Gaming-Monitore: Bildwiederholrate, Sync-Techniken und Panelarten

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LG OLED 39GX950B
Quelle: LG 

Wir erklären die Relevanz von hohen Bildwiederholraten und Sync-Techniken, außerdem blicken wir auf die Panel-Arten IPS, VA, TN und OLED.

Bildwiederholrate und Sync-Techniken

Für einen Gamingmonitor sind hohe Bildwiederholfrequenzen ab 144 Hertz sowie eine Sync-Technik wichtig. Durch hohe Bildwiederholraten steigt die Chance, dass ihr auf dem Monitor ein Bild sehen könnt, das gerade von der Grafikkarte fertigberechnet wurde. Dies wird klar, wenn man eine hohe mit einer niedrigen Bildwiederholrate vergleicht.

Bei 60 Hertz liegen zwischen jedem Bildupdate 16,7ms (Millisekunden) - es kann also 16,7ms dauern, bis der Monitor ein neu berechnetes Bild (vereinfacht gesagt) bei der Grafikkarte entdeckt und dann auch anzeigt. Mit 144 Hertz wiederum sind es lediglich 6,9ms. Der Vorteil des schnelleren Displays entspricht also genau genommen einem um 10 besseren Ping in einem Onlinegame.

Das zweite Feature, die Sync-Technik, sorgt wiederum dafür, dass der Monitor genau dann ein neues Bild anzeigt, wenn die Grafikkarte ein neues Bild berechnet hat. Die Bildwiederholrate passt sich also an die FPS an, die die Grafikkarte liefert. Bei gleichmäßiger Bildwiederholrate kann es nämlich passieren, dass ein horizontaler Riss durch das Bild zu gehen scheint, weil ein Teil des Bildes noch zu dem alten, ein anderer Teil zu dem neu berechneten Bild der Grafikkarte gehört. Bei den Sync-Techniken gibt es Nvidia G-Sync, das aber praktisch ausgestorben ist: Nur etwa 10 im Handel erhältliche Monitore ab 24 Zoll bieten noch G-Sync, über 1600 (!) andere Monitore bieten Adaptive Sync, davon gut 1000 auch AMDs Freesync. Der simple Grund: Adaptive Sync ist mit allen GPUs kompatibel und fast kostenfrei umsetzbar. Auch Freesync hat niedrige Kosten und ist so gut wie immer ebenfalls zu allen GPUs kompatibel. G-Sync hingegen funktioniert nur mit Nvidia-GPUs und macht einen Monitor zudem spürbar teurer. Zusammengefasst: Beim Monitorkauf empfehlen wir mindestens 144 Hertz sowie Adaptive Sync.

MSI MPG 346CQRFDE UWQHD Monitor Quelle: MSI Wir zeigen euch für Gaming-Monitore die wichtigsten Eckdaten auf, die zu beachten sind, gehen auf OLED-Displays ein und haben 20 Monitor-Kauflinks parat.MSI MPG 346CQRFDE UWQHD Monitor

Panel-Arten: TN, VA, IPS und OLED

Bei den Monitoren habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Panel-Techniken. TN-Panels, die früher wegen ihrer besonders günstigen Preise dominierten, sind für Gaming-Monitore inzwischen kein Thema mehr. Vielmehr werdet ihr fast nur noch VA- und IPS-Panels finden, die sich in den letzten 20 Jahren technisch stark bei den Gaming-Eigenschaften verbessert haben und auch preislich inzwischen eine gute Wahl sind. Prinzipiell sind IPS-Panels ein klein wenig schneller und farbtreuer als VA-Panels, dafür sind die Kontraste und Schwarzwerte bei VA im Vorteil. Allerdings kann sich das Bild je nach Panelqualität auch umkehren, sodass ein günstiges VA-Panel gegen ein Mittelklasse-IPS-Panel in allen Disziplinen verliert oder umgekehrt.

Wer genügend Geld hat, sollte aber am besten auf die neuere OLED-Technik setzen. Sie ist derzeit noch deutlich teurer, hat aber Vorteile bei den Schwarzwerten und Kontrasten. Denn die einzelnen Pixel bei einem OLED-Panel leuchten jeweils für sich und können für ein sattes Schwarz auch einzeln komplett abgeschaltet werden. Bei TN, VA und IPS hingegen sperren die Kristalle in den Pixeln lediglich den Weg für das Licht, das von einer größeren Beleuchtung im Hinteren des Monitors stammt. Dass dann ein wenig Licht weiterhin zum Nutzer vordringt und eher ein dunkles Grau anstelle von Schwarz darstellt, ist kaum zu vermeiden. Auch bestimmte Farben sehen per OLED-Panel knackiger aus. Obgleich OLED-Monitore vergleichsweise teuer sind, gibt es immer mehr Auswahl auf dem Monitor-Markt: Mit Diagonalen ab 27 Zoll, mindestens 144 Hertz Bildwiederholrate und Sync-Technik gibt es zwar über 500 VA- und IPS-Monitore, aber immerhin auch über 90 OLED-Modelle ab etwa 450 Euro. Dem gefürchteten Thema des Bild-Einbrennens bei OLED-Panels wollen wir auf der nächsten Seite den Wind aus den Segeln nehmen.

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  1. Seite 1 Gaming-Monitore: Technik- und Kauftipps, OLED-Vorteile und 20 Monitor-Empfehlungen
  2. Seite 2 Bildwiederholrate, Sync-Techniken und Panelarten
  3. Seite 3 Einbrennen bei OLED und 20 Kauflinks
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