Gaming-Tastaturen im Technik-Check: 20 Gaming-Keyboards bis 140 Euro - Kaufberatung
Wir erklären Wissenwertes zu Tastaturen, vor allem zu Mechanische Tastaturen und ihren Switches. Zudem haben wir 20 Modelle bis 140 Euro für euch verlinkt.
Für Gaming macht es durchaus Sinn, sich Gedanken über eine gute Tastatur zu machen - und zwar nicht nur dann, wenn es um Spiele geht, bei denen ihr im Sekundentakt auf die Tasten hämmert. Neben verlässlichem und gutem Tippgefühl beim Tastendrücken gibt es auch weitere Features, die bei Spielen Sinn machen können.
So bieten viele Tastaturen Sondertasten, um oft benötigte Befehle oder auch ganze Befehlsfolgen abzurufen, und RGB-LED-beleuchtete Tasten dienen nicht nur der Optik, sondern können auch einen praktischen Nutzen haben. Unser Schwerpunkt wird aber auf der Technik von mechanischen Tastaturen, ihren Switches und Links zu 20 Modellvorschlägen unter 140 Euro liegen.
Rubberdome und mechanische Bauweise
Auf dem Markt gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Tastaturarten: mechanische Tastaturen und Rubberdome-Tastaturen. Letztere haben eine sehr simple Bauweise und sind daher besonders günstig, denn es ist, ein wenig vereinfacht erklärt, wie folgt: Unter den Tasten sitzt eine Gummimatte (rubber = Gummi), die unter jeder Taste eine kleine Kuppel (dome = Kuppel) hat. Drückt ihr eine Taste nach unten, dann drückt ihr die Kuppel auf einen darunter liegenden Schalter. Lasst ihr die Taste los, entfaltet sich die Kuppel wieder und schiebt die Taste zurück. Das Gummimaterial kann allerdings im Laufe der Zeit spröde werden, vor allem bei den vielgenutzten Tasten, die dann ausgeleiert wirken können.
Bei mechanischen Tastaturen wiederum ist jede einzelne Taste eine für sich abgeschlossene Konstruktion. Eine Taste besteht aus dem Switch (auf Deutsch auch Taster), der in einen kleinen Sockel auf der Tastaturplatine gesteckt wird, sowie dem Tastendeckel, also dem beschrifteten Deckel, der oben auf den Switch gesteckt wird und den ihr mit dem Finger beim Tippen nach unten drückt. Über den Sockel hat der Switch einen elektronischen Kontakt und kann der Tastatur mitteilen, dass er respektive die Taste, die er repräsentiert, gedrückt wurde.
Aufbau eines Switches
Der Switch selbst ist ein würfelähnliches Gehäuse mit etwa 1,5cm Kantenlänge, in dem unten der kleine Steckkontakt für den Sockel und oben eine Öffnung vorhanden sind. Diese Öffnung ist für den sogenannten Stem, der beweglich ist und bei nicht-gedrückter Taste oben aus dem Switch herausragt. Der Tastendeckel steckt auf dem Stem, und drückt ihr die Taste herunter, dann sorgt eine mechanische Konstruktion mit einer Metallfeder dafür, dass ihr beim Herunterdrücken einen Widerstand und gegebenenfalls ein Feedback, das die Erfassung des Tastendrucks bestätigt, spürt. Außerdem schiebt die Metallfeder den Stem und entsprechend den Tastendeckel nach Loslassen der Taste wieder nach oben. Der Vorteil bei mechanischen Tastaturen ist, dass sie Tasten extrem lange halten und dabei ein konstantes Tippgefühl über ihre Lebensdauer aufweisen. Die Switches können zudem verschiedene Eigenschaften und somit eine eigene Charakteristik haben, worauf wir später noch eingehen.
Quelle: Collage aus zwei Bildern von Cherry
Cherry lineare Switches und ihr Aufbau mit (von unten nach oben) Gehäusebasis, Metallfeder, einer den Tippcharakter bestimmendem Metallkonstruktion, Stem und Deckel.
Mechanisches Comeback
Wegen der niedrigen Preise von Rubberdome-Tastaturen waren mechanische Modelle schon fast vom Markt verschwunden. Nachdem aber mehr und mehr Gamer anfingen, mechanische Tastaturen für sich zu entdecken, wurde die Bauweise wieder zum Massenprodukt. Die Preise sanken, es kamen mehr und mehr Features für Gamer dazu. Da die LED-Technik sich parallel dazu massiv weiterentwickelt und verbilligt hat, ist selbst eine RGB-Beleuchtung trotz der filigranen Technik eines Switches kaum mehr ein Kostenfaktor. Im PC Games-Hardware-Preisvergleich sind bei den Tastaturen mit deutschem Tastaturlayout sogar mehr mechanische Tastaturen als Rubberdome-Modelle gelistet.
