God of War: Ragnarök im Test - Seite 3

103
Test Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
God of War: Ragnarök im Test - Seite 3
Quelle: PC Games

Die Erwartungen an God of War: Ragnarök waren nach dem hervorragenden Vorgänger sehr hoch. Um so beeindruckender, was die Entwickler von Santa Monica Studio hier abgeliefert haben. Im ausführlichen Test haben wir mit Kratos ein außergewöhnliches Abenteuer erlebt, das wir so schnell nicht vergessen werden. Ein Fest für die Sinne, dass niemand verpassen sollte.

Dazu kommen auch Erfahrungspunkte zum Einsatz, die wir auf unserem Abenteuer wieder reichlich sammeln. Genutzt werden diese Punkte neben dem Upgrade von bestimmten Ausrüstungen für die umfangreichen Talentbäume. Darin schalten wir eine Vielzahl neue Kampftechniken frei. Können wir die Leviathanaxt zu Beginn nur normal auf Gegner werfen, lernen wir später unter anderem, dabei eine mächtige Eisexplosion auszulösen. Zusätzlich haben die Entwickler dem ganzen Skillsystem noch eine Lerning-by-Doing-Komponente verpasst. Kombos und Kampfstile, die wir häufig benutzen, schalten nach einiger Zeit eine sogenannte Mod-Marke frei.

Damit können wir das betreffende Talent durch den Einsatz von Erfahrungspunkten zusätzlich modifizieren. Dem Sprungangriff fügen wir so wahlweise mehr Schaden, einen höheren Betäubungseffekt oder eine höhere Resistenz während der Ausführung hinzu. All diese Elemente gestalten das Skillsystem sehr umfangreich und vielfältig. Viele Spieler werden vermutlich kaum in die Lage kommen, das alles zu nutzen. Aber das System bietet so auf jeden Fall für jeden Spielertyp die richtige Spielweise sowie viel Raum und Motivation zum Experimentieren, wenn man bei einem schwereren Gegner mal nicht weiterkommt. Das Spiel besticht mit einem hervorragenden Leveldesign, das jedem Reich seinen ganz besonderen Stil verleiht. Hier in Svartalfheim sieht es einfach nur schön aus. Quelle: PC Games Das Spiel besticht mit einem hervorragenden Leveldesign, das jedem Reich seinen ganz besonderen Stil verleiht. Hier in Svartalfheim sieht es einfach nur schön aus.

Mehr als nur Kulisse

Wenn wir nicht gerade die packende Story verfolgen oder Feinde vermöbeln, erkunden wir die vielfältige Spielwelt. Auch hier wachsen die Entwickler wieder über sich hinaus. Jedes der von uns erkundbaren Gebiete hat seinen ganz eigenen Stil und sorgt so für eine andauernde Abwechslung an Umgebungen während des gesamten Spiels. Allein schon der Ausflug ins wunderschöne Svartalfheim gleich zu Beginn des Spiels, lässt uns nur so staunen. Überall sind liebevoll herausgearbeitete Details zu entdecken, die uns immer wieder stehenbleiben lassen.

Das Spiel konzentriert sich diesmal auch nicht so stark auf ein zentrales Gebiet wie im Vorgänger, wo der See der Neun als zentrales Hub diente, zu dem man immer wieder zurückkehrte und wo man die meiste Zeit verbrachte. Stattdessen gibt es verteilt auf die verschiedenen Welten mehrere etwas größer ausfallende Erkundungsgebiete - stets gemischt mit linearen Abschnitten. So wechseln sich dramatische Story-Abschnitte sowie ruhigere Passagen zum Erkunden in einem angenehmen Mix immer wieder ab. Dazu haben die Entwickler auch die Bootsmechanik weitergedacht. Je nach Umgebung nutzen wir unterschiedlichste Fortbewegungsmittel wie Boot, Schlitten oder Reittier.


Auch lesenswert: God of War Ragnarök PS5/PS4 mit Preisvorteil und exklusiven Bonusinhalten bei Saturn kaufen (Werbung)


In vielen der Nebenquests gibt es interessante Aufgaben zu erledigen, die uns auch diverse Charaktere näher bringen. Quelle: PC Games In vielen der Nebenquests gibt es interessante Aufgaben zu erledigen, die uns auch diverse Charaktere näher bringen. Die schicken Level dienen aber nicht nur als Augenschmaus, sondern haben auch wieder etliche Geheimnisse versteckt. Neben den Rohstoffen für unsere Ausrüstung gibt es wieder viel Hintergrundwissen, Schatzkisten mit wertvollen Upgrades und Sammelobjekte wie Artefakte und Odins Geisterraben zu entdecken. Nichts davon fühlt sich jedoch nach Fleißaufgaben oder lästiger Beschäftigungstherapie an. Im Gegenteil. All diese Aktivitäten werden befriedigend belohnt und sinnvoll in das sogenannte Worldbuilding integriert. So erfahren wir beim Finden eines Artefakts ein paar interessante Hintergrundinformationen. Die Geisterraben sind jetzt sogar in eine eigene Nebenquest eingebettet, die den grünen Spektralvögeln eine ganz neue Tiefe innerhalb der Geschichte verleiht. Gefallen haben uns dabei auch die vielfältigen Rätsel, die sehr schön in die Umgebung integriert sind. Die Entwickler haben sich dafür auch eine Reihe neuer Puzzlemöglichkeiten ausgedacht, bei denen wir unter anderem die Axt an bestimmten Oberflächen abprallen lassen oder mit dem Bogen Kettenreaktionen auslösen müssen.

Gehaltvolle Nebenquests

Die Nebenquests in God of War: Ragnarök sind von erstklassiger Qualität, die uns selig an die Zeiten eines The Witcher 3 erinnert hat. Zum einen geben sie immer wieder gezielten Anreiz, bestimmte Bereiche der Karte zu erkunden. Speziell auch im späteren Spielverlauf, wo uns die Aufgaben dazu animieren, in bereits besuchte Gebiete zurückzukehren, um dort mit inzwischen neu gelernten Fähigkeiten bisher unzugängliche Bereiche zu erkunden.

Die größte Stärke liegt zum anderen aber in dem, was die Autoren in diesen Quests erzählen. Es handelt sich praktisch nie um belanglose Nebenaufgaben, die nichts zum Gesamtbild beitragen. Stattdessen erzählen sie kleine Geschichten, die eng mit den Ereignissen oder den Charakteren der Hauptstory verknüpft sind. Sie helfen dabei Charaktere wie Mimir, Brok, Sindri und sogar Kratos' verstorbene Frau Faye noch detaillierter auszugestalten. Damit tragen die Nebenquests deutlich zum Gesamterlebnis bei und wir können nur jedem empfehlen, sich die Zeit dafür zu nehmen, sonst entgeht euch was.

103
  1. Seite 1 God of War: Ragnarök im Test - Seite 1
  2. Seite 2 God of War: Ragnarök im Test - Seite 2
  3. Seite 3 God of War: Ragnarök im Test - Seite 3
  4. Seite 4 God of War: Ragnarök im Test - Seite 4
    • Kommentare (103)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Garfield1980 Mitglied
        Zitat von s3dr1ck
        Die meisten Spieler sind sich einig, das Spiel ist vollkommen overrated.
        Quelle? Auf Metacritic hat die große Mehrheit der Spieler das Spiel mit 9 und 10 bewertet.
      • Von Garfield1980 Mitglied
        Zitat von s3dr1ck
        Die meisten Spieler sind sich einig, das Spiel ist vollkommen overrated.
        Quelle? Auf Metacritic hat die große Mehrheit der Spieler das Spiel mit 9 und 10 bewertet.
      • Von s3dr1ck Gelegenheitsspieler/in
        Die meisten Spieler sind sich einig, das Spiel ist vollkommen overrated. Ich habe aufgrund der Reviews zugegriffen und fühle mich einfach nur verarscht von den ganzen Reviews? Was genau ist hier ein Meisterwerk? Die Grafik von Horizon ist besser, das sieht aus wie es PS4 Game. Es fühlt sich für mir vor allen in den ersten Stunden an wie Sackboy. Die Fahrt auf dem Boot ist wie die Weltmap in Sackboy. Dann legt man irgendwo an und spielt ein Mini-Level, löst das schon x-mal Gesehene Rätsel und öffnet die Kiste. Dann 50m weiter, unterwegs Fässer einsammeln und wieder Mini-Level ohne irgendeinen Bezug zur Story oder sonstige Ereignisse. Das Pacing ist zum Gähnen langweilig. Die Kämpe laufen immer gleich, die 3 neuen Features beim Combar werden direkt freigeschaltet. Progression ist gefühlt nicht vorhanden, Motivation somit auch nicht. Das ganze Spiel besteht aus unsichtbaren Grenzen, das Leveldesign wirkt komplett künstlich und fühlt sich überhaupt nicht an wie eine echte Welt. Das Spielt hat mich nach wenigen Minuten gelangweilt. Die Story hat total abgebaut und richtet sich jetzt wohl an Kinder. Kratos ist nicht mehr Kratos. Das Spiel sollte als DLC für GoW 2018 maximal 15€ kosten. Entweder die ganzen Reviews sind durch Bestechung zustande gekommen oder ihr habt alle das falsche Zeug geraucht, das würde auch erklären, warum Ihr von der Grafik so fasziniert seid. Ein weiteres mittelmäßiges PS4 Game als Next Gen Titel vermarktet. Und Ihr helft fleissig mit, Hut ab.

        Über Geschmäcker lässt sich streiten, aber das ist Betrug
      • Von AzRa-eL Hobby-Spieler/in
        Zitat von Phone
        Was für nen Kampsystem? Block , Rolle, Schlag, Block? Seit 15 Jahren identisch.
        (...)
        Ich hab erst vor Kurzem DS gespielt, nun erklär mir mal einer dort die Brillanz des Kampfsystems?!
        Stimmt auch nicht ganz. Das Rapier hat ein anderes Moveset, als das Großschwert usw. Allein die Waffenauswahl, die teilweise dann auch verschiedene eigene Movesets mitbringen, ist an sich komplexer als GoW.
        Ich habe selbst nach 180 Std Elden Ring nicht alle Moves und Perks gesehen.

        Aber es sind nicht nur die Waffen, sondern auch, dass du nicht einfach Gegner umhauen kannst, bevor du nicht ihre Moveset kennst. Das bietet zwar GoW auch an, aber halt in extrem light. In großen und ganzen ist die Varianz der Waffen und das Verhalten der Gegner komplexer.
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von sho_xen
        Gameplay: Das Kampfsystem besteht aus stupidem rumgeklicke, dazu rumlaufen und Gegner plätten wie in einem billigen repetitiven Actionabklatsch.
        Hast du auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad gespielt? Stupides Rumgeklicke sieht aus meiner Sicht jedenfalls anders aus.
        Zitat von sho_xen
        Sag mal was ist eigentlich mit euch los, werdet ihr dafür bezahlt?
        Jep. Ich hab eine Milliarde Euro für meinen Kommentar hier bekommen.
      • Von Hot_Grzb Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von sho_xen
        Habe mir wegen Kommentaren wie diesen den ersten Teil bei Steam gekauft. Nach knapp 2 Stunden vom Rückgaberecht gebrauch gemacht, weil ich, trotz dem ich viel mit dem Genre anfangen kann, mit dem Gameplay, als auch mit der Story einfach nichts anfangen konnte. Völlig überhyped der Schmarrn. Und dazu noch einfach ekelhaft, wie der Vater teilweise mit dem Kind umgeht. Gameplay: Das Kampfsystem besteht aus stupidem rumgeklicke, dazu rumlaufen und Gegner plätten wie in einem billigen repetitiven Actionabklatsch.
        Sag mal was ist eigentlich mit euch los, werdet ihr dafür bezahlt?
        Ich teile meine Bewertung des zweiten Teils, Du kaufst Dir daraufhin den ersten und findest, meine Bewertung passt gar nicht? Finde den Fehler... :)
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk