PC Aufrüsten: RAM und weitere Komponenten
Für moderne Games ist irgendwann ein neuer PC fällig - oder eine Aufrüstung des derzeitigen PCs. Genau um diese Variante geht es in unserem Special. Wir beantworten die Frage, was und warum man aufrüsten sollte. Zudem beschreiben wir eine Aufrüstung in Sachen Grafikkarte, CPU, Mainboard und RAM etwas genauer und gehen auch noch auf das Aufrüsten weiterer Komponenten ein.
RAM erweitern
Manchmal ist die CPU noch stark genug, so dass ein Grafikkarten-Update für die neusten Games ausreicht - wenn denn der Arbeitsspeicher üppig genug wäre. Für einen modernen PC empfehlen wir 16GB RAM. Wenn ihr also einen alten PC mit einer Grafikkarte aufrüstet, dessen CPU noch stark und aktuell genug ist, aber der nur 8GB oder gar noch weniger RAM bietet, solltet ihr auf 16GB aufrüsten. Gleiches gilt für den Fall, dass sowohl CPU und Grafikkarte bereits stark genug sind, aber die RAM-Menge eben nur bei oder unter 8GB liegt.
In diesem Artikel
Ein PC mit einer passenden CPU wird definitiv mindestens mit DDR3-RAM laufen. Neuere PCs nutzen DDR4-RAM. Optimal ist es in beiden Fällen, zwei oder vier Riegel zu verwenden.
Quelle: Ballistixgaming
Ein Dual-Kit der beliebten Crucial Ballistix-RAN-Serie
Je nach dem, wie die Situation aussieht, kauft ihr also zum Beispiel einen einzelnen 8GB-Riegel dazu, oder zwei zu je 4GB, oder ihr schmeißt die alten Riegel ganz raus und setzt auf zwei neue 8GB-Riegel. Wer genug Budget hat oder ambitioniert in Sachen Video- und Fotobearbeitung ist, kann auch direkt auf 32GB setzen. Bei den genauen Taktwerten könnt ihr euch am bisherigen RAM orientieren oder - wenn ihr das alte RAM komplett ersetzt - am maximal vom Mainboard unterstützen Takt, wobei man es aber nicht übertreiben sollte, da der Vorteil von höheren Taktwerten relativ gesehen nicht sehr groß ist. Der Wechsel des RAMs ist einfach: Am RAM-Slot sind (je nach Mainboard) ein oder zwei kleine Hebel, die das RAM im Slot halten. Richtet diese auf, um den Riegel zu entnehmen. Den neuen Riegel drückt ihr in den Slot, bis der oder die Hebel einrasten. Wichtig: Der RAM-Riegel hat Kerben, im Slot sind wiederum dazu passende Stege. Somit kann man RAM unmöglich falschherum einbauen - achtet aber trotzdem vor dem Einbau auf die Einbaurichtung. Wenn es nicht um einen Wechsel, sondern nur eine Erweiterung geht, dann denkt daran, vor dem Eindrücken des Riegels den oder die Hebel zu de-arretieren.
Weitere Komponenten aufrüsten
Natürlich bietet es sich an, wenn man ohnehin schon in den PC eingreift, weitere Dinge zu modernisieren.
Quelle: Samsung
Eine Samsung Evo 970-M.2-SSD lies mit mehr als 3000 MB/s.
Manchmal ist dies sogar nötig, zum Beispiel wenn das alte Netzteil nicht mehr gut genug ist oder das Gehäuse nicht groß genug für die Grafikkarte oder ein Wunsch-Mainboard ist. Ein CPU-Wechsel wäre beispielsweise eine Gelegenheit für einen neuen, modernen CPU-Kühler - Luftkühler ab etwa 25 Euro sind auch bei Last noch leise. All-in-One-Wasserkühler können, sofern das Gehäuse geeignet sein, ein Blickfang sein, obgleich Luftkühler beim Preis-Leistungs-Verhältnis besser dastehen. Auch mehr oder neuer Festspeicherplatz tut einem PC ab und an gut, egal ob in Form einer SSD oder einer Festplatte. Wechselt ihr von einem älteren Mainboard auf ein modernes Modell, dann wird dieses mindestens einen M.2- Steckplatz mit PCIe-Anbindung bieten - hier könnt ihr M.2-SSDs einbauen, die mehr als 2000 Megabyte pro Sekunde an Daten scheffeln können und die sich für eine Windows-Neuinstallation anbieten. Und so oder so kann man eine Aufrüstaktion auch für eine Reinigung des PCs nutzen - hierzu verweisen wir gerne auf unseren dazu passenden Frühjahrsputz-Artikel.

Klar irgendwann kommt mal der Punkt wo man mal eine neue CPU braucht und damit auch aufgrund des veränderten Sockel und Chipsatzes ein neues Board und neuen RAM-Varianten. Aber man kann z.B. teils das alte Netzteil weiter nutzen. Oder den Tower. Auch die Laufwerke wenn ok.
Vielleicht holt man dann nach 10-15 Jahren mal ein neues Netzteil (wenn man Qualität kauft) und/oder einen neuen Tower. Ich hab immer noch mein Netzteil von 2012 eingebaut.
Oder man baut dann halt (wenns einem zwickt per Rundumschlag) irgendwann von Grunde ein neues System auf weil auch der Tower den Ansprüchen nicht mehr genügt (Platz, Ausstattungsfeatures, bessere Kühlung, Steckplätze usw.). Bis dahin hat man das alte System aber schon zigfach um/aufgerüstet. Am meisten wohl darunter die Grafikkarte.
Und man kann die alte Hardware (sofern noch intakt) einzeln verkaufen. Da bekommt man hier und da noch ein paar Euro für die alte Technik, was dann dem Budget zu Gute kommt. Unter dem Strich ist das ganze schon nicht schlecht.
Klar, wenn man sich nur aller 10-12 Jahre für 500-600 EUR eine Konsole kauft kommt man natürlich deutlich günstiger weg als beim PC-Gaming (wenn man sich nicht gerade einen Budget-PC hinsetzt an dem man 10 Jahre lang nichts macht (sehr unwahrscheinlich). Da kostete allein meine aktuelle Grafikkarte so viel (ASUS Strix RTX 2070 Super). Der Aufpreis für die Konsolenspiele ist mittlerweile auch überschaubar und kein KO-Kriterium. Für Triple-A-Titel zahlt man bei Release mittlerweile auch 55, teils 60 EUR. Je nach Edition auch mehr. Aber das finanzielle ist nicht der Punkt.
Mit einem Selbstbau-PC hat man wenn man entsprechend investiert mehr Dampf als bei der Konsole (bei letzterer wird durch die Hersteller darauf geachtet, daß das System bei der Leistung auch bezahlbar bleibt. Da wird keine Highend-Hardware verbaut (geht nicht).
Aber der Hersteller achtet auf ein gutes P/L-Verhältnis und die Entwickler holen aus der identischen Basishardware halt das beste bei der Gameentwicklung heraus. Trotzdem fährt jedes Highendsystem mit der neuen Konsole Skifahren. Gut dafür kostet so ein System auch locker 3 oder 4 x so viel wie die Konsole. Und der PC ist zu mehr nutze als nur zum Gaming.
Aber wegen CPU. Ich hab in meinem derzeitigen System aktuell immer noch meinen i7 6700K verbaut. Und diese CPU langt mir locker noch für die nächsten 1-2 Jahre. Was danach kommen mag mal sehen (AMD oder Intel). Nach aktuellen Stand wird es wohl eher ein AMD werden. Es sei denn bei Intel platzt irgendwann mal der Knoten und sie holen auf AMD ordentlich auf ohne preislich komplett einen Dachschaden zu bekommen. Aber momentan sehe ich bei einem Aufbau eines neuen Gamingsystems in einer Intel-Basis nicht wirklich einen Sinn.
Die guten Intel-CPU sind schweineteuer (teure i7-Versionen und der i9) und ergeben gegenüber dem erheblich günstigeren Ryzen 5 und 7 leistungsseitig trotzdem keinerlei Sinn. Die bezahlbaren i5-i7 liegen von der Leistung her deutlich hinter den guten Ryzen-Modellen.
Zwar schaue ich mittlerweile immer mal wieder im Afterburner auf die CPU-Auslastung beim Zocken,
aber bislang gab es bei mir noch kein Spiel, welches die CPU (oder einen einzelnen Kern) ans Limit gebracht hätte.
Sobald es aber ans Motherboard oder die CPU geht ist meist der Rest der Komponenten so alt, daß sich da gleich ne Neuanschaffung lohnt.
"ICH KANN ABER DAFÜR AUFRÜSTEN"...Ja natürlich kann man hier und da mal was tauschen aber ab einem gewissen Punkt macht es schlicht kein Sinn mehr.
Irgendeine Komponente bremst das System aus oder die neue Komponente bringt einfach kaum noch mehr Leistung.
CPU´s altern zwar sehr langsam mittlerweile aber wie lang hält der Sockel?
Ich hab nen AM4 Sockel und ne sehr neue AMD CPU aber mit der nächsten Generation kann ich Upgraden einfach vergessen weil ein neuer Sockel kommt..
Natürlich ist der AM4 schon lange auf den Markt aber eine CPU von 2019 könnte man noch ein paar Jahre nutzen besonders mit 12 kernen...ABER...
Also muss nen neues Board her und mit dem neuen Sockel wird bestimmt auch anderer Ram benötig etc.