Grafikkarten: Lesitungsergebnisse und Leistungsindex
Wir erklären euch den Leistungsindex der Grafikkarten samt Ergebnissen aus den Tests.
Leistungsergebnisse aus Tests richtig deuten
Wichtig für eure Kaufentscheidung ist, ob ihr für ein bestimmtes Budget die beste Grafikkarte sucht oder ob ihr eher für ein bestimmtes Spiel eine Mindestleistung verlangt und preislich eher offen seid. Um die Leistung einer Grafikkarte zu bestimmen, gibt es von Hardware- und Spielemagazinen regelmäßige Vergleichstests. Wichtig ist dabei, dass in der Regel die maximale Detailstufe getestet wird, aber ohne aktivierte Raytracing-Effekte und ohne die Hilfe von KI-Upscaling - diese beiden Features werden in aller Regel separat getestet.
Denn Raytracing kann die Leistung stark nach unten ziehen - beim Raytracing werden einzelne Lichtstrahlen physikalisch korrekt verfolgt, um ein realistisches Bild zu erzeugen, was aber enorm viel Rechenpower benötigt. Daher beschränken sich die Raytracing-Effekte in Games auf Licht, Schatten und Reflexion, was aber trotz vorhandener spezieller Raytracing-Kerne in den GPUs für deutlich niedrigere FPS-Werte als ohne Raytracing sorgt. Manche Games bieten das noch aufwändigere Pathtracing, was näher an ein komplettes Raytracing herankommt und entsprechend noch mehr Leistung frisst. Pathtracing wird in einigen Tests ebenfalls noch separat unter die Lupe genommen.
Wir interessieren uns aber für unser Special vor allem für die Leistung ohne Raytracing, um die Kernleistung der Grafikkarten-Reihen zu bestimmen. Hierfür haben wir die Ergebnisse aus zahlreichen anderen Tests und Übersichten wie der PC Games Hardware Grafikkarten-Rangliste statistisch zusammengefasst und eine eigene Leistungseinordnung geschaffen, die auf der Durchschnittsleistung in Spielen in verschiedenen Auflösungen basiert, aber eben ohne Raytracing und ohne die Hilfe von KI-Upscaling. Diese beiden Features besprechen wir später noch kurz. Wichtig zu wissen ist, dass die Durchschnittswerte sich aus den Ergebnissen zu einzelnen Games ergeben, bei denen es wiederum starke Unterschiede geben kann.
Ein Beispiel: Die PC Games Hardware testete die Leistung der Nvidia GeForce RTX 5060 Ti - dort werdet ihr auch die Werte zur AMD Radeon RX 9070 XT bemerken, die im Schnitt minimal langsamer als die Nvidia GeForce RTX 5070 Ti ist, zum Beispiel um nur ein Prozent bei 4K sowie weniger als ein Prozent bei WQHD. Schaut ihr aber auf die Einzelwerte der getesteten Games, dann sieht es zwar bei vielen Spielen ähnlich aus: Mal ist die AMD-Grafikkarte, mal die von Nvidia um 2-3, manchmal auch 4 bis 7 Prozent vorn. Bei Call of Duty: Black OPs 6 aber leistet die AMD-Grafikkarte sogar satte 28 Prozent mehr, dafür landet die Nvidia GeForce RTX 5070 Ti in Outcast: A New Beginning und Warhammer 40K: Space Marines 2 mehr als 20 Prozent vor der AMD Radeon RX 9070 XT.
Leistungsindex Grafikkarten
Falls ihr eine Grafikkarte für ein ganz bestimmtes Spiel sucht, bei dem ihr sicher seid, dass es über eine ganze Weile hinweg eure Hauptbeschäftigung bezüglich Gaming sein soll, dann sucht nach Benchmarks-Vergleichstest speziell zu diesem Spiel - ansonsten haltet euch an die Durchschnittsleistung. Doch wie platzieren sich aktuelle Grafikkarten dabei? Dies ist unser Leistungsindex grafisch dargestellt, wobei wir zum Vergleich auch einige ältere Grafikkarten mit dabei haben:
Quelle: Antonio Funes
Leistungsindex
Die AMD Radeon RX 9070 XT ist mit einem Index-Wert von 100 unsere Basis. Eine Grafikkarte mit einem Index-Wert von 75 ist also um ein Viertel langsamer, eine mit einem Wert von 50 halb so schnell. Wir haben die RX 9070 XT als Basis ausgesucht, da sie die stärkste Grafikkarte ist, die preislich noch in Ordnung ist, was wir später noch verdeutlichen werden. Denn wie ihr seht, gibt es zwar schnellere GPUs, aber wegen der Preis-Leistungs-Verhältnisse fallen diese als Kaufempfehlungen aus, was wir gleich noch näher schildern werden.
