Fussball Manager 13 im Test: Kritikpunkte und Fazit
Ab dem 25. Oktober ist der Fussball Manager 13 im Handel erhältlich. PC Games hat die Kicker-Simulation einem ausführlichen Test unterzogen. Der Umfang ist einmal mehr gewaltig und viele der neuen Features können überzeugen. Doch der fehlende Online-Modus, nervige Bugs und andere Ungereimtheiten geben Anlass zur Kritik. Ist FM 13 trotzdem ein Pflichtkauf für Genrefans? Unser Test gibt euch die Antwort.
Fussball Manager 13: Die Menge macht's
Doch damit hören die Neuerungen nicht auf. Beispielsweise könnt ihr euren Kickern in der Halbzeit nun eine Ansprache mit auf den Weg geben. Zudem könnt ihr einen Spieler zur Aufrischung auf die Massagebank schicken. Seid ihr ein begeisterter Textmodus-Anhänger, dürft ihr dort nun auf Wunsch die Elfmeter in einem Minispiel selbst schießen und auch zahlreiche andere Entscheidungen während der Spiele treffen. Es gibt ein dynamischeres Stärke-System, Rückkauf-Optionen bei Transfers, eine Shooting Star-Entwicklung bei stark aufspielenden Nachwuchskickern, ein deutlich komplexeres Merchandising als in den Vorgängern und vieles mehr.
Besonders schick für alle, die gern Teams aus kleinen Ländern in Europa nach oben führen: TV-Gelder sowie Zuschauer-Einnahmen sind nun an den Erfolg der Nation in der 5-Jahres-Wertung gekoppelt. Und auch beim Nachwuchs hat sich einiges getan. Die Jugendspieler werden nun deutlich stärker in das Vereinsleben eingebunden, trainieren etwa einzeln mit den Profis oder werden gesondert gefördert. Die KI versucht außerdem gezielt, eure besten Nachwuchskicker abzuwerben. Ein Wermutstropfen: Um das Jugendmanagement zu entschlacken, fielen die C- und D-Jugend weg.
Fussball Manager 13: Anlass zur Kritik
Sonst ist aber alles paletti im FM-Land? Nein, nicht ganz, denn es gibt einen Haken: Manche der neuen Features müsst ihr erst über Erfolge oder verdiente FM-Marken freischalten, das nützlichste ist wohl das Entwicklungsprognose-Tool. So weit, so gut. Allerdings müsst ihr online sein, um Marken und Erfolge zu erhalten. Das Online-Sein setzt EAs Dienst Origin voraus, der unter Spielern einen nicht allzu guten Ruf genießt. Gehört ihr zu den Origin-Verweigerern, werden euch einige (wenn auch nicht sonderlich wichtige) Features des Spiels vorenthalten - sehr unglücklich gelöst! Apropos online und unglücklich: Der recht arcadige Online-Modus der letzten FMs fehlt diesmal komplett. Schade. Im Vergleich zum Vorgänger haben sich zudem wieder mehr Bugs ins Spiel geschlichen, derart krasse Dimensionen wie beim FM 11 nimmt das Ganze aber nicht an.
Quelle: EA
Fussball Manager 13: Team Dynamik ist eine der zahlreichen Neuerungen im Spiel.
Manche Fehler sind ärgerlich, aber vernachlässigbar, etwa falsche Einblendungen im Textmodus nach Manager-Entscheidungen oder ein Sponsor, der nach dem Erstrunden-Aus das gute Pokalabschneiden lobt. Andere Bugs hingegen sind richtig nervig, ja sogar spielspaßtötend. So funktioniert die Abstiegsrelegation der RL Bayern nicht, sobald ihr die Oberligen nicht mitsimulieren. Dann steigen einfach alle vier Vereine der Relegation ab statt nur zwei. Und auch das 3D-Spiel, das im Vorjahr den Sprung von "mies" auf "okay" geschafft hat, büßt wieder an Qualität ein. Abwehrspieler und Keeper stehen meist falsch und die taktischen Anweisungen werden maximal rudimentär umgesetzt. Da helfen auch verbesserte Flanken und Kopfbälle nicht.
Aber um zur Eingangsfrage zurückzukehren: Lohnt sich FM 13, wenn man den Vorgänger besitzt? Wir finden: ja - sobald die Bugs weg sind und aufgrund der vielen Änderungen, auch wenn diese auf den ersten Blick eher unspektakulär wirken.

Aus reiner Neugier habe ich dieses Jahr mal wieder die Demo vom Fussball Manager gespielt, und mein Fazit fiel vernichtend aus! Keine einzige wirkliche Verbesserung erkennbar. Stattdessen: Kosmetik zum vertuschen an allen Ecken. Es ist nichts anderes als Verarschung am Kunden, nach so vielen Jahren immer noch ein so verbuggtes Spiel zu verkaufen.
Wenn ich Sims spielen möchte, dann spiele ich Sims. Was möchte ich aber spielen? Genau! Eine Fussball Manager Simulation. Doch anstatt den Kern richtig zu simulieren, nähmlich den Fussball, wird eigentlich nur das Drumherum simuliert. Und selbst da gibt es Macken, aber egal. Fakt ist: EA hat es beim FM 2013 noch immer nicht geschafft die taktischen Ansagen auch nur annähernd ins Spiel einfließen zu lassen. Wozu Taktiken einstellen, Spieler stundenlang Scouten, mit ihnen labern etc, wenn dann ein Spielausgang gewürfelt wird?
Da importiere ich mir lieber weiterhin den Football Manager von SEGA. Schon klar warum EA den hier nicht auf dem Markt zulässt: Er schlägt den Fussball Manager haushoch!
Wer sehen will wie eine richtige Simulation ausschaut, sollte sich das hier mal ansehen: Football Manager 2013 Video Blog: Match Engine 1 (English version) - YouTube