Ältere Grafikkarten nutzlos? Warum nicht jeder Gamer zwingend 16GB VRAM benötigt

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Kolumne Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ältere Grafikkarten nutzlos? Warum nicht jeder Gamer zwingend 16GB VRAM benötigt
Quelle: Erzeugt mit Dall-E 3; Proshop, Asus, PowerColor, Gigabyte

Grafikkarten mit nur 8GB VRAM gelten als abgehängt, manch einer stellt gar deren Existenzberechtigung infrage - ich finde, dass sie noch immer Sinn machen.

Für moderne PC-Spiele braucht man eine ausreichende CPU, genügend RAM sowie eine Grafikkarte mit genügend 3D-Leistung. Allerdings verlangen immer mehr Games von der Grafikkarte mehr als 8GB an VRAM - zumindest für höhere Grafikdetails. Wer sich gelegentlich mit Hardware beschäftigt und dazu im Internet Tests und Kaufberatungen durchforstet, der weiß, dass mittlerweile eine Grafikkarte mit nur 8GB VRAM nicht die beste Wahl ist.

16GB, mindestens aber 12GB VRAM sind definitiv besser - manche sprechen 8GB-GPUs sogar deren Existenzberechtigung für aktuelle Spiele-PCs ab. Das will ich aber explizit nicht tun und möchte dies hier auch detailliert begründen. Denn es ist nun mal so, dass nicht jeder PC-Spieler die höchsten Ansprüche an die Spielegrafik hat, sondern ein aktuelles Game einfach nur genießen und dabei zumindest keine Ruckelorgie erleben möchte - und das geht auch mit 8GB-GPUs.

VRAM: Irgendwann reicht es halt nicht mehr

Dass eine Menge X an VRAM einer Grafikkarte nicht mehr für die neuesten Games ausreicht, war auch früher schon so - irgendwann reichte beispielsweise 1GB VRAM partout nicht mehr für die neuesten Spiele aus, und zwar nicht einmal für die niedrige Detailstufe, sodass eine neue Grafikkarte fällig wurde. Allerdings war es damals meistens so, dass die speicherseitig unterdimensionierten GPUs auch von ihrer Leistung her schon mehr als in die Tage gekommen waren. Heute sieht das etwas anders aus - es gibt GPUs beziehungsweise Grafikkarten-Reihen wie die AMD Radeon RX 7600 oder Nvidia GeForce RTX 5060 und 5060, die rein von ihrer Leistung her zumindest bei Full-HD (1920x1080 Pixel) und niedrigen bis mittleren Details Spiele noch gut darstellen können. Zwar sind die FPS-Werte, also berechneten Bilder pro Sekunde, eher niedrig, aber hoch genug, um ruckelfrei zu spielen.

ASRock Radeon RX 9070 XT Challenger Quelle: ASRock Die AMD Radeon RX 9070, hier ein modell von ASRock, hat so oder so 16GB VRAM und somit keine Einschränkungen. Bei Tests von Grafikkarten oder auch Techniktests von neuen Games wird aber häufig ein hoher oder der Ultra-Detailmodus verwendet. Hier kann es selbst bei Full-HD passieren, dass die FPS-Werte einbrechen, wenn man nicht mindestens 12GB, besser 16GB VRAM zur Verfügung hat. Alle Grafikkarten, die nur 8GB VRAM bieten, versagen dann also bei solchen Benchmarktests allein schon wegen des RAMs - ob dann die eine 8GB-GPU bei mittleren Details vielleicht 15 Prozent schneller als die andere 8GB-Grafikkarte wäre, erfährt man nicht. Außerdem liegt es ohnehin auf der Hand, dass eine AMD Radeon RX 7600 die Ultra-Details einer aktuellen Grafikbombe nicht ruckelfrei darstellen kann - das ist offen gestanden auch unabhängig von der VRAM-Frage kein Wunder. Es gibt aber mit der AMD Radeon RX 9060 XT sowie der Nvidia GeForce RTX 5060 Ti zwei Grafikkartenreihen, die jeweils wahlweise als 8GB- oder als 16GB-Version zu haben sind. An diesen beiden Grafikkartenreihen kann man gut sehen, dass trotz (fast) identischem Grafikchip die VRAM-Menge viel ausmacht.

Mit 16GB VRAM klar im Vorteil

Zum einen sind die 16GB-Versionen der beiden GPU-Reihen generell in fast allen Spielen schneller als ihre 8GB-Schwestern, da mehr Daten bereitgehalten werden können, anstatt dass gelegentlich neue Daten ins VRAM geladen und dafür andere Daten gelöscht werden müssen. Bei höheren Auflösungen als Full-HD, also zum Beispiel WQHD (2560x1400 Pixel) und 4K (3840x2160 Pixel), zeigt sich der Vorteil der höheren VRAM-Ausstattung erst recht. Interessant sind aber manche moderne Spiele, die offenbar zwingend mehr als 8GB VRAM verlangen, zumindest bei bestimmten Grafikoptionen. Dort kann man im Optionsmenü anhand einer optischen Anzeige feststellen, dass bei bestimmten Grafikeinstellungen mehr als 8GB VRAM angesagt sind. Eine 8GB-Grafikkarte wäre dann überlastet, es müssten wiederholt Daten nachgeladen werden, was immer wieder für kleine Verzögerungen sorgt. Weiter mit der Erklärung zum Vorteil von 16GB VRAM geht es auf der nächsten Seite.

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  1. Seite 1 Spiele brauchen VRAM, 16GB sind ein klarer Vorteil
  2. Seite 2 16GB VRAM sind besser, aber 8GB trotzdem okay
    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Zitat von Weedotastisch
        Mensch, es ging doch um Äpfel und Birnen, also darum, daß die verschiedenen Speicher (auf dem PC) nichts miteinander zu tun haben
        Ja genau, aber du hast sie doch zusammengewürfelt.
        Den Rest deines Beitrages verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Zitat von Weedotastisch
        Mensch, es ging doch um Äpfel und Birnen, also darum, daß die verschiedenen Speicher (auf dem PC) nichts miteinander zu tun haben
        Ja genau, aber du hast sie doch zusammengewürfelt.
        Den Rest deines Beitrages verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Mensch, es ging doch um Äpfel und Birnen, also darum, daß die verschiedenen Speicher (auf dem PC) nichts miteinander zu tun haben (sowieso am Ende, weil es ja eine Recheneinheit).

        Was offensichtlich doch der Fall ist, siehe Beispiele. Jetzt mal entspannen und sich freuen.
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Zitat von Weedotastisch
        Wobei ja auch die volle Grafikkarte anfängt auf den SysRam auszuladen, wenn vollgeladen, das führt ja dann zu Rucklern, da der SysRam halt nicht so schnell ist.
        Nicht wirklich. Die meisten dieser Ruckler entstehen durch Shader Compilierung.

        Zitat von Weedotastisch
        Zudem gibt es ja auch so Sachen wie Smart Access Memory, wo Speicher hin und hergeschoben wird.
        Auch nicht wirklich.
        Smart Access gibt lediglich der CPU Zugriff den VRAM um mittels der Shader-Einheiten der GraKa gewisse Berechnungen schneller durchführen zu können. Ein gewisser Leistungsschub bei sehr CPU lastigen Spielen und die müssen auch entsprechend programmiert sein, also auch eine Frage der Software. Da wird nicht wirklich der eine RAM durch einen anderen ersetzt oder gar hin und her geschoben.
        Funktioniert außerdem auch nur, wenn CPU und GPU von AMD sind, Ryzen CPU und Radeon ab 6000 aufwärts und das Board mitspielt.
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Zitat von shaboo
        Wenn dein PC aus irgendeinem Grund Probleme wegen zu wenig VRAM hat, dann kannst du dem auch 128 GB RAM einbauen; das wird nichts kompensieren und dir null helfen.
        Ganz genauso ist es.
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Zitat von Weedotastisch
        Ne, eine Konsole muß eben den gesamten Speicher verteilen, auf Bedarf. Betriebsystem, Spiel, Laden etc. Bei einem PC ist das halt etwas mehr getrennt.
        Ja und das genau ist ja der große Vorteil bei Konsolen und „Nachteil“ beim PC.
        Die RAM Nutzung ist bei Konsolen völlig anders konzipiert.
        Du kannst beim PC nicht einfach den regulären RAM (DDR4 oder DDR5) und den VRAM der GraKa (meist DDR6) zusammen addieren und sagen, naja, 8Gbyte VRAM reichen doch, wenn ich 16 GByte normalen RAM habe.
        Dann habe ich ja 24 in der Summe und das ist ja mehr als die aktuellen Konsolen.
        Ich habe beispielsweise ein Auto und noch ein Motorrad…zusammen also 6 Räder. Wenn ich die beiden addiere, habe ich also 1,5 PKW. Nee, hab ich natürlich nicht, weil es völlig unterschiedliche Konzepte sind.
        Konsolen, wie die regulaäre PS5 und die SeriesX nutzen das UMA (Unified Memory Achitecture) Prinzip bei der Speicherverwaltung. CPU und GPU nutzen die gleichen 16 Gbyte (DDR6) Speicher. Dadurch entfällt beispielsweise der Transfer zwischen System-RAM und Grafik-RAM, wie beim PC mit teils erheblich unterschiedlichen RAM-Typen.
        Wenn exemplarisch für eine Anwendung 8GByte VRAM nicht ausreichen, dann kannst du auch 256 GByte Systemspeicher haben. Die Anwendung wird trotzdem nicht funktionieren, weil sich die GPU nicht einfach einen Teil des Systemspeichers „ausleihen“ und ihren eigenen VRAM damit gewissermaßen auffüllen kann.
        Daten, die die CPU einer Konsole dem gemeinsamen Speicher zur Verfügungs stellt, sind ohne Transfer sofort für die GPU Einheit verfügbar.
        Ein Teil des RAM‘s bei Konsolen ist noch für das Betriebssystem reserviert (Ausnahme PS5 Pro, die hat 2 GByte extra RAM nur für das OS).
        Allerdings beansprucht das OS bei Konsolen nur einen Bruchteil der Ressourcen, wie es Win 10/11 tun.
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