Makro-Kosmos: Schummeleien und Zusatztasten
Mit Makros lassen sich mehrere Tastatur- und Mausaktionen zu einem einzigen Tastendruck zusammenfassen - wir geben Tipps zu Makros und passender Hardware. So könnt ihr in Spielen noch besser und schneller agieren.
Makro-Schummelei ungern gesehen
Bei Games, die ihr im Multiplayermodus spielt, sind Makros allerdings häufig verpönt, im Einzelfall ist es sogar möglich, dass ihr aus dem Spiel verwiesen werden. Dies ist auch verständlich, denn wenn in einem Spiel zum Beispiel diverse Specialmoves möglich sind, die durch die passende Kombination aus mehreren Tasten aktiviert werden müssen, dann ist dazu auch ein gewisses Können nötig – die Programmierer haben sich dabei auch etwas gedacht, nämlich den Spielern eine Herausforderung zu geben. Wer diese Tastenfolgen aber durch das simple Drücken nur einer einzigen Makrotaste aktiviert, macht es sich natürlich viel einfacher und hat einen unfairen Vorteil gegenüber seinen Gegenspielern. Anderes Beispiel: beim Shooter Unreal Tournament 2004 konnte man nach dem Einsammeln ausreichend vieler Adrenalin-Pillen durch Tastenfolgen kurzzeitig besondere Fähigkeiten aktivieren, zum Beispiel deutlich schnelleres Laufen oder Unsichtbarkeit.
Wer diese Tastenfolge per Makrotaste abkürzt, hat natürlich einen Vorteil - wenn auch in diesem Fall nur einen recht kleinen. In Rollenspielen, vor allem in MMORPGs (Onlinerollenspiele mit sehr vielen teilnehmenden Spielern) können Makros ebenfalls sehr hilfreich sein, um schnell eine bestimmte Waffe, einen Zauber oder auch einen Chat-Befehl aktivieren zu können. Wer hier im Team gegen KI-Gegner spielt, wird sich beim Nutzen von Makros natürlich nicht unbedingt den Unmut seiner Mitspieler zuziehen. Geht es aber um Kämpfe gegen andere von Menschen gesteuerte Charaktere, so sind Makros wiederum nicht gerade das, was die Gegner sonderlich erfreuen wird. Ihr solltet also bei Onlinematches überlegen, ob ihr Makros nutzen und euch eventuell als "Cheater" beschimpfen lassen wollt, nur um einen kleinen Vorteil zu haben.
Zusatztasten sind nicht immer Makro-Tasten
Quelle: Archiv
Razer Anansi
Einige Tastaturen und vor allem Mäuse haben zwar Tasten, die nicht zum Standardlayout gehören, aber auch keine echten Makro-Tasten sind. Diese Tasten lassen sich dann nur durch eine einzige "normale" Aktion belegen, also zum Beispiel könntet ihr die Funktion "Granate werfen" statt auf den Buchbstaben G auf die Daumentaste der Maus legen. Moderne Spiele-Mäuse bieten inzwischen in der Regel standardmäßig auch die Möglichkeit, dass ihr mit der Maussoftware unterschiedliche dpi-Werte (sozusagen die Mausempfindlichkeit) speichern könnt. Durch Druck auf eine spezielle Taste der Maus schaltet man später zwischen den gespeicherten Werten durch. Bei einem hohen dpi-Wert flitzt der Mauszeiger schon bei kleinen Mausbewegungen über den Bildschirm, bei kleinen Werten muss man die Maus viel weiter bewegen, um den Zeiger mitzubewegen – dies ist beispielsweise im Zielmodus bei einer Scharfschützenaktion nützlich, da sich das Fadenkreuz sehr langsam und präzise bewegen lässt und nicht schon durch antippen der Maus der Feind aus dem Zielfernrohr-Sichtbereich verschwindet.
