Ratgeber RAM: DDR, Latenzen und ECC
Der Arbeitspeicher ist ein wichtiger Bestandteil des PCs - doch was ist überhaupt DDR? Was ist die Latenz? Nutzt mir ECC-RAM etwas? Was sollte ich vor dem RAM-Kauf wissen? Erklärungen zur Technik und Begrifflichkeiten rund um das Thema Arbeitsspeicher finden Sie in unserem Special!
Was genau steckt hinter "DDR" ?
DDR steht für Double Data Rate, also "doppelte Datenrate". Ein Takt ist im Grunde ein Stromstoß, die Spannung baut sich auf und senkt sich wieder ab. Nun wird bei der DDR-Technologie je ein Datenpaket mit Ansteigen, eines mit Absenken der Spannung übertragen – früher war es nur ein Datenpaket pro Takt. Auf diese Weise verdoppelt sich der reale Takt zu einem "effektiven" Takt. DDR-RAM mit 200MHz realem Takt hat also effektiv 400MHz. Bei DDR2 und DDR3 kommt noch eine Verdoppelung respektive Vervierfachung des I/O-Taktes hinzu - dies ist der Takt, mit dem die Anbindung zum Speichercontroller der CPU erfolgt. Das heißt: aus einem realen Takt von 200MHz werden bei DDR2 "intern" 400MHz, der DDR-Effekt kommt noch dazu, so dass sich 800MHz effektiv ergeben. Bei DDR3 werden aus 200MHz intern 800MHz, effektiv also 1600MHz.
Vor allem Hersteller und Shops nennen gerne nur den effektiven Wert – der User wiederum ist sich unsicher, wenn er den Takt des RAMs mit einem Tool oder im BIOS des PCs anschaut, denn hier muss man leider bis heute noch immer genau nachsehen, welcher Wert dort angezeigt wird. Das eine Tool zeigt den realen Takt an, das andere den effektiven Takt. Das beliebte kleine Tool CPU-Z zeigt Ihnen beispielsweise den I/O-Takt an. Der doppelte Wert ist dann der effektive Wert, wie Sie ihn in den Produktbeschreibungen meist finden.
Quelle: extreme.pcgameshardware.de
RAM-Slots auf einem Mainboard
Latenzen und ECC
Die Latenzen kennen Sie möglicherweise durch die Zahlenkombinationen, die bei einigen Herstellern und Shops zusätzlich zur Bauart und zum Takt genannt werden, zum Beispiel 7-7-7-24. Was bedeuten diese Zahlen? Es handelt sich hierbei um die Latenzwert, die wichtigste Latenz ist dabei die erste Ziffer: CAS Latency, abgekürzt CL. Dies ist die Reaktionszeit des RAMs, kleinere Werte sind also besser. Dies ist die einzige Latenz, bei der Sie unter Umständen sogar einen minimalen Unterschied merken, daher wird diese meist in Produktbeschreibungen genannt – die weiteren Latenzen des Arbeitsspeichers sind als rein technische Daten zu sehen, bis auf die letzte Ziffer gilt auch hier, dass kleinere Werte besser sind.
Die Bezeichnung "ECC" finden Sie häufig als eigene Produktkategorie in Internetshops. Als Normaluser müssen Sie hierauf nicht achten. ECC ist lediglich eine Eigenschaft zur Fehlerkorrektur, die bei besonderen professionellen Server-Mainboards eine Rolle spielt. Es bringt Ihnen auf einem handelsüblichen Mainboard keinerlei Vorteile und kann im Einzelfall sogar zu Problemen führen.

Wobei eigentlich auch logisch ist, je höher die Zahlen umso schneller/besser der Riegel.
Und der Standard ist klar: Bei Win7 (64bit) würde ich aktuell immer 4 GB holen.
In 1-2 Jahren dann standardmäßig 8GB.
Mehr RAM hat noch nie geschadet
JMR
@ROm / RAM: ich denke mal, das ist eher zum verdeutlichen für den Laien so ausgedrückt, dass RAM eben kein dauerhaftes Speichermedium ist, als "Gegenbeispiel" dann ROM - das sollte sicher nicht rein technisch korrekt "das Gegenstück" sein ^^