Live Streams selbst gemacht: Punkt 2 und 3: benötigte Hardware und Mikrofon

4
Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Professionelle Live-Streams gibt es zu Hauf - wir erklären euch, wie ihr auch als Otto Normalspieler eure Games live ins Internet streamet. Dabei beraten wir euch hinsichtlich der passenden Hardware, was bei eurer DSL-Verbindung zu beachten ist und welche Software ihr benötigt.

Punkt 2: benötigte Hardware

In Punkt 1 haben wir ja angedeutet, dass es selbst bei schnellen Internetleitungen nötig ist, das Echtzeitbild zu komprimieren, also die zum DSL-Anschluss passende Streaming-Qualität und -Datenrate zu erzielen. Ähnlich wie bei einer MP3 im Audiobereich werden die vorhandenen Daten heruntergerechnet, dabei aber auch ein möglichst guter Kompromiss aus Datenaufkommen (beziehungsweise Streaming-Bandbreite) und Bildqualität erzielt. Dies beansprucht euren PC allerdings deutlich mehr als ein Tool, welches das Bild aus euren Spielen ohne Rücksicht auf die Datenmenge lediglich 1:1 auf eurer Festplatte speichert, damit ihr daraus später in aller Ruhe ein Video zusammenschneiden könnt, um es zum Beispiel bei YouTube hochzuladen.

Nur als Anhaltspunkt: für nur 30 Sekunden Video in halber Full-HD-Auflösung bei 25 Bildern pro Sekunde fallen bei dem Tool FRAPS, welches das Video nicht per Komprimierung optimiert, schon über 300 Megabyte an Daten an. Das sind also mindestens 10 MB/s (Megabyte pro Sekunde) - für einen Live-Stream wäre das nicht praktikabel, denn selbst ein DSL50000-Anschluss würde hier nicht reichen, um einen solchen Livestream auch nur anzusehen: maximal 6,25 MB/s sind bei DSL50.000 als Download-Geschwindigkeit nutzbar. Selbst wenn ihr also einen Profi-Internetanschluss besitzen würdet, der mit dieser Datenrate upstreamen könnte: so gut wie niemand könnte sich euren Stream anschauen, da kaum ein normaler privater Internetanschluss die nötigen 10 MB/s als Download zur Verfügung hat.

Headset, hier Logitech G35 Quelle: Logitech Headset, hier Logitech G35 Um auf den Punkt zu kommen: der PC muss bei einem Live-Stream also viel mehr tun als "nur" das Bild weiterzuleiten, er muss das Bild während ihr spielt gleichzeitig komprimieren, was natürlich Rechenpower beansprucht. Bei einem durchschnittlichen PC kann dies je nach Spiel schon dazu führen, dass ihr nicht mal auf niedrigeren Details ruckelfrei spielen könnt. Wir empfehlen daher einen PC mit einer modernen CPU, einem AMD FX der 6000er oder 8000er Serie oder einem Intel Core i5 oder i7 für den Sockel 1155 oder 1150, dazu am besten acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Die Grafikkarte spielt beim Berechnen des Streams hingegen keine Rolle, da ja hier keine 3D-Berechnung stattfindet.

Punkt 3: Mikrofon

Natürlich könnt ihr neben dem Ton des Spiels auch eure Stimme übertragen, wenn ihr wollt. Sei es in Form bewusster Kommentare oder einfach nur, um eure natürliche Reaktion oder euren Teamchat beim Gamen zu übertragen. Dazu ist hardwareseitig lediglich ein Mikrofon nötig. Wenn ihr den Ton dann aber über die Boxen laufen lasst, kann es zu einem unschönen Echo-Effekt oder auch zu einem Fiepen kommen. Wir empfehlen daher, dass ihr dem Ton des Spiels über Kopfhörer lauscht. Ein Headset wäre eine simple Lösung, die Kopfhörer und Mikrofon in einem Produkt vereinigt. Qualitativ ist aber ein Kopfhörer mit einem separaten Mikrofon meist die bessere Wahl.

4
  1. Seite 1 Live Streams selbst gemacht: Was ist ein Live-Stream?
  2. Seite 2 Live Streams selbst gemacht: Was gibt es zu beachten? Punkt 1: Internetverbindung
  3. Seite 3 Live Streams selbst gemacht: Punkt 2 und 3: benötigte Hardware und Mikrofon
  4. Seite 4 Live Streams selbst gemacht: Punkt 4 und 5: separate Video-Hardware und Streaming-Website
  5. Seite 5 Live Streams selbst gemacht: Punkt 6: Streaming-Software und Tabelle zu DSL-Upstreams
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MarkusU NPC
        Ich rate auch zu OBS. Kostenlos und auch einfacher, weil nicht so überladen. Vom Umfang her in der selben Liga wie xslpit.
      • Von MarkusU NPC
        Ich rate auch zu OBS. Kostenlos und auch einfacher, weil nicht so überladen. Vom Umfang her in der selben Liga wie xslpit.
      • Von Layrod NPC
        warum wird hier ausgerechnet xsplit verwendet? warum nicht Openbroadcaster? funktioniert genauso gut und kostet nichts.
      • Von Blutrache2oo9 Mitglied
        Hm, hat mir leider nicht weiter geholfen, zu allgemein. Trotzdem steht das wichtigste drin
      • Von Blutrache2oo9 Mitglied
        Boah danke, sowas hab ich gebraucht, ich bin vorgestern verzweifelt :D Ich les es mir später mal durch.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk