GTR: FIA GT Racing Simulation
Das Safety Car fährt in der Einführungsrunde voraus.
Übermächtige Gegner
Stärke und Aggressivität Ihrer Kontrahenten legen Sie selbst fest. Steigen Sie auf dem KI-Level "schüchtern" vor einer Schikane zu früh in die Eisen, starten die Piloten eher selten einen Überholversuch. Auf "real" hingegen nutzen Ihre Gegenspieler jeden Fehler eiskalt aus. Rüpelhaftes Verhalten à la Juan Pablo Montoya legt der Computer allerdings so gut wie nie an den Tag. Ab und an setzt es einen kleinen Rempler, das wars aber auch schon. Leider weist die KI auch Macken auf: Crashs mit PC-Fahrern finden höchst selten statt und haben Sie erst einmal den Anschluss an die Spitze verloren, kommen Sie kaum noch ran. Die Konkurrenz fährt selbst auf dem einfachsten Level zu schnell und zu perfekt. Gelbe Flaggen oder gar Safety-Car-Phasen sind der Ausnahmefall. Immerhin ahndet GTR Regelverstöße korrekt. Kürzen Sie beispielsweise die Strecke ab oder halten Sie sich in der Box nicht an das Speedlimit, setzt es eine Verwarnung oder schlimmstenfalls eine Zeitstrafe. Ein großer Wurf ist Simbin bei den zehn originalen Strecken gelungen. Dank GPS-Daten sitzt laut Entwickler jeder Randstein nicht nur am richtigen Fleck, sondern weist auch die korrekte Höhe auf. Ähnliches gilt für Bodenwellen. In Monza beispielsweise verreißt es Ihnen oftmals beinahe das Lenkrad. Mal eben auf einer Geraden die Hände vom Steuer nehmen hätte dort fatale Folgen. In puncto Grafik überzeugen die Schauplätze nur bedingt. Abseits der Piste geht es trist zu. Eine Wiese gleicht der anderen, Zuschauer bestehen aus leblosen Pixelhaufen und die Boxengasse ähnelt einer Geisterstadt. Dafür wartet GTR mit dynamischen Wettereffekten auf. Bei einem dreistündigen Rennen (Achtung, eine Speicherfunktion fehlt) können schon mal Regenwolken aufziehen und Ihre Strategie über den Haufen werfen. Viel Spaß bereitete uns der Mehrspieler-Modus. Über 24 Fahrer bestreiten online ein komplettes Rennwochenende.

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