Ungeahnt abgemahnt - die Folgen illegaler Downloads

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Im Wildwest-Shooter Call of Juarez herrschen rauhe Sitten; ein bisschen so, wie in Peer-to-Peer Netzwerken, wo manche urheberrechtlich geschütztes Material austauschen und damit Diebstahl geistigen Eigentums betreiben. Im Wildwest-Shooter Call of Juarez herrschen rauhe Sitten; ein bisschen so, wie in Peer-to-Peer Netzwerken, wo manche urheberrechtlich geschütztes Material austauschen und damit Diebstahl geistigen Eigentums betreiben. Der herbeigesehnte Abschreckungseffekt wird vielleicht wahrgenommen. Vielleicht profitieren die Publisher davon. Vielleicht wäscht ein Regen durch verseuchte Peer-to-Peer-Gefilde.
Ein Gewinner steht unabhängig davon schon fest: Die mahnenden Anwälte kriegen, was sie verlangen. Das ist okay, jeder darf Geld verdienen. Nur - der Abmahnbetrieb erzeugt ein nachdenklich stimmendes Echo. Im Internet fühlt sich eine nicht unbeträchtliche Zahl der Bezichtigten schlecht behandelt, weil sie glauben, weitestgehend standardisierte Briefe vom Fließband erhalten zu haben: ohne Einschreiben, ohne originaler Unterschrift, ohne Vorlage exakter Beweise.

"Abmahnungen sind wie eine Lizenz zum Gelddrucken", findet Dr. Wachs. "Es ist richtig, dass die Industrie ihre Rechte geschützt wissen will. Andererseits habe ich zuweilen den Eindruck, als ob einige Anwälte die Möglichkeit, kostenpflichtig abzumahnen, zum Nachteil der Abgemahnten über Gebühr strapazieren." Auch ein Staatsanwalt, der namentlich nicht genannt werden will, bedauert die Situation, bezeichnenderweise ohne einen Alternativ-Vorschlag zu unterbreiten: Die Methoden gegen den Klau geistigen Eigentums seien nicht optimal, und die vielen ­Bagatellfälle würden die Gerichte über ein vertretbares Maß hinaus belasten.

Der letzte Seufzer bezieht sich vor allem auf den Bereich Musik - noch. Und auf den sogenannten Richtervorbehalt, einer Zuständig­keitsvorschrift, der zufolge die Herausgabe von Provider-Nutzerdaten wie Name oder Anschrift der gerichtlichen Erlaubnis bedarf. Regelmäßig hallt der Ruf, diese Hürde zu stutzen. Genauso regelmäßig wird verlangt, sie beizubehalten. Oder auszubauen.

Christian Sauerteig, Marketing Manager von TGC (The Games Company), kommentiert das Geschehen ebenfalls kritisch: "Wir halten nichts von punktuellen und an der breiten Masse vorbeigehenden Abmahnungen, die in erster Linie die Taschen der beteiligten Anwälte füllen. Wir finden es sinnvoller, den Kern des Übels, sprich die illegalen Tauschbörsen, mit Technologien derart zu beeinflussen, dass rechtswidrige Downloads unserer Produkte extrem erschwert und für Zehntausende von Usern blockiert werden."

Im Oktober will man die Karten neu mischen, ein bisschen zumindest. Dann soll ein Gesetz im Bundestag seine zweite und dritte Lesung erfahren. Dessen Inhalt sieht unter anderem die Begrenzung der Abmahngebühr auf maximal 50 Euro vor - ein Vorschlag, der von der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries stammt. Zypries versucht sich nach dem "Gesetz zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums" im Januar dieses Jahres an einer Justierung der Rahmenbedingungen. Ob ihre Anstrengungen Früchte tragen: unklar. Denn auf der offiziellen Internet-Seite des Deutschen Bundestages führen Sachverständige allerlei Ungereimtheiten an den erwogenen Änderungen an.

Wahrscheinlich verstreicht noch viel Zeit, bis eine Deckelung der Abmahnkosten durchgeht, wenn überhaupt. So lange sollten jene, die Peer-to-Peer-Software auf ihrem Rechner installiert haben und hatten, in den Briefkasten schauen. In den echten.

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    • Kommentare (75)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LordDelany Anfänger/in
        nur mal so ne frage nebenbei: is diese ominöse firma, die die infos verschärbelt eigentlich befugt, das zu tun. ist doch eigentlich ein eingriff in die privatsphäre und als privatfirma ohne staatliche befugnis besteht doch eigentlich dafür gar keine rechtsgrundlage, oder? ODER??
        ansonsten find ich's schon nich schlecht, dass man bei raubkopien mal ein bischen mitmischt. finde diese sache mit dem 30-tage-legal-benutzen auch nich schlecht (tu es selber nicht, weiß nich mal ob's das wirklich gibt, aber ich hab gehört, dass es legal sein soll, die spiele für 30 tage zu behalten). das gibt den programmierern den anreiz, langwierigere spiele zu programmieren...
      • Von LordDelany Anfänger/in
        nur mal so ne frage nebenbei: is diese ominöse firma, die die infos verschärbelt eigentlich befugt, das zu tun. ist doch eigentlich ein eingriff in die privatsphäre und als privatfirma ohne staatliche befugnis besteht doch eigentlich dafür gar keine rechtsgrundlage, oder? ODER??
        ansonsten find ich's schon nich schlecht, dass man bei raubkopien mal ein bischen mitmischt. finde diese sache mit dem 30-tage-legal-benutzen auch nich schlecht (tu es selber nicht, weiß nich mal ob's das wirklich gibt, aber ich hab gehört, dass es legal sein soll, die spiele für 30 tage zu behalten). das gibt den programmierern den anreiz, langwierigere spiele zu programmieren...
      • Von smo Stille/r Leser/in
        oder man wartet bis der Film im TV läuft ist sogar Kostenlos , also ich könnte auch 3 Jahre warten und den dvd recorder anschmeißen , also man kann auch auf legalen weg sich an Spielen und Filmen erfreuen.Naja wer daraus bisl was Illegales machen will weiß bestimmt auch das man in der Videthek alles bekommt und wer sich auskennt mit rippen was heute jeder schnell erlernen kann kann auch so relativ sicher sich nen Film besorgen ( Also soll nicht animieren das zu machen aber Irgendwie müssen die Produktionkosten von Filmen bezahlt werden wenn alle nur noch sharen würden hätten die kein geld und würden nur noch scheiß Filme machen.Das gleiche gilt für Die Musik und Videospiele Industrie.

        Ein gutes Spiel wie Starcraft 2 ist Pflichtkauf , weil es das Geld wert ist .
        Aber wenn ich sehe das Spiele die mittlerweile nur 4 Stunden dauern und nen miesen MP part haben und dafür 50 euro muss man auch nicht spielen.Bei der Filmindustrie ist das ein bisschen anders bzw bei der Musikindustrie , wenn ich sehe das ein paar durchs singen oder bisl Schauspielern 30 Millionen verdienen (macht mittlweile 10 bis 20 % des Filmetas aus dann verstehe ich net warum ich ein so hohen Preis zahlen soll um den Total übertriebenen Lebensstandart zu finanzieren und zusehen wie die sich dann über die kleinen Leute lsutig machen ihre dicken villen an den Stränden bauen damit die normal Bürger nicht dran kommen Tiere schlachten weil sie es sich leisten können und daraus Pelze machen lassen , dann bin ich lieber PIrat aber wie gesagt ich warte bis es im TV läuft :)
      • Von smo Stille/r Leser/in
        an Darkbringer , weil du mit dieser Annahme Recht hast und pcgames leider ein bisschen langsam ist hier die Info auf dem link

        http://www.heise.de/newsticker/Keine-Akteneinsicht-fuer-die-Musikindustrie-bei-Filesharing--/meldung/105888

        Nebenbei was für die Musik Industrie gilt , gilt auch für die Videospiele und Filmindustrie.

        Wenn ich so ne Klage kriegen würde sollen die es mal versuchen als Student hat man genug Leute die sich mit dem Zeug auskennen :) .
        Nein aber normal dürfen die das nicht mehr auch wenn ein Straftat sein sollte , man kann aus der IP adresse nicht den Namen des verantwortlich rausfinden nur eine IP die keine Aussage Kraft hat daher wenn allein 2 Leute im Haus wohnen und beide würden sagen ich war das nicht mürde die Industrie nur sinnlos Geld in das Juristische system der Kanzleien hauen , wie schon gesagt die wollen nur Angst machen und darauf Geld verdienen zu einer Anklage würde es nie kommen ,weil die wissen das sie mit der IP adresse und den restlichen Daten nicht gewinnen können.

        Aber ehrlich ich lade mir mittlerweile auch nix mehr aus dem Netz , wenn ich nen Spiel haben will leihe ich es mir aus ( die meisten Spiele kriegt man schon in 2 Tagen durch), bei Filmen geht man auch in die Videothek und guckt sich den einmal an naja und wenn man den haben will kriegt man das heute auch ohne Internet hin ohne p2p netzwerke un ich sage mal ich zahle pro Tag nur 50 cent also 50 cent bis 1 euro sollte jeder haben.
      • Von darkbringer NPC
        ... und "im zweifel für den angeklagten" zieht hier scheinbar auch nicht ...
      • Von darkbringer NPC
        hallo zusammen,

        zuerst muss ich mal erwähnen, dass ich den artikel wirklich sehr interessant finde und der inhalt auf mich typisch deutsch wirkt.

        nun aber habe ich mir auch mal einige gedanken zu dem thema gemacht und und möchte euch an meinen geistigen ergüssen teilhaben lassen.

        der schutz von urheberrechtilichem material ist absolut in ordnung und notwendig, jedoch ist die art und weise, wie dieses in deutschland gehandhabt absolut falsch. wie sionon bereits erwähnte gibt es häufig wirlich nur schwarz und weiss, dass es bei filesharing und internetsicherheit aber eine grauzone gibt, darüber WILL man sich scheinbar keine gedanken machen.

        ich bin kein befürworter des filesharing urheberrechtlich geschützer daten, jedoch gibt es nun einmal auch die möglich beim filesharing an dateien zu geraten, die gar nicht diejenigen sind, die sie zu sein scheinen. wenn ich mir beispielsweise eine freie linux-distribution oder openoffice per filesharing "herunterladen" würde und letztendlich feststellen müsste, dass ich in wirklichkeit das spiel xy heruntergeladen habe, hätte ich nach deutschem recht sicherlich eine straftat begangen, da ich während des runterladens der auch gleichzetig bereits heruntergeladene teile wieder hochlade. um dieses zu vermeiden, müssten wir sicherlich alle hellseher sein. sicherlich gibt es die möglichkeit des leechens, wobei man nur herunter-, aber nicht hochläd, was aber dem filesharing-gedanken widerspricht und das FS sicherlich auf dauer tötet. aber was wäre denn wenn ich eine datei erstellen würde, die nur nullen enthält, sie nach einem bekannten spiel benennen würde und zum upload freigeben würde ?

        zum thema internetsicherheit würde ich anführen, dass sicherlich jeder nutzer auf ein hohes maß an sicherheit wert legt, dass jedoch aber selbst softwareriesen wie bspw. microsoft, die einen noch höheren bedarf an sicherheit haben dürften, schon oft genug ziel von hackern wurden. wie soll ich als einzelperson denn sicherstellen (sicherheit betrifft nicht nur das wlan), dass mich niemand hackt und meine online zugangsdaten herausfindet. dieser jemand (sofern beim gleichen anbieter wie ich) könnte sich dann mit meinen daten an seinem computer in meinem namen anmelden. die gespeicherte ip würde dann auf mich verweisen, OHNE dass ich wissentlich eingeloggt war. solange benutzer nicht die sturktur und funktion des betriebssystems und der software kennen, wie sollten sie denn dann ihren pc sicher machen? ferner werden andauernd sicherheitslücken in betriebssystemen gefunden, für die der anwender nunmal nichts kann, denn der pc läuft ohne betriebssystem nunmal nur recht eingeschränkt ^^. viele würden es nicht einmal merken, wenn jemand auf ihren pc zugreift. man könnte also sagen, dass sie mit ihrem pc nicht umgehen können. IRONIE: würde es eien führerschein für pc's geben, hätten ihn sicherlich nur sehr wenige leute, aber dann könnte man den lappen kassieren, wenn jemand mist baut. wer nicht autofahren kann, darf vom gesetz her ja auch nicht fahren ^^

        spass bei seite und ein paar abschließende worte:
        die provider sagen uns, dass wir für die sicherheit unserer pc's verantwortlich sind und das BKA fordert online-durchsuchungen vermeintlicher terroristen ... paradox, paradoxer, deutschland ...

        so weit ...

        @sionon zum thema verbreitung von fersehserien: http://www.internetrecht-...
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