Netzteile: Effizienz und 80Plus: Rechenbeispiel Stromkosten
Wir geben Euch zum Thema Netzteile Tipps zur Kaufentscheidung und eine Marktübersicht zu Modellen, die für Spiele-PCs gut geeignet sind. Natürlich klären wir auch wichtige Begriffe und räumen häufige Probleme im Zusammenhang mit Netzteilen aus.
Effizienz und 80Plus: Rechenbeispiel Stromkosten
Die Effizienz eines Netzteiles ist eigentlich sehr einfach zu erklären: beim Umwandeln des Stroms geht immer etwas Leistung verloren - dies merkt ihr auch daran, dass das Netzteil warm wird. Je weniger Strom dabei verloren geht, desto effizienter ist ein Netzteil. Die Effizienz berechnet sich folgendermaßen: wenn die Bauteile in einem PC zum Beispiel 300 Watt benötigen, das Netzteil aus der Steckdose dafür 350 Watt zieht, dann beträgt die Effizienz knapp 86 Prozent. Denn 300 geteilt durch 350 sind etwa 0,86. Die Effizienz von Netzteilen ist auch über das 80plus-Label leicht erkennbar, bei dem es unterschiedliche Abstufungen gibt - mehr dazu findet ihr auch auf der Website zum 80Plus-Label. Noch besser ist es aber, wenn ihr die genauen Effizienzwerte selber nachseht, denn nicht selten bekommt ein Netzteil wegen einer minimalen Schwäche das schlechtere Silver-Label, obwohl es an sich im Durchschnitt vielen Netzeilen mit dem Gold-Label gleichkommt.
Doch was bedeutet die Effizienz in der Praxis? Ein effizientes Netzteil spart Strom und somit bare Münze. Doch effiziente Netzteile sind auch teurer. Daher lohnt sich der Kauf eines besonders effizienten Netzteiles natürlich eher, wenn man den PC täglich auch lange nutzt. Dazu haben wir ein Rechenbeispiel erstellt, bei dem wir ein Netzteil mit einer bereits passablen Effizienz von 85 Prozent Effizienz mit einem sehr guten Modell, das 90 Prozent Effizienz besitzt, vergleichen. Eine Formel mit genauen Rechenschritten haben wir übrigens für Interessierte mit etwas Mathematik-Kenntnissen in der Grafik oben zusammengefasst. Wir nehmen an, dass der PC im IDLE- und Office-Betrieb 100 Watt verbraucht, beim Spielen 300 Watt.
Dabei ergibt sich rechnerisch, dass wir mit dem ineffizienten Netzteil grob gerundet sieben Watt beziehungsweise beim Gaming 20 Watt mehr verbrauchen. Die Zusatzkosten, wenn wir das ineffiziente Netzteil nutzen, hängen nun sehr davon ab, wie lange der PC pro Tag an ist und wie lange ihr dabei auch spielt. Wir haben dies anhand von 9 Beispielen in der folgenden Tabelle (gerundete Ergebnisse) für euch berechnet. Wer den PC den ganzen Tag eingeschaltet hat, verdoppelt einfach die Kosten für die 12-Stunden-Beispiele.
| PC an (h/Tag) | 4 | 8 | 12 | 4 | 8 | 12 | 4 | 8 | 12 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| davon Office | 3 | 7 | 11 | 2 | 6 | 10 | 0 | 4 | 8 | ||
| davon Gaming | 1 | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | 4 | 4 | 4 | ||
| Zusatzkosten Euro/Jahr | 3,60 | 6,00 | 8,40 | 4,80 | 7,20 | 9,60 | 7,20 | 9,60 | 12,00 |
Sehr gut zu sehen: wer seinen PC zwölf Stunden pro Tag eingeschaltet hat, der zahlt auch ohne viel Gaming pro Jahr etwa acht bis neun Euro
Quelle: Silver Stone
Silver Stone Strider Essential
drauf, wenn er das ineffiziente Netzteil nutzt. Auch wer pro Tag 4 Stunden spielt und ansonsten den PC nicht nutzt, zahlt bereits etwa sieben Euro im Jahr mehr. Man kann mit einem effizienten Netzteil somit durchaus sparen - ob dies trotz des teureren Anschaffungspreises gilt, muss man natürlich vorher durchrechnen. Wenn ihr das bessere Netzteil bespielsweise fünf Jahre nutzt, spart ihr bei unseren zwei Beispielen also 35 bis 45 Euro im Laufe dieser fünf Jahre. Der Aufpreis für ein Netzteil, das 90 statt nur 85 Prozent Effizienz besitzt, kann aber durchaus auch nur 20-30 Euro betragen.
Die Anschaffung lohnt sich hier also. Bedenkt aber: manchmal ist der Aufpreis doch größer, zudem müsst für eure Rechnung wirklich im Durchschnitt für jeden Tag im Jahr auf diese Nutzungszeiten kommen. Wer nur am Wochenende spielt, dann aber intensiv und satte sieben Stunden pro Tag, der hat trotzdem im Durchschnitt pro Tag nur zwei Stunden Gaming in seiner Statistik.
In diesem Artikel
- Seite 1 Netzteile für Gamer-PCs: Watt-Leistung
- Seite 2 Netzteile: Watt-Verteilung - benötigte Wattwerte für Grafikkarten oft zu hoch
- Seite 3 Netzteile: wie viel Watt sind nötig? Combined Power
- Seite 4 Netzteile: Effizienz und 80Plus: Rechenbeispiel Stromkosten
- Seite 5 Netzteile: Marke vs. NoName und Marktübersicht
- Seite 6 Bildergalerie
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Und, aus dem Stehgreif würde mir Sharkoon auch nicht an erster Stelle einfallen.
Oder das Rasurbo und Cougar auf die quasi gleichen Innereien ihre Labels klatschen, wo ich zuerst wohl zum Cougar gegriffen hätte, womöglich sogar zum höheren Preis. :-)
Aber, wie immer, ein interessantes Special.
(Und nochmal den Wunsch, Gaminghardwarerelevante im Kaufberatungsforum sichtbar zu platzieren. Die Arbeit soll ja nicht für die Katz sein. Und ich meine nicht den Enisra.)
Speziell auf Netzteile bezogen, kann in dieser Übersicht nachgesehen werden, ob zB im Enermax Netzteil auch Enermax Technik steckt.
Oder für wen die Zulieferer noch so produzieren.
Speziell auf Netzteile bezogen, kann in dieser Übersicht nachgesehen werden, ob zB im Enermax Netzteil auch Enermax Technik steckt.
Oder für wen die Zulieferer noch so produzieren.