PC Aufrüsten: Grafikkarte wechseln

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PC Aufrüsten: Grafikkarte wechseln
Quelle: PC Games Hardware

Für moderne Games ist irgendwann ein neuer PC fällig - oder eine Aufrüstung des derzeitigen PCs. Genau um diese Variante geht es in unserem Special. Wir beantworten die Frage, was und warum man aufrüsten sollte. Zudem beschreiben wir eine Aufrüstung in Sachen Grafikkarte, CPU, Mainboard und RAM etwas genauer und gehen auch noch auf das Aufrüsten weiterer Komponenten ein.

Grafikkarte: Tipps zum Wechsel und Strombedarf

Sofern ihr keinen extrem alten PC habt, der noch nicht einmal einen PCIe x16-Slot bietet, könnt ihr bei jedem PC die Grafikkarte wechseln. Ob das Mainboard bereits PCIe3.0 oder 4.0 unterstützt oder noch einen älteren Standard nutzt, ist nicht besonders wichtig. Den eindeutig überwiegenden Teil der Leistung kann die Grafikkarte unabhängig vom PCIe-Standard bringen. Ihr müsst also nicht zwingend ein neues Mainboard kaufen, nur weil euer derzeitiges Modell lediglich beispielsweise PCIe 2.0 bietet. PCIe 4.0 gibt es derzeit ohnehin nur bei aktuellen AMD-Mainboards.

Wichtig ist aber die Länge der Grafikkarte. Vor allem falls ihr aktuell noch einen Komplett-PC nutzt, gibt es ein gewisses Risiko dafür, dass längere Grafikkarten nicht mehr ins Gehäuse passen. Informiert euch also darüber, wie lang eine Grafikkarte maximal sein darf, oder messt im Zweifel selbst nach. Beachtet dabei, dass man bei einigen Gehäusen auch einen Teil des Festplattenkäfigs entfernen kann, damit längere Grafikkarten ins Gehäuse passen.

Das Slotblech von modernen Grafikkarten (hier eine Aorus Radeon RX 5700 XT von Gigabyte) ist meist so hoch wie zwei Slotblenden an der PC-Gehäuse-Rückseite. Quelle: Gigabyte Das Slotblech von modernen Grafikkarten (hier eine Aorus Radeon RX 5700 XT von Gigabyte) ist meist so hoch wie zwei Slotblenden an der PC-Gehäuse-Rückseite. Der eigentliche Wechsel einer Grafikkarte ist nicht schwer, hat aber einen kleinen Fallstrick. Denn damit die Grafikkarte sicher im PCIe-Slot sitzt, gibt es am Slot eine Plastik-Lasche. Die Grafikkarte rastet dort ein - um die Karte auszubauen, muss man die Lasche herunterdrücken und dann gleichzeitig die Karte aus dem Slot herausziehen. Vor allem bei Grafikkarten mit üppigem Kühler kann die Lasche eventuell schwer sichtbar und zugänglich sein. Dies solltet ihr also beachten. Ansonsten ist das Ausbauen sehr einfach: zuerst steckt ihr die PCIe-Stromstecker ab. Je nach Grafikkartenmodell sind es ein oder zwei, bei besonderen Grafikkarten auch mehr PCIe-Stecker. Manche Einsteiger-Grafikkarten haben hingegen gar keinen separaten Stromstecker - hier muss dann freilich auch nichts abgesteckt werden. Danach entfernt ihr die Schrauben, mit denen die Karte mit der Gehäuserückwand fixiert ist. Die Schrauben stecken im Slotblech der Grafikkarte, also dem Blech, das zwischen Platine und den Anschlüssen für Monitor-Kabel liegt. In der Regel sind es zwei Schrauben, da die meisten Karten zwei Slots dick sind. Bei Modellen mit besonders großem Kühler können es auch drei Slots sein. Spielefähige Grafikkarten, die nur einen Slot dick sind, gibt es seit vielen Jahren nicht mehr mit Ausnahme von einigen wenigen Einsteiger-Modellen mit besonders flacher Bauweise für Mini-PCs.

Hier sieht man, wie der Slotblech-Bereich der Grafikkarte hinten am Gehäuse fixiert wird. Quelle: Antonio Funes Hier sieht man, wie der Slotblech-Bereich der Grafikkarte hinten am Gehäuse fixiert wird. Sind die Schrauben entfernt, dann zieht ihr die Grafikkarte, gegebenenfalls mit ruckelnden Bewegungen, aus dem Slot, natürlich unter Beachtung der oben beschriebenen Lasche am PCIe-Slot. Die neue Grafikkarte baut ihr im Grunde genommen genauso ein, wie ihr die alte entfernt habt. Die Lasche am Slot müsst ihr aber nicht beachten, denn die Karte rastet von alleine ein, wenn ihr sie ganz in den Slot hereingeschoben habt. Um die Schrauben am Slotblech zu fixieren, drückt ihr am besten mit einem Finger die Karte ein wenig nach oben, damit die Löcher des Slotblechs und der Gehäuserückwand auf gleicher Höhe sind. Am Ende kommen dann noch die eventuell nötigen Stromstecker an die Karte. Hier gibt es Buchsen für sechs oder acht Pins. Die PCIe-Stecker sind in der Regel 8-Pin-Stecker, bei denen man bei Bedarf ein Teil mit zwei Pins abtrennen kann, falls die Grafikkarte nur einen 6-Pin-Stecker benötigt.

Was das Netzteil angeht, so übertreiben die Grafikkarten-Hersteller bei der benötigten Watt-Zahl vorsichtshalber. Denn da, wo ein ordentliches 450-Watt-Modell ausreicht, würde ein No-Name-Preisbrecher mit 450 Watt Nennleistung wohl versagen. Erst ein No-Name-Modell mit 550 oder 600 Watt Nennleistung kann mit dem 450 Watt-Markenmodell mithalten. Der Grafikkartenhersteller nennt daher vorsichtshalber dann 600 Watt als "benötigte Leistung". Am Ende hängt es zwar auch vom Restsystem ab, aber mit einem modernen Markennetzteil ab etwa 50 Euro und mit einer Nennleistung von 450, eventuell auch 500 Watt seid ihr in jedem Falle bestens bedient, denn ein starker Gaming-PC mit einer guten Grafikkarte verbraucht effektiv selbst in Leistungsspitzen eher unter 400 Watt. Passende Markennetzteile haben stets zwei PCIe-8-Pin-Stecker, was die Eignung auch für starke Grafikkarten unterstreicht.

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  1. Seite 1 PC Aufrüsten: Was und warum?
  2. Seite 2 PC Aufrüsten: Grafikkarte wechseln
  3. Seite 3 PC Aufrüsten: CPU und Mainboard wechseln
  4. Seite 4 PC Aufrüsten: RAM und weitere Komponenten
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MichaelG Mitglied
        Der PC hat bezüglich Aufrüstung schon Vorteile. Die CPU hält eh länger. Also damit auch der Grundstock aus Hauptplatine und CPU+RAM. Man braucht bloß ab und zu mal eine neue Grafikkarte einzubauen. Dann mal den RAM bezüglich der Größe aufrüsten (früher der Sprung von 4 auf 8 GB, jetzt sind halt 16 GB Standard, 32 GB sind aber auch kein Fehler). Oder eine neue größere/schnellere SSD einbauen.

        Klar irgendwann kommt mal der Punkt wo man mal eine neue CPU braucht und damit auch aufgrund des veränderten Sockel und Chipsatzes ein neues Board und neuen RAM-Varianten. Aber man kann z.B. teils das alte Netzteil weiter nutzen. Oder den Tower. Auch die Laufwerke wenn ok.

        Vielleicht holt man dann nach 10-15 Jahren mal ein neues Netzteil (wenn man Qualität kauft) und/oder einen neuen Tower. Ich hab immer noch mein Netzteil von 2012 eingebaut.

        Oder man baut dann halt (wenns einem zwickt per Rundumschlag) irgendwann von Grunde ein neues System auf weil auch der Tower den Ansprüchen nicht mehr genügt (Platz, Ausstattungsfeatures, bessere Kühlung, Steckplätze usw.). Bis dahin hat man das alte System aber schon zigfach um/aufgerüstet. Am meisten wohl darunter die Grafikkarte.

        Und man kann die alte Hardware (sofern noch intakt) einzeln verkaufen. Da bekommt man hier und da noch ein paar Euro für die alte Technik, was dann dem Budget zu Gute kommt. Unter dem Strich ist das ganze schon nicht schlecht.

        Klar, wenn man sich nur aller 10-12 Jahre für 500-600 EUR eine Konsole kauft kommt man natürlich deutlich günstiger weg als beim PC-Gaming (wenn man sich nicht gerade einen Budget-PC hinsetzt an dem man 10 Jahre lang nichts macht (sehr unwahrscheinlich). Da kostete allein meine aktuelle Grafikkarte so viel (ASUS Strix RTX 2070 Super). Der Aufpreis für die Konsolenspiele ist mittlerweile auch überschaubar und kein KO-Kriterium. Für Triple-A-Titel zahlt man bei Release mittlerweile auch 55, teils 60 EUR. Je nach Edition auch mehr. Aber das finanzielle ist nicht der Punkt.

        Mit einem Selbstbau-PC hat man wenn man entsprechend investiert mehr Dampf als bei der Konsole (bei letzterer wird durch die Hersteller darauf geachtet, daß das System bei der Leistung auch bezahlbar bleibt. Da wird keine Highend-Hardware verbaut (geht nicht).
        Aber der Hersteller achtet auf ein gutes P/L-Verhältnis und die Entwickler holen aus der identischen Basishardware halt das beste bei der Gameentwicklung heraus. Trotzdem fährt jedes Highendsystem mit der neuen Konsole Skifahren. Gut dafür kostet so ein System auch locker 3 oder 4 x so viel wie die Konsole. Und der PC ist zu mehr nutze als nur zum Gaming.

        Aber wegen CPU. Ich hab in meinem derzeitigen System aktuell immer noch meinen i7 6700K verbaut. Und diese CPU langt mir locker noch für die nächsten 1-2 Jahre. Was danach kommen mag mal sehen (AMD oder Intel). Nach aktuellen Stand wird es wohl eher ein AMD werden. Es sei denn bei Intel platzt irgendwann mal der Knoten und sie holen auf AMD ordentlich auf ohne preislich komplett einen Dachschaden zu bekommen. Aber momentan sehe ich bei einem Aufbau eines neuen Gamingsystems in einer Intel-Basis nicht wirklich einen Sinn.

        Die guten Intel-CPU sind schweineteuer (teure i7-Versionen und der i9) und ergeben gegenüber dem erheblich günstigeren Ryzen 5 und 7 leistungsseitig trotzdem keinerlei Sinn. Die bezahlbaren i5-i7 liegen von der Leistung her deutlich hinter den guten Ryzen-Modellen.
      • Von MichaelG Mitglied
        Der PC hat bezüglich Aufrüstung schon Vorteile. Die CPU hält eh länger. Also damit auch der Grundstock aus Hauptplatine und CPU+RAM. Man braucht bloß ab und zu mal eine neue Grafikkarte einzubauen. Dann mal den RAM bezüglich der Größe aufrüsten (früher der Sprung von 4 auf 8 GB, jetzt sind halt 16 GB Standard, 32 GB sind aber auch kein Fehler). Oder eine neue größere/schnellere SSD einbauen.

        Klar irgendwann kommt mal der Punkt wo man mal eine neue CPU braucht und damit auch aufgrund des veränderten Sockel und Chipsatzes ein neues Board und neuen RAM-Varianten. Aber man kann z.B. teils das alte Netzteil weiter nutzen. Oder den Tower. Auch die Laufwerke wenn ok.

        Vielleicht holt man dann nach 10-15 Jahren mal ein neues Netzteil (wenn man Qualität kauft) und/oder einen neuen Tower. Ich hab immer noch mein Netzteil von 2012 eingebaut.

        Oder man baut dann halt (wenns einem zwickt per Rundumschlag) irgendwann von Grunde ein neues System auf weil auch der Tower den Ansprüchen nicht mehr genügt (Platz, Ausstattungsfeatures, bessere Kühlung, Steckplätze usw.). Bis dahin hat man das alte System aber schon zigfach um/aufgerüstet. Am meisten wohl darunter die Grafikkarte.

        Und man kann die alte Hardware (sofern noch intakt) einzeln verkaufen. Da bekommt man hier und da noch ein paar Euro für die alte Technik, was dann dem Budget zu Gute kommt. Unter dem Strich ist das ganze schon nicht schlecht.

        Klar, wenn man sich nur aller 10-12 Jahre für 500-600 EUR eine Konsole kauft kommt man natürlich deutlich günstiger weg als beim PC-Gaming (wenn man sich nicht gerade einen Budget-PC hinsetzt an dem man 10 Jahre lang nichts macht (sehr unwahrscheinlich). Da kostete allein meine aktuelle Grafikkarte so viel (ASUS Strix RTX 2070 Super). Der Aufpreis für die Konsolenspiele ist mittlerweile auch überschaubar und kein KO-Kriterium. Für Triple-A-Titel zahlt man bei Release mittlerweile auch 55, teils 60 EUR. Je nach Edition auch mehr. Aber das finanzielle ist nicht der Punkt.

        Mit einem Selbstbau-PC hat man wenn man entsprechend investiert mehr Dampf als bei der Konsole (bei letzterer wird durch die Hersteller darauf geachtet, daß das System bei der Leistung auch bezahlbar bleibt. Da wird keine Highend-Hardware verbaut (geht nicht).
        Aber der Hersteller achtet auf ein gutes P/L-Verhältnis und die Entwickler holen aus der identischen Basishardware halt das beste bei der Gameentwicklung heraus. Trotzdem fährt jedes Highendsystem mit der neuen Konsole Skifahren. Gut dafür kostet so ein System auch locker 3 oder 4 x so viel wie die Konsole. Und der PC ist zu mehr nutze als nur zum Gaming.

        Aber wegen CPU. Ich hab in meinem derzeitigen System aktuell immer noch meinen i7 6700K verbaut. Und diese CPU langt mir locker noch für die nächsten 1-2 Jahre. Was danach kommen mag mal sehen (AMD oder Intel). Nach aktuellen Stand wird es wohl eher ein AMD werden. Es sei denn bei Intel platzt irgendwann mal der Knoten und sie holen auf AMD ordentlich auf ohne preislich komplett einen Dachschaden zu bekommen. Aber momentan sehe ich bei einem Aufbau eines neuen Gamingsystems in einer Intel-Basis nicht wirklich einen Sinn.

        Die guten Intel-CPU sind schweineteuer (teure i7-Versionen und der i9) und ergeben gegenüber dem erheblich günstigeren Ryzen 5 und 7 leistungsseitig trotzdem keinerlei Sinn. Die bezahlbaren i5-i7 liegen von der Leistung her deutlich hinter den guten Ryzen-Modellen.
      • Von MichaelG Mitglied
        Bitte löschen Doppelt.
      • Von matrixfehler Spiele-Enthusiast/in
        Ich spiele immer noch mit einem 2013er Haswell (i7-4770) und erkenne immer noch keinen Grund aufrüsten zu müssen.

        Zwar schaue ich mittlerweile immer mal wieder im Afterburner auf die CPU-Auslastung beim Zocken,
        aber bislang gab es bei mir noch kein Spiel, welches die CPU (oder einen einzelnen Kern) ans Limit gebracht hätte.
      • Von Basileukum Hobby-Spieler/in
        Zitat von Phone
        CPU´s altern zwar sehr langsam mittlerweile aber wie lang hält der Sockel?
        Das kann ich Dir bei mir sagen. 4,5 Jahre hält die CPU und der Sockel mittlerweile, und bei der Leistung (CPU/RAM) hält das nochmal 1-1,5 Jahre. Allein die GPU mußte ausgetauscht werden, sofern nix anderes in Arsch geht.
      • Von Gast1712481002 Mitglied
        Zitat von Basileukum
        Ja, meist schiebst halt ne Graka oder n Ramriegel nach, oder mal ne Festplatte, eventuell auch mal n Lüfter austauschen, oke Netzteil kann auch noch kaputt gehen.

        Sobald es aber ans Motherboard oder die CPU geht ist meist der Rest der Komponenten so alt, daß sich da gleich ne Neuanschaffung lohnt.
        Eyyy du wirst doch jetzt nicht das typische "PcMasterRace" Argument hier kaputt machen wollen?!

        "ICH KANN ABER DAFÜR AUFRÜSTEN"...Ja natürlich kann man hier und da mal was tauschen aber ab einem gewissen Punkt macht es schlicht kein Sinn mehr.
        Irgendeine Komponente bremst das System aus oder die neue Komponente bringt einfach kaum noch mehr Leistung.

        CPU´s altern zwar sehr langsam mittlerweile aber wie lang hält der Sockel?
        Ich hab nen AM4 Sockel und ne sehr neue AMD CPU aber mit der nächsten Generation kann ich Upgraden einfach vergessen weil ein neuer Sockel kommt..
        Natürlich ist der AM4 schon lange auf den Markt aber eine CPU von 2019 könnte man noch ein paar Jahre nutzen besonders mit 12 kernen...ABER...

        Also muss nen neues Board her und mit dem neuen Sockel wird bestimmt auch anderer Ram benötig etc.
      Direkt zum Diskussionsende
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