Joysticks für Flug-Sims: HOTAS-Systeme
Das können die speziellen HOTAS-Systeme. Wir erklären Funktionsweise und Nutzen der speziellen Eingabegeräte.
HOTAS: Wenn Joysticks und Schubregler heiraten
HOTAS - das steht für "Hands on Throttle and Stick", was übersetzt so viel wie "Hände am Gashebel und Steuerknüppel" bedeutet. Gemeint ist, dass man für alle wichtigen Flugsteuerungen die Hände nicht vom Schubhebel und Steuerstick wegnehmen muss. Dies wird dadurch erreicht, dass an beiden Steuerelementen die wichtigsten Knöpfe vorhanden und mit den Fingern gut bedienbar sind. Der Steuerstick ist dabei in Griffweite zur rechten Hand, der Schubregler in Griffweite zur linken Hand.
Dieses Prinzip stammt aus dem militärischen Flugbereich. Der Pilot sitzt in seinem Pilotensessel, und Schubhebel sowie Steuerknüppel sind dort platziert, wo - vereinfacht gesagt - normalerweise die Armlehnen bei einem Sessel oder Bürostuhl wären. Der Pilot kann somit recht bequem mit einer Hand den Steuerknüppel, mit der anderen den Schubregler greifen. Der Stick, der wegen seiner Position Sidestick genannt wird, und der Schubregler haben wiederum zusätzlich einige gut erreichbare Knöpfe und Regler, um bestimmte Elemente separat anzusteuern. Genau dieses HOTAS-Prinzip ist bei Joysticks weit verbreitet, und es ist in jedem Falle ein Vorteil im Vergleich zu einfacheren Joysticks ohne separate Schubregler-Sektion.
Quelle: Thrustmaster
An militärischen Schubregeln orientiert:Thrustmaster TWCS Throttle
Bei einem HOTAS-Joystick-Set gibt es einen separaten Schubregler, genauer gesagt eine zweite Basis mit einem oder mehreren Schubhebeln auf der Oberseite sowie natürlich auch weiteren Buttons. Ihr könnt bei allen uns bekannten HOTAS-Joysticks die Schubregler- und Joystick-Einheit voreinander trennen und mit einem für euch gemütlichen Abstand zueinander aufstellen. Einige Sets kann man auch zusammenstecken und mittig vor sich hinstellen. Eine andere Möglichkeit ist zudem der Kauf eines Joysticks sowie einer separaten Schubregler-Einheit. Es gibt zwei gute Gründe, sich die Schubregler-Einheit separat zu kaufen. Der erste Grund ist ganz simpel das Budget - wenn ihr beispielsweise 200 bis 250 Euro zur Verfügung habt könnt ihr ein ordentliches HOTAS-System kaufen oder aber einen guten Joystick. Seid ihr echte Flugsimulations-Fans, dann macht es durchaus Sinn, zunächst nur den Joystick zu kaufen und sich die Schubregler-Einheit nachzukaufen, damit ihr nach einer Weile dann mit einem Top-Gesamtsystem in die Lüfte steigen könnt. Allerdings gibt es bei den separaten Schubregler-Einheiten im Handel überwiegend die Modelle, die wie die unten abgebildete Schubregler-Einheit für zivile Flugsims gedacht sind und dabei keinen Wert auf eine HOTAS-Steuerung legen.
Quelle: Honeycomb
Mit 6 Reglern richtet sich das Honeycomb Bravo Throttle Quadrant an Fans von zivilen Flugsimulationen
Diese Nicht-HOTAS-Schubregler sind aber gleichzeitig der zweite gute Grund für einen separaten Schubregler-Kauf. Denn ihr könnt selber entscheiden, ob ihr eher militärisch per HOTAS oder zivil in die Lüfte steigen wollt und dabei dank mehrerer Regler authentischer einzelne Triebwerke und Ruder ansteuern könnt. Für militärische Flugspiele sind die HOTAS-Komplettsysteme daher die bessere Wahl. Es ist dann zwar meist nur ein einzelner Schubhebel vorhanden, aber bei actionreichen Spielen werdet ihr selten auch noch den Wunsch haben, die möglicherweise zwei Triebwerke des Jets getrennt anzusteuern, falls das vom Spiel überhaupt mitsimuliert wird. Neben Schubregler-Einheiten gibt es auch noch zusätzliche Panels, und ihr könnt statt Joysticks auch Steuerhörner, sogenannte Yokes kaufen - darauf gehen wir später noch ein, haben aber zuerst eine Marktübersicht mit Joysticks für euch vorbereitet.

Wie mein Oppa immer sagte: "Wer billig kauft, kauft doppelt."
Das ist bei Flightsticks so.