Grafikkarten: Die aktuelle Preis-Situation

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Grafikkarten: Die aktuelle Preis-Situation
Quelle: MSI

Die Grafikkartenpreise sind seit dem Herbst 2020 stark angestiegen. Zwar geht die Kurve nicht mehr steil bergauf - manche Grafikkarten-Serien steigen weiterhin im Preis an. Wir schildern die Situation sowie mögliche Ursachen wie Produktionsprobleme und Mining. Außerdem werfen wir einen Blick in die Zukunft, denn es naht ein kleiner Lichtblick.

Aktuelle Situation bei Grafikkarten

In den letzten Monaten hatten wir immer wieder, auch im Zusammenhang mit Kaufberatungen zu PCs oder Analysen neu veröffentlichter Grafikkarten, die Situation auf dem Grafikkarten-Markt unter die Lupe genommen wie auch in unserem Gaming-PC-Special vom 8. Mai. Im April hatten wir auch einen Blick auf den Gebrauchtmarkt für euch erstellt. Eine Entspannung ist aber nicht in Sicht, obgleich (dazu später mehr) es in der Zukunft Grafikarten geben wird, die hardwareseitig ihre Leistung bremsen, was die Eignung für Mining betrifft.

Da einige Grafikkarten-Reihen gar nicht mehr hergestellt werden, ist die Liste mit den von uns analysierten Boliden im Vergleich zu den Analysen von vor einigen Monaten ein wenig geschrumpft.

Wir haben alle aktuell als Neuware erhältlichen Grafikkartenserien erfasst und bei Preisvergleich-Websites wie dem PC Games Hardware-Preisvergleich das jeweils derzeit günstigste Modell als Maßstab genommen. Das Modell muss ab Lager oder zumindest kurzfristig lieferbar sein - Angebote, die preislich attraktiv erscheinen, aber keine klare Lieferzeit haben, fallen aus unserer Betrachtung heraus. Als Vergleich haben wir die Preise vom April und Anfang Mai dieses Jahres sowie auch vom Oktober 2020, als die Hardware-Welt noch halbwegs in Ordnung war - zumindest die Grafikkarten bis hin zu einer Leistungsklasse der AMD Radeon RX 5700 XT oder GeForce RTX 2060 Super waren bis September und in den Oktober hinein bei ihren Preisen sogar eher auf einem absteigenden Ast. Doch damals fing es mit den Preissteigerungen an, auch da die neuen Grafikkartenserien wie die GeForce RTX 3070 direkt zum Release vergriffen waren. Bei den neuen Modellserien, die erst ab September auf den Markt kamen, haben wir nicht den Oktober-Preis, sondern den Releasepreis als Maßstab verwendet. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung:

GPU-Hersteller Grafikkarten-Serie Okt 20 Apr 21 Anfang Mai 21 Ende Mai 21 Steigerung
Nvidia GTX 1050 Ti 120 Euro 200 Euro 200 Euro 200 Euro 67%
Nvidia GXT 1650 154 Euro 290 Euro 300 Euro 280 Euro 81%
Nvidia GTX 1650 Super 149 Euro 390 Euro 400 Euro 450 Euro 200%
Nvidia GTX 1660 215 Euro 480 Euro 460 Euro 500 Euro 133%
Nvidia GTX 1660 Super 243 Euro 480 Euro 530 Euro 580 Euro 137%
AMD RX 5600 XT 279 Euro 845 Euro n.e. n.e. n.e
Nvidia RTX 2060 320 Euro 550 Euro 550 Euro 500 Euro 56%
AMD RX 5700 XT 407 Euro n.e. n.e. n.e. n.e
Nvidia RTX 3060 329 Euro 750 Euro 750 Euro 720 Euro 118%
Nvidia RTX 3060 Ti 399 Euro n.e. n.e. n.e. n.e
AMD RX 6700 XT 479 Euro 870 Euro 900 Euro 940 Euro 96%
Nvidia RTX 3070 499 Euro 1300 Euro 1300 Euro 1380 Euro 176%
AMD RX 6800 579 Euro 1150 Euro 1300 Euro 1300 Euro 124%
Nvidia RTX 3080 699 Euro 2000 Euro 2200 Euro 2180 Euro 211%
AMD RX 6800 XT 649 Euro 1300 Euro 1500 Euro 1745 Euro 168%

Drei Modellreihen sind uns schon seit einigen Monaten nicht mehr als lieferbar aufgefallen - dort seht ihr dann ein "n.e." als Hinweis für "nicht erhältlich". Im absoluten Einsteigerbereich hat sich nicht viel getan. Die GTX 1660 und 1660 Super ist in letzter Zeit nochmal teurer geworden - dafür ist die von manchen Firmen wieder neu aufgelegte GeForce RTX 2060 vergleichsweise günstig, obgleich sie 50 Prozent teurer als im Oktober ist. Bei den neuen Nvidia RTX 3000- und AMD RX-6000er-Modellen sieht es aber viel kritischer aus, und bis auf die RTX 3060 sind alle der neuen Modelle noch teurer geworden. Die folgende Grafik verdeutlicht den Preisanstieg:
Die Grafikkarten-Preisentwicklung Oktober 20 bis Mai 21. Quelle: Antonio Funes Die Grafikkarten-Preisentwicklung Oktober 20 bis Mai 21.

Kauftipp: Nvidia GeForce RTX 2060

Unser aktueller Tipp für alle die, die derzeit keine Grafikkarte haben oder nur ein Modell besitzen, das moderne Games nicht mehr in Full-HD mit ausreichend vielen FPS versorgen kann, ist die Nvidia GeForce RTX 2060. Sie ist zwar mit ihrem Preis ab 500 Euro teurer als im Jahr 2020, aber sie reicht auch für hohe Details von modernen Games in Full-HD problemlos aus. Die GeForce RTX 3060 ist 250 Euro teurer, kostet also 50 Prozent mehr, leistet dafür aber auch nur 25 Prozent mehr als die RTX 2060. Die noch stärkeren Grafikkarten sind gar mindestens fast doppelt so teuer im Vergleich zur RTX 2060. Die nächst schwächeren Grafikkarten wiederum sind mindestens 30 bis 40 Prozent langsamer und kaum günstiger (GTX 1660, GTX 1660 Super und GTX 1660 Ti). Merkbar weniger kostet erst die GTX 1650 mit ihren Preisen ab 280 Euro - sie ist aber nur etwa halb so schnell wie die RTX 2060. Doch wie sieht es mit neuen Grafikkarten aus? Dies klären wir auf der letzten Seite.

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  1. Seite 1 Grafikkarten: Mangel und seine Ursachen
  2. Seite 2 Grafikkarten: Ein Musk-E-Tier gegen Mining
  3. Seite 3 Grafikkarten: Die aktuelle Preis-Situation
  4. Seite 4 Grafikkarten: Abhilfe durch neue Grafikkarten?
    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von GaryTh3Goat NPC
        Zitat von Herbboy
        Also, das wäre dann, wenn man einen Zeitrahmen erwischt hat, als die 6700 XT für 900 Euro zu haben war, ein plausibler Preis. Aber trotzdem ein sehr guter Preis. Das ist aber 1578€ mit MWSt, oder ohne?
        Yup komplett mit mwst
      • Von GaryTh3Goat NPC
        Zitat von Herbboy
        Also, das wäre dann, wenn man einen Zeitrahmen erwischt hat, als die 6700 XT für 900 Euro zu haben war, ein plausibler Preis. Aber trotzdem ein sehr guter Preis. Das ist aber 1578€ mit MWSt, oder ohne?
        Yup komplett mit mwst
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von GaryTh3Goat
        Hab mir alle Teile nochmal genauer durchgerechnet und es ist so ziemlich genau uvp, hab den Rechner bei CSL bestellt, hatten die im Angebot um 1399,wobei ich die Case getauscht habe und 2x16gb RAM statt 2x8gb RAM genommen habe. Kostenpunkt war 1578 Euro.
        Ryzen 5 5600x
        Asus Radeon RX 6700xt TUF-RX6700XT-O12G-GAMING
        32 GB DDR4-RAM, Dual Channel (2x 16 GB), 3200 MHz, Kingston HyperX Predator
        ASUS TUF B450-PLUS GAMING II motherboard
        Bequiet 601 case (kein Fenster)
        500gb M2 pcle ssd Kingston NV1
        600 Watt BoostBoxx
        Also, das wäre dann, wenn man einen Zeitrahmen erwischt hat, als die 6700 XT für 900 Euro zu haben war, ein plausibler Preis. Aber trotzdem ein sehr guter Preis. Das ist aber 1578€ mit MWSt, oder ohne?
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von 1xok
        Na ja, ohne Kryptowährungen hätten wir (noch) mehr Spekulation in anderen Bereichen. Und es ist doch gut, wenn die Spekulanten mit Dingen spekulieren, die keinen volkswirtschaftlichen nutzen haben. So machen sie zumindest nicht die Preise für Ackerland kaputt oder treiben die Mieten in schwindelerregende Höhen.

        Glaubst Du das jetzt ernsthaft? ^^ DIE, die in Kryptowährung "spekulieren", sind nur die, die ein extremes High-Risk eingehen. Das ist nur ein kleiner Teil der Spekulanten. So was wie Ackerland, Immobilien usw. ist ein VIEL viel viel, also um es mal so zu sagen: VIEL größerer Markt, weil du da eine sehr hohe Sicherheit hast, dass die Investitionen nicht stark an Wert verlieren. Vor Bitcoins kommen zuerst noch ganz andere "nicht greifbare" Spekulationsobjekte wie Geld (Devisen), Rechte am Besitz von Edelmetallen usw. und natürlich Aktien.

        Nur mal nachgerechnet: es existieren derzeit Bitcoins im Wert von 570 Milliarden Euro. 2018 wurden allein in Deutschland für 280 Mrd Euro Immobilien verkauft => https://www.manager-magaz... das ist nur EIN Investmentbereich in EINEM Land der Erde und schon fast 50% dessen, was ALLE Bitcoins wert sind. Natürlich sind nicht alle Immobilienumsätze auch "Spekulationen", aber das gilt auch für die Käufe von Bitcoins, für den Wert der Bitcoins erst recht.

        Also, dass es bei einer Abschaffung von Kryptowährungen ein Problem für zB Ackerland aufkommen würde, nur weil vermeintlich irrsinnig hohe Mengen als Spekulationsgeld eine neue Heimat sucht: da müsstest du einsehen, dass das Quatsch ist, weil der Wert der Währungen in der Summe im Vergleich zum Rest, den man auf dem Finanzmarkt machen kann, ein Witz ist.
      • Von Strauchritter Hobby-Spieler/in
        Vor 1,5 Wochen auch für einen Bekannten nen Rechner mit Ryzen 5 5600X und ner 6700er für aktuell schmalen Taler bestellt, was dann dieses Jahr schon der dritte Rechner war^^ Fühle mich von der Thematik also wenig tangiert xD :B
      • Von MichaelG Mitglied
        Das Problem ist tatsächlich nicht eine nicht vorhandene Energie sondern die vorhandene Energie entsprechend zu kategorisieren und die sinnvoll nutzbar zu machen ohne dadurch Spätfolgen auszulösen. Da sitzt der Haken.

        Das bedeutet aber auch, an essentiellen Stellen (Pflanzen z.B.) selbst wenn es möglich wäre diese Energie nicht für seine Zwecke "abzuleiten" sondern an den Stellen wo bislang ungenutzte, große, freie Energiereserven lauern.

        Und auch da muß man sicher sein, daß man in laufende Systeme nicht eingreift. Z.B. wenn man die Energie aus dem Erdkern (Wärme) für seine Zwecke abzieht und das in zu starkem Maße geschieht hat das eventuell unabsehbare Folgen. Ähnlich wie dem Prinzip des Frackings von Ölreserven.

        Beispiel: Theoretisch könnte der aktuelle Strombedarf auf der gesamten! Welt gedeckt werden, wenn man sich auf der Welt einig wäre und zusammenschalten würde und nur rund 5% der Fläche der Sahara mit Solarkollektoren der aktuellen Generation bestücken würde. Das Problem ist danach "nur" die Speicherung und der möglichst verlustfreie/-arme Transport der Energie zu den jeweiligen Verbrauchsstellen. Das ist derzeit noch das größte Problem.

        Da bräuchte man die Umwelt nicht mehr mit Windräderparks zuzupflastern, man bräuchte keine Atomkraftwerke etc. pp. Wenn man diese Probleme lösen könnte wäre das Thema schon mal vom Tisch und der Strom wäre zu 95 % "grün".

        Energie geht im Prinzip eigentlich auch nie verloren. Sie wandelt sich nur permanent um. Beispielsweise Bewegung in Reibung usw.

        Hier wäre es sinnvoll Ansätze zu finden, "verbrauchte" Energie dort wo es möglich ist wieder einzufangen und die umgewandelte Form in wieder nutzbare Energie unzuwandeln. Und darin liegt aktuell das größte Problem einer Umsetzbarkeit.
      Direkt zum Diskussionsende
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