CPUs für DDR4-RAM: Diese Prozessoren lohnen sich aktuell während der Speicherkrise

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CPUs für DDR4-RAM: Diese Prozessoren lohnen sich aktuell während der Speicherkrise
Quelle: AMD

Wegen der Speicherkrise spart man bei 32GB mit DDR4- statt DDR5-RAM satte 200 Euro. Doch welche CPUs für die DDR4-Sockel AMD AM4 und Intel 1700 lohnen sich?

Wir wollen euch heute eine Kaufberatung zu älteren CPUs für die Sockel AMD AM4 und Intel 1700 geben. Denn diese Prozessoren erleben einen zweiten Frühling und sind derzeit für einen Spiele-PC wieder eine echte Option. Warum das so ist, erklären wir direkt zu Beginn - für den Fall, dass ihr es noch nicht mitbekommen habt. Später vertiefen wir dies mit konkreten Preis-Leistungs-Rechenbeispielen.

Aktuell sieht es so aus: Viele Gamer greifen wieder zu den an sich schon veralteten CPUs für die Sockel AM4 und 1700 mit DDR4-RAM, obwohl bereits die beiden aktuelleren Sockel AMD AM5 und Intel 1851 etabliert waren, die ausschließlich zu DDR5-RAM kompatibel sind. Auch Mainboard-Hersteller fahren die Produktion entsprechender Hauptplatinen wieder hoch. Der Grund für das Phänomen ist eine Speicherkrise mit horrenden Preisanstiegen, die durch eine extrem gestiegene Nachfrage nach Arbeitsspeicher für KI-Zwecke zustande gekommen ist. Da die Speicherproduzenten nicht genügend Kapazitäten haben, werden die vorhandenen Produktionsslots teuer verkauft - KI-nutzenden Firmen sind die Preise dabei beinahe egal, aber normale Endkunden erleben einen preislichen Horrortrip.

DDR4- und DDR5-RAM sind in den letzten Monaten nämlich um etwa das Viereinhalb- bis Fünffache teurer geworden. Da es zwischen DDR4- und DDR5-RAM einen Preisabstand gab, hat sich natürlich auch dieser vervielfacht. Bei 32GB RAM betrug der Preisabstand zwischen DDR4- und DDR5-RAM vor Beginn der Krise etwa 40 bis 50 Euro. Mittlerweile sind es 200 Euro Preisunterschied. Diese Kosten kommen auf den ohnehin gestiegenen RAM-Preis noch dazu. Konnte man im August und September 32GB RAM noch für 50 Euro (DDR4) respektive 80 Euro (DDR5) bekommen, sind es nun 200 Euro beziehungsweise 400 Euro. Für viele Gamer, die keine 2000 Euro oder mehr für einen neuen PC ausgeben wollten, würde der Griff zu DDR5-RAM somit sehr starke Einschränkungen bei der Hardwarewahl bedeuten. Nimmt man aber DDR4-RAM und eine passende CPU, bleibt deutlich mehr Spielraum für die Grafikkarte, die ja ohnehin bei Gaming viel wichtiger als der Prozessor ist.

Corsair Vengeance DDR5-RAM Quelle: Corsair 32GB Corsair Vengeance DDR5-RAM mit 6000 MHz kosten derzeit gut 400 Euro - vor sechs Monaten waren es noch 90 Euro. Bis etwa September 2025 war die Sache klar: Man setzt auf DDR5-RAM, nimmt die 30 bis 40 Euro Aufpreis im Vergleich zu DDR4-RAM in Kauf, hat dafür aber die modernere und länger nutzbare Plattform in dem Sockel AMD AM5 oder Intel 1851. Das teurere DDR5-RAM machte - wenn wir von 32GB ausgehen - damals bei einem PC für 1000 Euro keine 10 Prozent aus, bei einem PC für 1500 Euro waren es gute 5 Prozent. Inzwischen würden 32GB DDR5-RAM bei einem 1000 Euro-Budget über 40 Prozent des Geldes fressen, das man insgesamt ausgeben kann. Bei einem 1500 Euro-PC sind es mehr als ein Viertel des Budgets. Auch bei DDR4-RAM ist der Anteil des Betrages, den der Speicher vom Budget einnimmt, stark gestiegen - er liegt aber immerhin noch bei "nur" guten 20 Prozent bei einem 1000 Euro-PC beziehungsweise knapp 15 Prozent bei einem 1500-Euro-PC. Auf DDR4 zu setzen, kann also die Lösung sein, um nicht komplett in die Röhre zu schauen, sofern man sein Budget nicht mal eben um 300 bis 500 Euro ausweiten kann. Nun wird sich manch einer fragen, welchen Nachteil man sich dafür bei der CPU erkauft - denn man verzichtet dann ja darauf, eine CPU der modernen Familien Ryzen 7000, Ryzen 9000 oder Core Ultra zu nutzen. Dies schauen wir uns auf der nächsten Seite an.

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  1. Seite 1 Speicherkrise macht DDR4-CPUs attraktiv
  2. Seite 2 Leistungsvergleich DDR4- vs. DDR5-CPUs
  3. Seite 3 Rechenbeispiele und Kaufempfehlungen
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von McTrevor Mitglied
        Mit Infeneon hatten wir doch einen Ram-Hersteller hier in Deutschland. Die sind aus dem Business aber seit Jahren raus, da nicht profitabel. Hätte man den KI-Trend damals abgesehen, hätte man vielleicht anders entschieden.

        Als Normaluser muss man da jetzt in den sauren Apfel beißen, wenn man unbedingt RAM braucht. Jeder der bereits einen PC hat ist gut beraten, den einfach weiter zu betreiben. Der Gamingmarkt für aktuelle PC-Games ist abseits von Indies eh ziemlich am Ar***. Und die laufen auch oft auf betagterer Hardware gut. Warum soll man sich für 4000 Euro einen Rechner in die Bude stellen, wenn die aktuellen AAA-Games mit runter gelutschtem Gameplay daher kommen und dank fehlender Optimierung (Unreal Engine, yeah!) dann auch auf diesen Kisten noch stottern und ruckeln? Ich bin doch nicht blöd...
      • Von McTrevor Mitglied
        Mit Infeneon hatten wir doch einen Ram-Hersteller hier in Deutschland. Die sind aus dem Business aber seit Jahren raus, da nicht profitabel. Hätte man den KI-Trend damals abgesehen, hätte man vielleicht anders entschieden.

        Als Normaluser muss man da jetzt in den sauren Apfel beißen, wenn man unbedingt RAM braucht. Jeder der bereits einen PC hat ist gut beraten, den einfach weiter zu betreiben. Der Gamingmarkt für aktuelle PC-Games ist abseits von Indies eh ziemlich am Ar***. Und die laufen auch oft auf betagterer Hardware gut. Warum soll man sich für 4000 Euro einen Rechner in die Bude stellen, wenn die aktuellen AAA-Games mit runter gelutschtem Gameplay daher kommen und dank fehlender Optimierung (Unreal Engine, yeah!) dann auch auf diesen Kisten noch stottern und ruckeln? Ich bin doch nicht blöd...
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Weedotastisch
        Genauso kannst du dir das vorstellen. Da gibt es einerseits diejenigen die Probleme erkennen und diese dann lösen und dann gibt es die Fatalisten, die regiert werden wollen und müßen, die meinen daß alles sich irgendwie entwickelt, von Zufällen und Glück/Unglück getrieben.

        Dieser verkrampften Kommikonglomerate in Asien wurden genauso aus der Taufe gehoben. Oder glaubst du, daß sich da aufeinmal alle Chipgenies der Welt versammelt haben und sagten: "Asien, das wird das neue Chipmekka." Und dann hat sich alles durch Zufall dort gesammelt. Wissen, Ressourcen, Fachkräfte, Geldmittel. Die sind wortwörtlich vom Reisfeld in die Chipfabrik gehüpft, weil .... das sich so zufällig ergeben hat. Nicht weil man das gezielt in Europa/USA hier ausgelagert hat und dort angesiedelt, das war "Zufall". :D

        Dann werden diese Strukturen, welche "auslagern" (Visionen von Weltwirtschaft etc. haben), zurechtgebürstet und hier geht wieder der Funk ab Diggi. Das ist doch kein Thema. Einmal die Strukturen gebrochen und das neue angefahren, zack kannst es gedeihen und wachsen lassen, dann soll das die Marktwirtschaft richten.

        Und das mit den billigen Plastikecken mit Propeller drauf war ein Beispiel, kann 400€ sein oder 600€, was weiß ich. Wenn es da überhaupt noch n Dollar oder Euro gibt.
        Genau so einfach stellt ich ein Herr Trump die Weltwirtschaft auch vor, hab ich das Gefühl.
        Aber ich hab ja keine Ahnung... bin nur der Koch :P
      • Von fud1974 Mitglied
        Aha, so einfach also.

        Na dann.

        Das ist auch in Asien nicht über Nacht entstanden, aber ich glaube wir belassen es mal dabei.
      • Von Weedotastisch Hobby-Spieler/in
        Zitat von fud1974
        "Bei mir gäbe es.."

        WIE darf man sich das vorstellen. Per "Order di Mufti" oder was?
        Genauso kannst du dir das vorstellen. Da gibt es einerseits diejenigen die Probleme erkennen und diese dann lösen und dann gibt es die Fatalisten, die regiert werden wollen und müßen, die meinen daß alles sich irgendwie entwickelt, von Zufällen und Glück/Unglück getrieben.

        Dieser verkrampften Kommikonglomerate in Asien wurden genauso aus der Taufe gehoben. Oder glaubst du, daß sich da aufeinmal alle Chipgenies der Welt versammelt haben und sagten: "Asien, das wird das neue Chipmekka." Und dann hat sich alles durch Zufall dort gesammelt. Wissen, Ressourcen, Fachkräfte, Geldmittel. Die sind wortwörtlich vom Reisfeld in die Chipfabrik gehüpft, weil .... das sich so zufällig ergeben hat. Nicht weil man das gezielt in Europa/USA hier ausgelagert hat und dort angesiedelt, das war "Zufall". :D

        Dann werden diese Strukturen, welche "auslagern" (Visionen von Weltwirtschaft etc. haben), zurechtgebürstet und hier geht wieder der Funk ab Diggi. Das ist doch kein Thema. Einmal die Strukturen gebrochen und das neue angefahren, zack kannst es gedeihen und wachsen lassen, dann soll das die Marktwirtschaft richten.

        Und das mit den billigen Plastikecken mit Propeller drauf war ein Beispiel, kann 400€ sein oder 600€, was weiß ich. Wenn es da überhaupt noch n Dollar oder Euro gibt.
      • Von mike23m Stille/r Leser/in
        Zitat von fud1974
        "Bei mir gäbe es.."

        WIE darf man sich das vorstellen. Per "Order di Mufti" oder was?

        Per Dekret angeordnet gibt es plötzlich "Chipschmieden" in Deutschland... WER soll das machen? WER hat noch die Expertise im Land derartige Fabriken aufzuziehen die dann auch noch zu Preisen das fertigen können ohne dass das alles mit einem ordentlichen Defizit arbeitet...?

        Das passiert doch nicht weil einer das "will" . Selbst die DDR hat sich damals unter unsäglichen Schmerzen den "Megabitchip" damals rausgequetscht... der natürlich letztlich überhaupt nicht konkurrenzfähig war vom Preis. Wurde auch so ein Riesenprojekt.

        Überhaupt ich verstehe nur Bahnhof, du wetterst woanders gegen die "Kommunisten" und dann solche Vorschläge wie "6080 für 500€ für jeden Deutschen zu kaufen" (whatever that means) was klingt wie Kommunismus/Sozialismus in Reinkultur, staatlich gelenkte Firmen mit angeordneten Produktionsprogramm zu Festpreisen für den Konsumenten.

        Das ging ja schon immer gut aus so was.

        Wenn man wirklich nachhaltig hier wieder entsprechende Industrie ansiedeln und halten wollen würde, wäre das sicherlich ein aufwändigeres Programm mit einigen flankierenden Maßnahmen, und nicht "mal so eben".

        Wo soll das Bundeskartellamt sich einschalten wenn die Firmen die das herstellen nichts mit Deutschland zu tun haben außer dass zufälligerweise einige Kunden von denen hier sitze
        Sowas wie das Bundeskartellamt gibt es doch nicht nur in Deutschland oder für Deutschland. Einfach einen Riegel vorschieben, sodass es nichr zu einseitig ablaufen kann. Aber da ist ja "Wirtschaft" wichtiger. Überspitzt geschrieben ist Wirtschaft sogar wichriger als irgendein Menschenleben.
      Direkt zum Diskussionsende
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