SSDs: Defragmentierung, SSD-Größe und Kauftipps
SSDs sind zwar immer noch teurer als normale Festplatten, aber als Datenträger für die Windows-Partition bieten sie einen komfortablen Vorteil. Wir geben Ihnen einige Tipps rund um das Thema SSD und empfehlen einige erschwingliche Modelle.
Keine Defragmentierung!
Eine automatische Defragmentierung bei Windows Vista und 7 sollte abgestellt werden, ebenso sollten Sie keine Defragmentierungstools benutzen, denn erstens bringt eine Defragmentierung bei einer SSD aus technischen Gründen keinen Vorteil, denn es gibt im Gegensatz zur Festplatte keinen Lese/Schreibkopf, der sich zwischen den einzelnen Speicherorten auf der Festplatte hin und herbewegen muss, wenn die Daten fragmentiert, also "wild verteilt" sind. Zweitens haben die Speicherblöcke eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen, für die Sie genutzt werden können. Ein ständiges oder häufiges defragmentieren würde immer wieder Daten neu verteilen und somit völlig unnötig Schreibvorgänge verbrauchen.
Welche Größe? Auch Spiele auf die SSD?
Unser Rat ist, sich bei den derzeitigen Preisen eine 60GB-SSD zu kaufen und dort nur
Quelle: OCZ
OCZ Agility 2
Windows und kleinere Anwendungen, die wenig Platz wegnehmen, installieren. Zum Beispiel Virenscanner, Bildbearbeitung, Mediaplayer und so weiter. Für ein Modell, das zugleich auch wirklich spürbar schneller als eine Festplatte ist, zahlen Sie aktuell knapp über 100 Euro. Wenn Ihnen auch die Ladezeiten von Spielen sehr wichtig ist, können Sie zu einer SSD mit 120GB greifen – hier haben Sie ein (für SSD-Verhältnisse) gutes Verhältnis zwischen Preis und Speicherplatz. Für knapp unter 200 Euro sind sie bei 120GB-Modellen dabei.
Dabei sollten Sie aber im Voraus abschätzen, ob der Speicherplatz für Ihre Spiele reicht beziehungsweise im Zweifel nur Ihre Lieblingsspiele dort installieren. Moderne Games haben nicht selten einen Speicherplatzbedarf von 6 bis 10GB, Battlefield Bad Company 2 oder F1 2010 zum Beispiel benötigen um die 8 GB.
Quelle: OCZ
OCZ Vertex 2
Kauftipps
Unser Tipp ist die bewährte OCZ Vertex 2. Sie erreicht effektiv im Durchschnitt 220 MB/s beim Lesen, also mehr als zweifach schneller im Vergleich zu einer normalen Festplatte. Beim Schreiben sind Werte von etwa 140 MB/s üblich. Die Vertex 2 kostet als 60 GB-Variante 110 Euro, für 120 GB zahlen Sie 190 Euro.
Ebenfalls eine gute Leistung bietet die Corsair Force Series und kostet ebenfalls 110 Euro in der 60 GB-Version, 120 GB bekommen Sie für 200 Euro. Die Datenübertragungswerte sind auf dem Niveau der Vertex 2, allerdings ist sie beim Schreiben etwas langsamer.
Quelle: Mach Xtreme Technology
Mach Xtreme Technology MX-DS
Wer Wert auf eine ausgefallene Optik legt, greift zur Mach Xtreme tech MX-DS, die in einem eher ungewöhnlichen Graffiti-Design angeboten wird. Dafür zahlt man ein wenig mehr: 125 Euro für 60 GB, in der 120 GB-Version werden 210 Euro fällig.
Sollten Sie über ein Mainboard mit SATA 3 verfügen, können Sie eine SSD mit SATA 3 ins
Quelle: PC Games Hardware
Crucial RealSSD
Auge fassen. Hier gibt es allerdings derzeit kaum Auswahl. Lediglich die Crucial C300-Serie ist erhältlich, hierbei ist wiederum nur ein Modell zu empfehlen: die Crucial Real SSD mit 128 GB für 220 Euro. Sie hat im Durschnitt mit 340 MB/s eine höhere Leserate als die SATA 2-Modelle, beim Schreiben kommt sie mit 140MB/s auf ähnliche Werte wie ihre kleinen Brüder. Die anderen SATA 3-Modelle haben Schreibraten unter 100 MB/s oder kosten deutlich über 300 Euro, und sind daher nicht zu empfehlen.
Wenn Sie über ein sehr großes Budget verfügen, können Sie natürlich auch eine SSD mit einer höheren Kapazität kaufen. Werfen Sie hierzu doch auch einen Blick in den PC Games-Preisvergleich - für Fragen und Diskussionen stehen Ihnen in unserem Kaufberatungs-Forum freundliche Community-Mitglieder zur Verfügung.

P.S: Hab noch keine, aber so lange wird es nicht mehr dauern.
Genau DAS ist ganz genau meine Meinung. Das ganze und bei dem fetten hätte ich aus der 5 eine 2 gemacht, aber JA!
Vor allem ist die Haltbarkeit nicht mal wirklich ein Thema. Zum einen hält eine HDD auch nicht ewig, nur lässt sich das nicht so genau vorhersagen. Zum anderen, wenn die SSD nach meinetwegen 5 Jahren an ihr Limit kommt, dann sind die Preise, Kapazitäten und Leistungen auch schon dermaßen weiterentwickelt, dass ich sowieso schon wieder eine neue anschaffe.
P.S: Hab noch keine, aber so lange wird es nicht mehr dauern.
Meine ist 80 GB groß! :D
Dann sieht es doch schon ganz anders aus gell? ;)
Aber Du hast schon Recht schätze ich, ich hatte schon genug Platten Speicher und mich hat das ewige hochfahren genervt. Und ich muss echt sagen dass ich so einen Leistungsschub für Windows noch bei keinem Upgrade hatte.
Also, wer für eine SSD mit 60GB soviel ausgibt, dass man davon auch zwei HDDs zu je 1TB kaufen könnte, dem wird die Lebensdauer auch egal sein ;) ICH gehöre aber nicht zu diesen Leuten, mir ist der Luxus eine SSD zu teuer :D
Und Backups macht jeder halbwegs schlaue User sowieso auf einem anderen Datenträger, d.h. das Argument "Datenverlust" ist an sich eh fehl am Platze, denn auch eine HDD kann einfach so kaputtgehen. Und dann sind sogar direkt ALLE Daten weg.
Komisch, die begrenzte Lebensdauer hat mich am Anfang abgeschreckt. Nach reiflicher Überlegung finde ich sie aber i.O.
Wenn meine SSD jetzt, sagen wir mal 1 1/2 Jahre hält, dann kann ich mir dann was anderes kaufen dass entweder besser oder günstoger ist. Da ich regelmäßig Backups von meiner Systempartition mache würde ich beim Ausfall auch kaum Daten verlieren.
Allerdings egbe ich Dir mit der Haltbarkeit Recht wenn es um nicht-Systempartitonen geht. Ich hab mittlerweile 2x500 GB HDDS, 1x1,5 TB und 1x 2TB. Das alles zusätzlich zu sichern wäre mMn nicht so einfach realisierbar. Da kaufe ich mir alle paar Jahre lieber ne neue HDD und kopiere den Scheiss auf die Neue^^