Guerilla Games: Obsession für Detailliebe- Zu Besuch bei den Killzone-Machern

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Die Killzone-Macher Guerilla Games führen durch ihr Studio in Amsterdam.
Quelle: Sony

Wir haben den niederländischen Spieleentwickler Guerilla Games in seinem schicken Amsterdamer Studio besucht und mit Game Director Steven ter Heide und Lead Designer Arjan Bak über die Ambitionen des Teams, die Besonderheiten der Killzone-Reihe und die Vorteile der PS4 für die Entwickler gesprochen.

Eine alte Weisheit besagt, dass man ein Buch niemals nach seinem Umschlag beurteilen soll. Genau dieser Spruch kam uns in den Sinn, als wir dem niederländischen Entwicklerstudio Guerrilla Games einen Besuch abstatteten. In puncto Spieleentwickler haben wir ja schon einige Studios zu Gesicht bekommen: Im Vergleich zum hochmodernen Valve-Headquarter (Half-Life-Serie) in Seattle wirken beispielsweise die Räumlichkeiten des Entwicklers 4A Games in Kiew ziemlich schäbig und heruntergekommen.

Die Zentrale des ukrainischen Studios befand sich auch noch neben einer Autowerkstatt in einer heruntergekommenen Gegend, die von herumstreunenden Tieren bevölkert wird. Das sind nicht gerade die besten Arbeitsbedingungen für kreative Köpfe und so ist es (im Zusammenhang mit dem schwelenden Konflikt im Land) kein großes Wunder, dass 4A Games erst kürzlich den Firmensitz nach Malta verlegt hat.

Wunderschönes Studio am Kanal
Die Killzone-Macher Guerilla Games führen durch ihr Studio in Amsterdam. (1) Quelle: Games TM Die Killzone-Macher Guerilla Games führen durch ihr Studio in Amsterdam. (1) Mit solchen Problemen hat Guerrilla Games nicht zu kämpfen: Das Hauptquartier des Sony-In-House-
Studios liegt in einer noblen Gegend von Amsterdam direkt an einem der malerischen Kanäle, die sich durchs gesamte Stadtgebiet ziehen. An der weißen Frontseite des Gebäudes hängt ein stolzes Firmenlogo, während automatische Türen den Weg ins Innere weisen. Die in Tarnfarben dekorierte Rezeption wirkt wiederum sehr martialisch, schließlich stehen explosive Fässer herum (Attrappen!) und der Eingangsbereich wird außerdem von einer gigantischen Helghast-Soldatenfigur bewacht. Die Illusion, mitten in einem Videospiel gelandet zu sein, bleibt auch in den folgenden Gängen bestehen!

Moderne Entwicklerschmiede

Wechselt man das Stockwerk und begibt man sich in die höher gelegenen Arbeitsbereiche, stößt man auf Vitrinen voller Auszeichnungen für die bislang veröffentlichten Titel von Guerrilla Games. Doch der vormals noch freakige Eindruck weicht einer geschäftigen Großraumbüroatmosphäre, die wir auch von anderen Entwicklern gewohnt sind. Darüber hinaus verspüren wir eine Art von sympathischer Bescheidenheit, als wir von Steven ter Heide (Game Director, Killzone: Shadow Fall) und Arjan Bak (Lead Designer, ebenfalls Killzone: Shadow Fall) durch die Guerrilla-Games-Zentrale geführt werden. "Unsere Mitarbeiter sind ständig auf der Jagd nach dem nächsten großen Ding und dabei handelt es sich um eine grundsätzliche Einstellung, die wir alle teilen", erwähnt Steven ter Heide während des Rundgangs. "Guerrilla Games ist ein höchst ambitioniertes und vor allem leidenschaftliches Studio", ergänzt Steven. "Und das ist auch notwendig, denn die Entwicklung eines einzigen Titels dauert Jahre. Man muss Games wirklich lieben, um am Ende auch tatsächlich spitzenmäßige Entwicklungsergebnisse erzielen zu können."

Enthusiastische Belegschaft
Die Killzone-Macher Guerilla Games führen durch ihr Studio in Amsterdam. (5) Quelle: Games TM Die Killzone-Macher Guerilla Games führen durch ihr Studio in Amsterdam. (5) Im Laufe der Jahre hat sich Guerrilla Games sowohl bei Kritikern als auch unter den Konsumenten einen hervorragenden Ruf erarbeitet, was hauptsächlich an den höchst engagierten Mitarbeitern liegt. In diesem Zusammenhang lautet das Zauberwort Beständigkeit, denn die Entwickler haben bislang bei allen Projekten mit ausgezeichneten technischen Fertigkeiten geglänzt. So bieten sämtliche Titel aus dem Hause Guerrilla Games eine aufregende Kombination aus Spitzenoptik und packendem Gameplay. "Unser tägliches Brot ist eine fast schon besessene Detailverliebtheit", sagt Steven ter Heide mit einem Lächeln. "Unsere Mitarbeiter unterhalten sich ständig über ihre aktuellen Fortschritte und gehen dabei sehr leidenschaftlich zur Sache.

Als beispielsweise einer unserer Grafiker einen Lampenmast fertig konstruiert hatte, zeigte er das Ergebnis herum und tönte, dass es sich um den besten Lampenmast aller Zeiten handeln würde." Laut Steven ter Heide war dies der richtige Zeitpunkt, sich einzumischen und den Fokus auf neue Aufgaben zu richten. "Dieser Lampenmast ist nicht das wichtigste Objekt im Spiel, wir könnten noch eine weitere Woche Arbeit in die Erstellung des Polygon-Modells stecken, aber das ist sicher keine so gute Idee, wenn das Projekt jemals abgeschlossen werden soll!"

Arjan Bak erwähnt ein weiteres Beispiel aus dem Studioalltag, genauer gesagt aus der Produktionsphase von Killzone: Shadow Fall: "Eines Tages hatten wir den wahrscheinlich detailreichsten Aschenbecher der Spielegeschichte erstellt. Das Ding verfügte über fortschrittliche Oberflächendefinitionen, um neumodische Lichteffekte auf dem Objekt realisieren zu können, und die Texturqualität verbrauchte einen signifikanten Anteil des Grafikspeichers, obwohl es sich lediglich um einen einzelnen, relativ kleinen Gegenstand handelte ... Solche erstklassigen Resultate lassen sich nur erzielen, wenn fanatische Menschen perfekt zusammenarbeiten!"

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Zu Besuch bei den Killzone-Machern - Moderne Einrichtung, enthusiastisches Team
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  3. Seite 3 Zu Besuch bei den Killzone-Machern - Goldene Zukunft dank PS4
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