gadgets in meinem Wohnzimmer. Es ist also nicht sonderlich verwunderlich, dass ich sofort die Hand gehoben habe, als es darum ging, auf der Gamescom eine Weste auszuprobieren, die haptisches Feedback beim Spielen liefert.

Gut, so richtig war mir nicht bewusst, was das eigentlich heißen soll. Als ich die Anweisung am Stand von Owo bekam, mich meiner Kleidung obenrum komplett zu entledigen, damit die Elektroden direkt auf meiner Haut sitzen, dämmerte es aber langsam. Die Weste verpasst mir Elektroschocks, die dann eine Kontraktion meiner Muskeln auslöst. Klingt zwar spannend, aber irgendwie nicht nach einer erstrebenswerten Erfahrung - das Ergebnis kann sich aber sehen, oder vielmehr fühlen lassen!

Mock-Up-Shot des haptischen Systems Quelle: OWO

Das ist nur 'ne Fleischwunde

Nach einigen Tests, in denen ich bestimmen musste, ab wann ich die Impulse spüre und ab wann sie mir zu viel werden, kam ich in den Genuss von Boxschlägen, Nadelstichen, Körperschüssen und Dolchstoßen. Ein interessantes Erlebnis, das mich auf eine morbide Art sehr begeistert hat. Wenn die Muskeln vorn und hinten nach einander anschlagen, weil die Weste einen Kugeldurchschuss simuliert, ist das zumindest ein Gefühl, dass man (hoffentlich) noch nie erlebt hat.

Aber interessanter ist natürlich, wie sich das Ganze dann im Spiel anfühlt. Also ab unter die VR-Brille und ran an die Feinde. Beim Schießen mit der Pistole merkte ich jedes Mal einen deutlichen, aber nicht unangenehmen Rückstoß im Arm. Treffer am Körper nahm ich gar nicht so aktiv wahr, was bei voller Action und Rumgehüpfe meinerseits aber auch nicht mehr so aktiv in meinem Kopf ankam. Der Wunsch, nicht getroffen zu werden, war aber trotzdem sehr präsent in meinem Kopf und tatsächlich bin ich sehr viel tiefer in das Erlebnis eingetaucht, als ich es bisher mit reinen VR-Spielen erlebt habe.

Bildergalerie

Übrigens reicht die Intensität von null bis hoch zur Nummer 80 - vor Ort stoppten die meisten zwischen 14 und 20, bevor es ihnen zu viel wurde. Mit ganz viel Zähne zusammenbeißen habe ich es auf den Wert 28 geschafft. Die höheren Bereiche sind im Zweifel den Soulslike-Spielern vorbehalten, die auf schlimmere Schmerzen stehen.

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Neawoulf Mitglied
        Yep, gute Artikel gibt es noch und über solche Berichte wie hier bin ich auch immer wieder froh. Gerade auch, weil es hier eher um Nischen-Hardware geht.

        Und evtl. gibt es sowas in einigen Jahren ja auch kleiner um kompakter (und schwächer), so dass man kein komplettes Kleidungsstück dafür braucht, sondern einfach eine Art Gurt, den man sich umschnallt und an verschiedenen Punkten befestigt und der generell unkomplizierter zu handhaben ist.

        Schmerzen möchte ich beim Zocken definitiv keine haben, aber ich könnte mir sowas in stark abgeschwächter Form z. B. als Handschuhe vorstellen, damit man Gegenstände in der virtuellen Welt auch tatsächlich fühlen kann, wenn man sie berührt.
      • Von Neawoulf Mitglied
        Yep, gute Artikel gibt es noch und über solche Berichte wie hier bin ich auch immer wieder froh. Gerade auch, weil es hier eher um Nischen-Hardware geht.

        Und evtl. gibt es sowas in einigen Jahren ja auch kleiner um kompakter (und schwächer), so dass man kein komplettes Kleidungsstück dafür braucht, sondern einfach eine Art Gurt, den man sich umschnallt und an verschiedenen Punkten befestigt und der generell unkomplizierter zu handhaben ist.

        Schmerzen möchte ich beim Zocken definitiv keine haben, aber ich könnte mir sowas in stark abgeschwächter Form z. B. als Handschuhe vorstellen, damit man Gegenstände in der virtuellen Welt auch tatsächlich fühlen kann, wenn man sie berührt.
      • Von Nico69l1 Gelegenheitsspieler/in
        hui, tatsächlich echter journalismus hier auf pcg!!!
        danke für den interessanten bericht. klingt nice und ich hoffe für das unternehmen, dass es seinen recht kleinen markt spitz und erfolgreich erreichen wird. ist nämlich schon ein cooles ding, so 'n ding...
      • Von Falconer75 Mitglied
        Schönes kleines Special. Bestimmt eine interessante Erfahrung, aber viel zu umständlich in der Handhabe. Weit weg von der Chance, größeren Markterfolg zu erzielen.
      • Von Kanal4000 Anwärter/in
        Find ich mega. "Ready Player One" lässt grüßen! Das ist ein erster Schritt und viele werden noch folgen...
      • Von mannefix Anfänger/in
        Wäre geil für PSVR 2. 300 Tacken ok und ohne wechselbare pads. zu kompliziert.
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