Sandy Bridge: Leistung und Kaufempfehlung
Lange wurden die neuen CPUs von Intel erwartet - nun sind sie da, und viele User schlagen bereits zu. In unserem Hardware-Special geben wir einen Überblick zu den neuen kleinen Kraftwerken und AMD-Konkurrenten und klären die Besonderheiten.
Leistung und Kaufempfehlung
Leistungsmäßig überzeugen die neuen Intel-Prozessoren auf der ganzen Linie und weisen die eigenen ehemaligen Top-Produkte in die Schranken. Unsere Kollegen der PC Games Hardware bieten in ihrem Test einiger Sandy Bridge CPUs auch Benchmarks einiger Spiele mit unterschiedlichen Prozessoren an. Ob sich der Kauf im Vergleich zu anderen Prozessoren lohnt, hängt natürlich vom Gesamtpaket ab, und auch von der Preisentwicklung.
Quelle: PC Games Hardware
Intel Sandy Brigde Prozessor
Unsere aktuelle Empfehlung ist ein i5-2500k, der für 215 Euro zu haben ist und besser abschneidet als beispielsweise der ältere i7-860, der mit etwa 240 Euro zudem teurer ist. Im Vergleich zu einem AMD X4 955 BE sorgt der i5-2500k im Test unserer Kollegen der PC Games Hardware um bis 50% mehr FPS. Allerdings sind Vergleiche immer Einzelfälle, denn je nach verwendeter Grafikkarte und auch abhängig vom jeweiligen Spiel kann der Vorsprung auch deutlich geringer ausfallen. Daher sollte man hier auch den Mehrpreis für die Power beachten. Um das Beispiel X4 955 aufzugreifen: dieser kostet inklusive eines passablen Mainboards etwa 220 Euro - soviel kostet der i5-2500k allein schon ohne Mainboard, mit Mainboard sind es etwa 100 Euro mehr.
Quelle: http://www.asrock.com
AS Rock H67M
Trotzdem ist man mit einem i5-2500k natürlich deutlich länger gerüstet für zukünftige Spiele als mit einer aktuellen CPU für 120-140 Euro, und wenn man zudem noch die Kosten für Arbeitsspeicher und Grafikkarte mit einrechnet, ist der prozentuale Mehrpreis für ein System basierend auf einem i5-2500k nicht mehr so gewaltig, wie er vielleicht zuerst scheint.
Unser Fazit: Mit Sandy Bridge bringt Intel erfolgreich neuen Wind auf den Prozessormarkt, und zwar nicht nur mit einer lauen Hochpreis-Brise für Highend-Freaks, sondern mit einem kleinen Wintersturm auf dem Preis-Leistungssektor. AMD muss hier mit der kommenden Bulldozer-Serie ebenfalls einen großen Wurf machen, wenn sie sich nicht von Intel den Wind aus den Segeln nehmen lassen wollen.

@gammelbude: jo, der strombedarf müßte geringer sein als bei einem mainboard-Grafikchip. Ob das allerdings wirklich was ausmacht, ist dann eine andere Frage. Denn erstens braucht die CPU für die Berechnung der Grafik ja auch Strom, das geht ja nicht ohen Energieaufwand, und zweitens dürften das vermurlich nur wenige Watt sein - selbst eine extra-Graka braucht nämlich unter IDLE oft nur 5-6W, wenn es keine "Gamer"-Karte ist. Für Notebooks ist das ganze aber interessanter, da kann so was u.U. dann vlt schon 10-15min mehr Akku bedeutet.
Bin nicht so bewandert mit Wissen im Hardwarehardcoresektor aber wie kann ein Intelchip mit integrierter AMD Grafik ein Konkurrent für AMD sein ? Oder steht das HD für was anderes als bei den Radeons ?
Hand zum Gruß