Lautsprecher für Gaming-PCs: Anschlussarten - analog und digital
Analoger oder digitaler Sound - was darf's denn sein? Wir klären euch über die unterschiedlichen Anschlussarten auf.
Analoge und digitale Soundübertragung
Für den PC verwenden die allermeisten Nutzer ein aktives Boxenset, das per 3,5mm-Stereo-Klinkenstecker angeschlossen wird. Diese Art der Soundübertragung ist nicht digital, sondern analog. Es sind also keine Daten mit binären Informationen (0 oder 1), sondern Stromspannungen mit schwankenden Spannungswerten. Diese Schwankungen sorgen bei den Membranen der Lautsprecher am Ende für Schwingungen, die dann den Schall erzeugen.
In diesem Artikel
Damit das Stromsignal nicht zu schwach ist, wird es von dem in einer Box oder im Subwoofer vorhandenen Verstärker verstärkt. Der Vorteil bei einem analogen Signal ist, dass diese Technik seit mehr als 100 Jahren vom Prinzip her unverändert ist. Ihr könnt von jedem Gerät, das eine analoge Anschlussbuchse für die Soundausgabe hat, den Sound per Klinkenstecker zu einem Boxenset senden, oder auch zu einem Kopfhörer mit 3,5mm-Stecker. Selbst wenn das Ausgabegerät viele Jahrzehnte alt sein sollte, wird dies funktionieren.
Quelle: Trust
Rückseite des Subwoofers eines Trust GXT 629 Tytan-Boxensets. Zum PC geht es per mitgeliefertem Adapterkabel, das 2x Cinch-Stecker (für das untere rot-weiße-Buchsenpaar) sowie für den 3,5mm-Klinkenstecker hat.
Man benötigt höchstens einen Adapter für den Stecker oder ein Adapterkabel - zum Beispiel haben CD-Player zwei Cinch-Buchsen für den Sound links und rechts, die sich aber per Adapterkabel bei Bedarf auf einen 3,5mm-Stecker oder eine 3,5mm-Buchse adaptieren lassen. Oder manche Kopfhörer, die für den Hi-Fi-Bereich gedacht sind, haben einen 6,3mm-Stecker. Oft sind dieser nur aufgeschraubt, und darunter liegt ein 3,5mm-Stecker, oder aber man nimmt einen Adapter mit 6,3mm-Buchse und 3,5mm-Stecker. Der Nachteil beim analogen Sound ist, dass das Signal Rauschen als Störsignal aufschnappen kann.
Aktive Boxensets haben allerdings manchmal einen digitalen optischen oder koaxialen Soundeingang. Sofern euer PC einen passenden Ausgang bietet, könnt ihr auch auf diese Weise den Sound zum Boxenset senden. Vor allem bei 5.1 bietet sich dies an, weil ihr ansonsten gleich drei Kabel benötigt. Beim anlogen Sound hat eine Standardbuchse nämlich zwei Kanäle (Stereo) - 5.1 hat aber sechs Kanäle, weswegen man drei Stereo-Kabel verwenden muss. Digital hingegen reicht ein einziges Kabel aus. Noch besser für 5.1 ist HDMI, sofern das Boxenset einen HDMI-Port bietet oder ihr einen AV-Receiver verwendet. Ebenfalls digital ist es, falls das Boxenset direkt per USB am PC anschließbar ist. In dem Fall wird das Set dann zur externen Soundkarte. Aber Vorsicht: Manchmal ist ein USB-Port an einem Boxenset nur dazu da, Musik über einen Datenträger einzuspeisen. Eine weitere Option ist Bluetooth, das auch einige aktiven Boxensets als Schnittstelle für die Musikübertragung bieten.
Quelle: SteelSeries
Das SteelSeries Arena 9 hat trotz kleiner Boxen einen guten Klang, aber hohen Preis: 489 Euro
Kaum mehr gefragt: Surroundboxenssysteme für den PC
Aktive 5.1-Systeme für den PC sind mittlerweile kaum mehr im Handel vertreten. Das günstigste noch verfügbare 5.1-Set kommt von Trust und ist bei Amazon für knapp 90 Euro zu haben, unter 200 Euro gibt es nur noch ein weiteres Modell. Denn es ist bei einen normalen PC-Schreibtisch wegen des Platzbedarfs extrem schwierig, alle Boxen des Systems so aufzustellen, dass der Surroundsound wirklich gut funktioniert. Ein zweiter Grund ist, dass es schon längst sehr gute Surroundsound-Simulationen für Kopfhörer gibt. Wer Gegner orten und ins Spiel eintauchen will, braucht kein 5.1-Boxenset mehr. Außerdem kommt noch dazu, dass immer mehr Nutzer lieber - bei gleichem Gesamtpreis - ein Stereo-Set anstelle eines Surroundsets bevorzugen, da der Klang dabei deutlich besser ausfallen wird. Bei einem 5.1-Set ist der Preis pro Box nämlich viel kleiner als bei einem gleichteuren Stereo-System. Später haben wir trotzdem auch fünf 5.1-Sets unter unseren Lautsprecher-Kauflinks mit dabei.
