Goodbye Christopher Robin: Filmrezension zum dramatischen Biopic
Pünktlich zum 40. Jubiläum der Disney-Animation "Abenteuer von Winnie Puh" (1977) erscheint "Goodbye Christopher Robin" in den Kinos, die Origin-Story zu A. A. Milne, dem berühmten Kinderbuchautor, der den pelzigen Honigliebhaber ins Leben gerufen hat. Für die Umsetzung des Kostümfilms war Regisseur Simon Curtis zuständig, dessen bekannteste Arbeit der Film "My Week with Marilyn" (2011) ist. Ein Drama, das einen Einblick in Marilyn Monroes Leben gibt.
Alan Alexander Milne, einst erfolgloser Theaterautor, erschuf mit Puh der Bär 1926 einen Klassiker der Kinderliteratur. Goodbye Christopher Robin (jetzt kaufen 3,89 € ) erzählt nun die Geschichte des Kriegsveteranen, den es aufgrund eines posttraumatischen Stresssyndroms aufs ruhige Land verschlägt. Dort möchte er einen Roman über den Großen Krieg schreiben. Stattdessen findet er dank der spielerischen Abenteuer, die er mit seinem Sohn Christopher Robin erlebt, Inspiration für ein Kinderbuch. Allerdings hat der Erfolg und Ruhm auch seine Schattenseiten.
Regisseur Simon Curtis inszeniert etwas holprig ein leider ungelenkes Drehbuch, so dass sein Biopic eher wie ein TV-Film anmutet und nie sein emotionales Potenzial ausschöpft. Während Kelly Macdonald als Nanny mit ihrem gefühlvollem Spiel überzeugen kann, bewegt sich Domhnall Gleeson als Milne größtenteils steif und distanziert durchs Geschehen. Dies passt zwar zur Figur, lässt aber auch den Film befremdlich erscheinen.
FAZIT:
Behäbiges Autorenporträt, das nur ab und zu von den typischen Biopic-Klischees abweicht und greifbare Emotionen präsentiert.
