Hardware-Rückblick 2022: Neue Grafikkarten, Preisentwicklung, neue CPUs und mehr
Wir blicken auf das Jahr 2022 in Sachen Hardware für Gamer zurück. Auf die große Fülle von einzelnen Produkten und Zubehör werden wir nicht eingehen, denn es gibt mehr als genug zu den neuen Grafikkarten von AMD und Nvidia sowie neuen Prozessoren von AMD und Intel zu sagen. Außerdem: Grafikkarten-Preise und der Preissturz bei SSDs.
Dass Jahr 2022 neigt sich dem Ende, und pünktlich zum Weihnachtsfest blicken wir auf die wichtigen Dinge rund um PC-Hardware zurück, die auch für Gamer mehr oder weniger interessant sind. Was das Jahr zunächst angekündigt hatte, könnt ihr in unserem Special zur CES 2022 nachlesen, das wir am 7. Januar veröffentlicht hatten. Am Ende standen, wie wir nun wissen, vor allem Grafikkarten im Fokus. Denn nach einer beinahe irren Liefer- und Preiskreise im Jahr 2021 sanken die Preise seit Anfang 2022 stetig und liegen nun bei vielen Reihen unterhalb ihrer jeweiligen Preisempfehlung. Zudem erschienen vier neue Top-Grafikkarten von AMD und Nvidia, die gleichzeitig auch jeweils eine neue AMD- und Nvidia-Generation einläuteten.
Es gab aber 2022 auch noch mehr als eine Handvoll weiterer neuer Grafikkarten. Ein weiterer Punkt sind Prozessoren, denn es kamen von Intel und AMD je eine branneue CPU-Generation sowie bei AMD auch noch ein ganz neuer Sockel auf den Markt, zudem wurden bestehende Generationen ergänzt. Ein weiteres Thema sind SSDs, deren Preise immer erschwinglicher wurden. Zu vielen Themen hatten wir auch Specials veröffentlicht, die wir entsprechend im Text verlinken werden.
In diesem Artikel
Nvidia - Grafikkarten und Shieldbürgerstreich
Die meisten denken bei den Neuveröffentlichungen für 2022 sicher an die GeForce RTX 4090 und RTX 4080, die für die neue Generation Ada Lovelace den Startschuss gaben. Insgesamt hat Nvidia im noch laufenden Jahr drei weitere neue Grafikkarten auf den Markt gebracht - Ende Januar kam nämlich die GeForce RTX 3050 in die Läden, wobei wir diese Grafikkarte nicht empfehlen, da die gleichteure AMD Radeon RX 6600 über 35 Prozent schneller ist. Aber auch das 3000er-Flaggschiff GeForce RTX 3090 Ti erblickte erst dieses Jahr das Licht der Welt, nämlich gegen Ende März. Auch diese Modellreihe war nie eine Kaufempfehlung von uns, da sie zwar stark, aber viel zu teuer war und noch immer ist. Mit ihren 24GB GDDR6X-RAM richtet sie sich, wie die normale RTX 3090, auch eher an professionelle Anwender. Das Thema RAM spielt beim dritten 3000er-Release 2022 eine Rolle, denn im Januar brachte Nvidia die 12GB-Version der GeForce RTX 3080 auf den Markt - die normale Version bietet nur 10GB RAM.
Quelle: Gainward
Gainward GeForce RTX 4080 Phantom
Die beiden Nvidia-Stars sind aber natürlich die Ada Lovelace-Starter GeForce RTX 4080 und 4090. Letztere hat selbst erfahrene Tester überrascht, da die Leistungssteigerung im Vergleich zur GeForce RTX 3090 (Ti) mit 40 bis 50 Prozent enorm ist. Aber: enorm ist auch der Preis von über 2000 Eurp. Daher ist die GeForce RTX 4090 keine Kaufempfehlung. Zum Vergleich: Die RTX 4090 ist zwar 50 bis 60 Prozent schneller als AMDs 6950 XT, kostet aber 130 Prozent mehr, also deutlich mehr als das Doppelte . Die GeForce RTX 4080 steht beim Preis-Leistungs-Verhältnis nicht viel besser da. Das Leistungsplus zur AMD Radeon RX 6950 XT beträgt zwar immerhin 25 bis 30 Prozent, der Aufpreis aber liegt bei 70 Prozent. Trotzdem zeigt Nvidia, dass bei der Leistung große Schritte möglich sind. Was AMD in Punkto Grafikkarten gemacht hat, werden wir auf der nächsten Seite unter die Lupe nehmen. Doch zum Abschluss des Kapitels Nvidia fehlt noch ein Shieldbürgerstreich.
Dies ist kein Tippfehler, denn gerade erst wurde bekannt, dass Nvidia bei ihrer Streamingkonsole Shield die netzwerkinterne Streaming-Funktion für Spiele über den eigenen PC streichen wird. Noch kann man mit der Nvidia Shield und ihrem Controller einen eigenen im Netzwerk befindlichen PC, der eine ausreichend starke Nvidia-Grafikkarte hat, über die App GeForce Experience quasi fernsteuern und über das an der Shield angeschlossene Display alle Games spielen, die der PC stemmen kann. Ab Februar 2023 ist mit einem Update damit Schluss. Nutzer sollen auf andere Lösungen wie Streamingfunktion von Steam zurückgreifen. Für viele Shield-Nutzer wird das Gerät nun quasi nutzlos. In unserer News vom Mittwoch gehen wir auf die Details ein und kommentieren den Shieldbürgerstreich, für den wir keinen logischen Grund erkennen können.
