Gaming-Tastaturen: Switch-Arten und Farbcodes

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Gaming-Tastaturen: Switch-Arten und Farbcodes
Quelle: bq quiet

Bei den Tasten von Mechanischen Tastaturen, den Switches, gibt es viele Varianten. Wir klären euch dazu auf.

Switches für ein unterschiedliches Tippgefühl

Bei Rubberdome-Tastaturen gibt es keine exakt festgelegten Unterschiede zwischen dem Tippgefühl verschiedener Modelle. Für mechanische Tastaturen hingegen gibt es eine große Auswahl an Switches, die jeweils leicht unterschiedliche Eigenschaften haben und sich beim Tippen daher anders anfühlen - oder anhören. Die drei Basis-Sorten bei Switches sind taktil, clicky und linear.

Hierzu müsst ihr zunächst wissen, dass ein Switch einen Hubweg sowie einen Auslöseweg hat. Der Hubweg beschreibt, wie weit ihr eine Taste maximal hineindrücken könnt. Der Auslöseweg hingegen ist kürzer, denn schon bevor die Taste komplett heruntergedrückt wurde, wird durch die Mechanik im Switch ein Tastendruck offiziell registriert. Bei taktilen Switches spürt ihr in dem Moment, in dem ihr diesen Punkt erreicht habt, einen leicht höheren Widerstand, den man überwinden muss. Bei clicky-Switches ist es genauso, aber ihr hört zusätzlich noch ein deutliches Klicken.

Lineare Switches wiederum haben bei ihrem Auslösepunkt keinen anderen Widerstand als vorher - ihr spürt und hört also nicht, wann die Taste ausgelöst wurde. Dies hat zwei Vorteile: Das Tippen respektive die Tastenbefehle können einen Tick schneller und mit minimal weniger Kraftaufwand erfolgen, außerdem sind solche Switches leiser als die taktilen oder clicky Switches. Der Nachteil ist, dass ihr länger üben müsst, bis ihr ein Gefühl für den richtigen Auslöseweg findet. Drückt ihr die Taste nicht weit genug nach unten, wird keine Eingabe registriert. Drückt ihr die Taste deutlich weiter als nötig, verliert ihr unnötig Zeit. Trotzdem sind lineare Switches inzwischen die beliebtesten Switches bei Spielern - viele mechanische Tastaturen gibt es nur als Version mit linearen Switches. Ihr bekommt aber durchaus auch einige Modelle, die es wahlweise auch mit clicky und/oder taktilen Switches gibt.

Optische und magnetische Switches

Neben den zu 100 Prozent mechanischen Switches sind mittlerweile auch optisch-mechanische Switches relativ weit verbreitet. Hier ist im Switch eine kleine Lichtschranke eingebaut, die den Tastendruck registriert, sobald der Auslöseweg erreicht ist. Eine letzte Variante sind die magnetisch-mechanischen Switches - dabei erfasst ein Magnetfeld, wie weit die Taste bereits gedrückt wurde, und registriert den Tastendruck nach einem vorher festgelegten Auslöseweg, den ihr meist per Software anpassen könnt. Bei manchen magnetischen Switches ist sogar ein Auslöseweg von nur 0,1 Millimetern einstellbar, was aber in der Praxis keinen Sinn macht. Schon ein leichtes Auflegen der Fingerkuppe auf die Taste würde diese dann auslösen. Bei den anderen Switch-Arten ist der Auslöseweg allerdings festgelegt, wobei die typischen Werte bei den verbreiteten Tastaturen sehr nah beieinanderliegen. Dies gilt ebenso für die Frage, wie stark der Widerstand beim Herunterdrücken der Taste ist.

Razer Orange taktiler Switch Quelle: Razer Razer Orange taktiler Switch auf Oberseite des Stems mit der Kreuzkerbe wird der Tastendeckel gesteckt

Farbcodes zur Unterscheidung

Um die Switches voneinander zu unterscheiden, verwenden die Hersteller meistens Farbcodes. In der Regel ist nur der Stem in dieser Farbe eingefärbt. Leider gibt es dabei aber keine Normen. Zwar sind "Red" Switches meistens linear, und braune Switches größtenteils taktil. Denn diese Farben führte Cherry, der Pionier im Switch-Bereich, früher einmal ein. Aber viele Hersteller überlegen sich eigene Farbcodes - bei Razer sind es Gelb für lineare Switches sowie Grün und Orange für zwei taktile Switch-Sorten. Die verschiedenen Farbcodes geben am Ende verschiedene Eigenschaften an, also Tippgefühl (linear, taktil, clicky), Auslösewege, Widerstand, exakte Bauweise (optisch, mechanisch oder magnetisch) und so weiter. Manche Hersteller verwenden zudem Namen statt Farbcodes, zum Beispiel nennt Ducky einen seiner linearen Switches "Jellyfish Y".

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