Final Fantasy Type-0 HD im Test: Schönes Spin-off mit einigen Schwächen

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Test Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Final Fantasy Type-0 HD im Test: Schönes Spin-off mit einigen Schwächen.
Quelle: Play4

Der ursprünglich für die Final Fantasy 13-Reihe geplante Ableger ist seit kurzem auch für PS4 und Xbox One erhältlich. Im Test zu Final Fantasy Type-0 HD gehen wir der Frage auf den Grund, wie gut das Spin-off letztendlich geworden ist.

Nach knapp 20 Stunden Spielzeit mit Final Fantasy Type-0 HD formte sich bereits ein temporärer Eindruck: Das Remake des ehemals japanexklusiven Action-Rollenspiels hat ein ausgesprochen gutes und abwechslungsreiches Kampfsystem zu bieten, jedoch hakt es an manch anderen Stellen. So kritisieren wir die ambitionierte Handlung mit für Final Fantasy-Verhältnisse ungewöhnlich düsteren Momenten, die sich jedoch recht rasch als langweilig und bar richtiger Höhepunkte entpuppt und mit Figuren aufwartet, die dem 1 mal 1 der klischeebehafteten Charakterzeichnung entnommen und teilweise katastrophal schlecht synchronisiert sind.

Kinderkacke: Die klischeehaften Figuren samt mieser Synchro nerven ungemein. Aus den Protagonisten und der Geschichte hätte man viel mehr herausholen können. Quelle: Play4 Kinderkacke: Die klischeehaften Figuren samt mieser Synchro nerven ungemein. Aus den Protagonisten und der Geschichte hätte man viel mehr herausholen können. Vor allem aber stößt uns die fehlende Abwechslung sauer auf. Zwar wird das Gameplay ab und an durch unterhaltsame Spezial-Abchnitte wie einen Stealth-Level oder strategisch angehauchte Kämpfe auf der Weltkarte aufgelockert, die meiste Zeit läuft man in den Hauptmissionen aber durch immer gleich aussehende Abschnitte im Block-Design und hat nichts anderes zu tun, als munter Gegner zu vermöbeln. An dieser Meinung hat sich auch nach etlichen weiteren Stunden nichts geändert, die wir in der Spielwelt Orience verbracht haben. Die gute Nachricht: Die Kämpfe machen so viel Spaß, dass man viele der anderen Kritikpunkte zum Glück vernachlässigen kann.

Kadetten-Keilereien

Mit insgesamt 14 Kadetten einer Soldaten-Akademie zieht man in die Schlachten, wobei stets drei auf einmal aktiv an den Gefechten teilnehmen. Jeder Held verfügt über individuelle Waffen und Fähigkeiten, sodass ein steter Wechsel und ein Verständnis der teils sehr unterschiedlichen Kampfstile Pflicht ist. Fällt ein Kamerad, so kann man ihn mit wenigen Knopfdrücken durch einen der anderen Kadetten ersetzen; erst wenn keiner der 14 Soldaten mehr übrig ist, heißt es "Game over". Da man in späteren Missionen auch mal gleichzeitig mit mehreren kleinen Teams unterwegs ist, reicht es nicht, einfach nur seine drei Favoriten möglichst schnell hochzuleveln, sondern man muss einen Blick für das große Ganze bewahren. Zum Glück geht das Erfahrungsammeln recht schnell und mit vergleichsweise wenig Grinding von der Hand.

Helden sollten mehrmals ran

Mech-Menagerie: Die strategisch angehauchten Duelle auf der Weltkarte machen überraschend viel Spaß, kommen insgesamt aber leider ein wenig zu selten vor. Quelle: Play4 Mech-Menagerie: Die strategisch angehauchten Duelle auf der Weltkarte machen überraschend viel Spaß, kommen insgesamt aber leider ein wenig zu selten vor. Das Kampfsystem selbst ist ebenso gelungen und fühlt sich sehr direkt an: Dank der intuitiven Button-Belegung visiert man mühelos Feinde an, weicht aus, blockt, nutzt Zauber und Items und wartet die kurzen Zeitfenster ab, in denen man den Bösewichten wesentlich mehr Schaden als sonst zufügen kann. Ebenfalls schön: Dank eines nach Schema F funktionierenden, aber sehr umfangreichen Upgrade-Systems samt verbesserbaren magischen Werten, zusätzlich erlernbaren Fähigkeiten und allerlei die Statuswerte beeinflussenden Ausrüstungsgegenständen kann man seine Helden sehr individuell ausstatten und sich ein Kampfsystem zurechtbasteln, das den eigenen Ansprüchen optimal gerecht wird.

Dank dieses starken Systems schnetzelt man sich gerne durch das ansonsten tendenziell öde gestaltete Abenteuer. Im New Game + warten übrigens mehr als nur härtere Gegner. Vielmehr ist Type-0 HD darauf ausgelegt, mehrmals gespielt zu werden, da sich einem die Geschichte nur so vollständig erschließt. Wie man zu dieser Design-Entscheidung steht, ist Geschmackssache, ebenso wie zu der Tatsache, dass die Handheld-Wurzeln angesichts hübsch überarbeiteter Hauptfiguren, aber sehr verwaschener Texturen und schlecht gestalteter NPCs stets ersichtlich sind.

Meinung

Wertung zu Final Fantasy Type-0 HD (PS4)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Sehr gut gelungenes Action-KampfsystemUnterschiedlich einsatzfähige HeldenHoher Wiederspielwert dank New Game +
Technisch nicht auf der Höhe der ZeitLangweilige Geschichte, lahme DialogeAbwechslungsarmes Missionsdesign

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