Grand Theft Auto - Vom Dorfpunk zum Rockstar (Seite 2)
Grand Theft Auto und seine Fortsetzungen sind absoluter Kult. Besonders GTA5 und GTA Online haben zu diesem Status beigetragen und der noch nicht mal angekündigte Nachfolger GTA 6 wird extrem gehypt. Doch wie hat die ganze Geschichte eigentlich angefangen? Wer sich an das Ende der 90er-Jahre noch erinnern kann, wird sich vor allem eines gemerkt haben: Jeder wollte ein Gangster sein!
Doch um für Angst und Schrecken in den Straßen von Liberty City, Vice City und San Andreas zu sorgen, brauchten Spieler viel Geduld, Kenntnisse über die Waffenverteilung auf den Karten und vor allem Glück. Nur ein Schuss aus der Kanone eines virtuellen Polizisten bedeutete für einen aufstrebenden Kriminellen schon das Aus. GTA war anspruchsvoll! Und deshalb griffen die meisten Spieler früher oder später auf Cheats zurück, um sich das Gangster-Leben leichter zu machen. So spendierte einem das Spiel alle vier Waffen mit voller Munition, viel Geld oder es deaktivierte die Polizei. In einer Zeit, in der das Internet noch mit Stützrädern fuhr, waren die Codes auf dem Schulhof heiße Ware. Da zog der Oberstufenschüler die kleinen Fünftklässler schon mal unauffällig in die Raucherecke und flüsterte ihnen ins Ohr: "Hey Junge! Ich hab Cheats für GTA, willste mal sehen?"
Und wir alle wollten mal sehen, denn irgendwie schafften es die Kinder, Eltern davon zu überzeugen, dass dieses Autospiel sehr zuträglich für die geistige Entwicklung sei. Den Zusatz "Grand Theft" vor dem "Auto" verstanden viele Erziehungsberechtigten aufgrund mangelnder Englischkenntnisse nicht. Und sie verstanden schon gar nicht, dass man die Verpackung umdrehen und nach dem damals noch ziemlich versteckten USK-Aufkleber Ausschau halten sollte.
Quelle: PC Games
Grand Theft Auto - Vom Dorfpunk zum Rockstar - 25 Jahre GTA (4)
Sound of da Police
Doch alle Spielhilfen brachten nichts, sobald es ums Autofahren im Spiel ging. Die dynamische Kamera zoomte je nach aktueller Geschwindigkeit des fahrbaren Untersatzes aus dem Geschehen raus und wieder rein. Eine unfallfreie Fahrt durch die Stadt wollte also gelernt sein. Gab man zu wenig Gas, fehlte der Überblick. Raste man zu schnell durch die Gegend, wickelte man den frisch geklauten Boliden um die nächste Straßenlaterne.
Oder man setzte es gleich in den nächsten Fluss, besonders Liberty City war von feuchten Gräbern durchzogen. Wollte man nicht bei den Fischen schlafen, studierte man die in der Verpackung mitgelieferten Karten, um in den zahlreichen Missionen mit Zeitlimit die rettenden Brücken zu finden.
Da moderne Errungenschaften wie eine In-Game-Karte im Spiel fehlten, wechselte der Blick ständig zwischen dem analogen Hilfsmittel und den im Spiel angezeigten Stadtteileinblendungen am oberen Bildschirmrand. War man auf der Flucht vor der Polizei, vernahm man auch bei einem Wechsel in einen anderen Bezirk den Funkverkehr der Ordnungshüter, die durchsagten, in welchem Viertel man sich gerade befand.
Das Thema Sound wurde bei DMA in der Entwicklung von Grand Theft Auto großgeschrieben, was vielleicht auch den Wurzeln des Publishers BMG geschuldet ist. Die Bertelsmann Gruppe war nämlich einer der Headliner in der Musikindustrie und so sorgten auch die GTA-Entwickler für fetten Sound in ihren Spielen. Neben dem Polizeifunk lauschte man weiteren Geräuschen, die das Spielgefühl prägten.
Schon früh entstand die Idee von verschiedenen Radiostationen, die bis heute ein Markenzeichen der Serie sind. Damals wurden noch alle Songs von den Entwicklern selbst geschrieben und nach Feierabend in den schottischen Büroräumen eingespielt. Und hey, die Stücke waren gar nicht mal schlecht! Teilweise befanden sich sogar richtige Ohrwürmer darunter.
Sollten die Lieder uns trotzdem irgendwann zu den Ohren rauskommen, behalf man sich mit eigener Musik. Hatte man das Spiel auf dem PC installiert und nahm die Disc aus dem Laufwerk, konnte man eine Musik-CD einlegen, die dann im In-Game-Radio abgespielt wurde.
Eine wirklich nette Idee. Und auch außerhalb der Autos vernahm man immer wieder ein Wummern, das von den an Ampeln wartenden Karren herrührte. Das Spiel war durch und durch geprägt von der Liebe zur Musik.
Gangster's Paradise
Bevor die musikalischen Entwickler von DMA zu echten Rockstars wurden, hing jedoch ein Damoklesschwert über GTA, das sie selbst aufgehängt hatten: Das Spiel wurde und wurde nicht fertig. Ein paar Monate vor dem Verkaufsstart kämpften die Entwickler mit ständigen Abstürzen. Laut Colin Macdonald, der kurz vor der Fertigstellung zum Team stieß und später als Producer an der Fortsetzung arbeitete, konnte man nicht mal ein paar Minuten spielen, ohne, dass das Spiel crashte.
Das war das Resultat der Wendung in der Designphilosophie und der Metamorphose, die aus Race'n'Chase GTA machte. Der Code lief Amok und funktionierten nicht so, wie er sollte. Ursprünglich hätte das Spiel sogar ein Jahr früher erscheinen sollen!
Durch die Verzögerung stand der Release des Spiels auf Messers Schneide. Am Ende kriegten die Entwickler aber knapp die Kurve und fuhren ihr ehemaliges Rennspiel, das mittlerweile zu einem Renn-und-Schieß-Spiel getuned worden war, über die Ziellinie.
Der Rest ist Geschichte. Zwei Erweiterungen sollten folgen. Ein Add-on, das im London des Jahres 1969 spielte und ein weiteres, das acht Jahre früher angesiedelt war - die bis heute einzigen Teile der Serie, die zum einen in einer realen Stadt und zum anderen außerhalb der USA spielen. DMA Design wurde zusammen mit dem Publisher kurz darauf von Take 2 Interactive gekauft und umbenannt. Ab jetzt waren die Entwickler mit GTA nicht nur auf dem Weg, eine der größten Spiele-Serien aller Zeiten zu kreieren, sie durften sich jetzt auch ganz offiziell als Rockstars bezeichnen.

Hach!! Ich bin heute noch sauer dass es nie einen Story DLC gab! :)
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Und das was es Online gibt, spiegelt auch leider in keinster Weise die Qualität eines Singleplayer DLCs wieder. :(
Mal ganz davon abgesehen, dass der Online Teil oft einfach nur richtig beschi**en läuft. :$
Auf jedem zweiten Server wird man Opfer eines Cheaters, mit Freunden Events zusammenspielen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit und Freezes und Abstürze sind eher die Regel, als eine Ausnahme.
Andere Spieler bringen eher Nachteile, nebenbei ist das Spiel für Anfänger oft P2W und alleine in der offenen Welt herumschlurfen kann man auch im Single Player Teil mit garantiert besserer Performance.
Es ist schon Verrückt, dass so ein unausgereiftes Spiel in Sachen Mechanik und Gameplay so erfolgreich ist.
Bei Red Dead Online haben sie es ein wenig besser hinbekommen, aber auch hier kommt es nicht an den Single Player heran.
Rockstar könnte sich wieder etwas mehr auf neue Single Player Inhalte konzentrieren, anstatt die Leute per Multiplayer abkassieren zu wollen.
Die 3D-Vogelperspektive sieht in Bewegung gut aus, Lichteffekte und Animationen wissen zu gefallen, Handling super. Insgesamt an nette Hommage an der Genre-Mutti. Wer das Ur-GTA liebt kann sich das hier ohne Bedenken geben.
man manchmal wieder "zu ihm rüberwechselte"... :P Manchmal prügelte er gerade den Shit aus jemanden raus, oder er wachte auf irgendwo auf der Straße nur in Unterwäsche und man musste mit ihm erstmal so rumlaufen.
Trevor war der geilste, abstrus einfach. Alleine schon die Idee diesen kaputten Charakter da mit reinzunehmen und ihn (und den Spieler) in neue Situationen zu schmeißen.. ganz groß.. Wie die Bude, wo er sich bei dem einen Typ "reingewanzt" hatte, später einfach nur noch ein Saustall war als man ihn später mal wieder spielte.. genial!
Oder seine Romanze mit der einen Dame.. hilarious!
Hach!! Ich bin heute noch sauer dass es nie einen Story DLC gab! :)
Also ich kann dich beruhigen, daran kann sich nicht nur das faule Obst unser Tage dran "aufgeilen" , auch das gut abgehangene Obst der Vergangenheit wie meinereiner. :P "Identifizieren" muss ich mich mit ihm deswegen ja lange nicht, ich verstehe sowieso nicht, warum man sich mit den Protagonisten "identifzieren" müsste, das ist halt eine Person dort die man steuert, deren Rolle man auch spielen kann, aber ich muss mich ja nicht mit identifizieren.
Ich hab das mal probiert, war dann doch nix für mich, obwohl eigentlich recht witzig. Dazu kam ich Jahre nach "GTA 3" mit demselbigen, als ich es auf dem PC nachgeholt habe.
Damit wurde Rockstar zu einer Lieblingsspieleschmiede von mir und zu einem der "Lieblingsradiosenderersteller". :D Wo schon "GTA 3" viel gespielt wurde bin ich dann quasi in "Vice City" eingezogen (wohl der beste Serienteil bisher), wenig danach kam dann das ebenfalls geniale "GTA San Andreas". Da war immer alles lustig, von den Spielmissionen bis hin zur freien Welt mit Taxifahren, Polizei.- und Feuerwehrmissionen und den Amokläufen, da konntest sogar Geld verdienen mit Busfahren usw. usw.
Auf "GTA 4" hab ich mich dann auch gefreut, das war dann die Enttäuschung schlechthin. Mochte ich weder den Charakter, noch die Story, noch die fehlende Openworldaktivität. War nicht schlecht, aber halt ein halbes GTA. Jahre später dann in "GTA 5" reingeschaut (danks EPIC, gabs das mal gratis). Da fand ich die drei zu spielenden Charaktere schon seltsam (reißt aus der Indentifikation, der "Immersion" heraus), als ich dann so nen Mephpenner (dritter Charakter) zocken sollte, hab ich es dankend wieder deinstalliert. Sich derlei zu identifizieren, daran geilt sich evenutell das faule Obst unserer Tage dran auf, aber meins ist es nicht.
Somit kann man getrost sagen, der "GTA Train" ist abgefahren, bzw. mit Hochgeschwindigkeit (gibt ja genug Hanseln die da Kohle reinblasen, das gönn ich auch) in einen Tunnel ohne Ausgang eingefahren. "Rockstar" gehört zusammen mit den drei Looser Bs ("Bethesda", "Blizz", "Bioware") zu einst von mir heißgeliebten Spieleschmieden die heute halt nur noch kalter Shize sind.
Aber das sieht jeder anders. Ich für mich kann ja meine Lieblingsspiele immer wieder zocken. Mit was ich meine Zeit verbring und wo ich mein Geld reinsteck, das ist mein Ding. Da hilft kein Meinungsmache (das kann ja immer auch mal übereinstimmen) bei "Influencias" oder anderes plumpes PR Gemache. Da bin ich zu geil dafür.