Far Cry 4 Test: Hoher Frustfaktor

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Test Matti Sandqvist Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Pagan Min ist der Bösewicht von Far Cry 4. Der Schurke wirkt in den Zwischensequenzen dank der Performance-Capturing-Technik fast wie echt.
Quelle: PC Games

Technisch kaum ein Fortschritt, doch vom Setting erfrischend anders: Wir haben uns im Himalaja-Gebirge ausgetobt und die ersten 15 Stunden des gigantischen Open-World-Shooters erlebt. Im Test verraten wir euch, wie unser Eindruck von Far Cry 4 ist. Die Wertung werden wir erst in den nächsten Tagen nachliefern, sobald wir die Kampagne durchgespielt haben.

Schwere Kost
Nur wegen seiner Geschichte wird und sollte sich kaum jemand für den neuen Ubisoft-Shooter entscheiden. Far Cry 4 ist wie der Vorgänger ein riesiger und spaßiger Abenteuerspielplatz mit Hunderten von Aufträgen, die von mystischen Shangri-La-Erkundungstouren über nervenaufreibende Geiselbefreiungen bis hin zur fragwürdigen Jagd nach geschützten Tierarten reichen. Vor allem die Möglichkeit, die Aufträge ganz nach Gusto zum Beispiel in Rambo-Manier oder wie ein lautloser Assassine zu erledigen, ist eine der größten Stärken von Far Cry 4. An neuen Missionstypen mangelt es dem Spiel ebenfalls nicht.

Das Kiffer-Duo Reggie und Yogi schickt euch auf Missionen unter Drogeneinfluss. Zur Belohnung winken neue Präparate, die euch zum Beispiel für eine kurze Zeit unverwundbar machen. Quelle: PC Games Das Kiffer-Duo Reggie und Yogi schickt euch auf Missionen unter Drogeneinfluss. Zur Belohnung winken neue Präparate, die euch zum Beispiel für eine kurze Zeit unverwundbar machen. Am meisten herausgefordert wurden wir in den Festungsmissionen, in denen wir von einer Horde von Soldaten bewachte Bollwerke erobern müssen, damit ein Gebiet dauerhaft von Pagan Mins Schergen befreit wird. Diese schweren Aufträge solltet ihr am besten mit einem Koop- oder KI-Partner erledigen, da auch dem besten Taktiker irgendwann die Munition aus- oder die Lebensenergie zur Neige gehen wird. Leider könnt ihr nur Nebenaufträge wie Jagdmissionen oder Lagererstürmungen mit einem Freund an eurer Seite erledigen – die aufwendigen Hauptmissionen sind nur im Solo-Modus spielbar. Das ist schade, denn der Koop-Part stellt die größte spielerische Neuerung gegenüber dem Vorgänger dar. Die Möglichkeit, eine riesige Spielwelt in ihrer ganzen Bandbreite – wie etwa in Borderlands – gemeinsam mit einem Kollegen zu erleben, wäre zugegebenermaßen mehr als verführerisch gewesen.

Was uns an den Story-Aufträgen zudem gestört hat, waren die unheimlich vielen Frustmomente. So gibt es zum Beispiel eine Mission, in der wir unbemerkt drei Sklaven befreien und obendrein einen wichtigen Mitarbeiter von Pagan Min entführen müssen. Das Schleichsystem aus der Ego-Perspektive funktioniert tadellos, doch beim Leveldesign haben sich die Entwickler den einen oder anderen Fauxpas geleistet. Zum Beispiel gibt es mehrere Stellen in der Mission, an denen wir innerhalb von Sekunden drei Wachen durch Kopfschüsse ausschalten müssen und dabei nicht von anderen Feinden gesehen werden dürfen. Falls uns das nicht gelingt, müssen wir den Auftrag neu beginnen und so bis zu fünf Minuten wiederholen. Ebenso frustrierend war es in anderen Aufträgen, dass Checkpoints sehr rar gesät waren und der Schwierigkeitsgrad auf der mittleren Stufe aufgrund der Vielzahl relativ intelligenter und fies platzierter Gegner dafür sorgte, dass wir manchmal an die zehn Anläufe für eine Hauptmission brauchten. Das Problem mit den zu schweren Missionen kann man zum Teil jedoch umgehen, indem man mehrere Nebenmissionen erledigt und so bessere Waffen sowie schlagkräftigere Skills freischaltet.

Das macht süchtig!
Technisch ist die PS4-Version von Far Cry 4 kein großer Sprung nach vorne. Doch grafisch bietet das Spiel wieder viel Abwechslung. Quelle: PC Games Technisch ist die PS4-Version von Far Cry 4 kein großer Sprung nach vorne. Doch grafisch bietet das Spiel wieder viel Abwechslung. Doch trotz des hohen Frustfaktors konnten wir kaum aufhören, Far Cry 4 zu spielen. Das lag vor allem an der dichten Atmosphäre und der großen Vielfalt unterschiedlicher Missionen. Was die Grafik angeht, waren wir ebenfalls zufrieden: Die PS4-Fassung sah ungefähr so gut aus wie die PC-Version des Vorgängers auf dem mittleren Detailgrad. Auf einem High-End-Rechner könnte der vierte Teil vielleicht noch ein wenig schöner ausfallen, aber einen allzu großen optischen Sprung erwarten – und brauchen – wir nicht.

Meinung

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Far Cry 4 Test: Bürgerkrieg im Paradies
  2. Seite 2 Far Cry 4 Test: Hoher Frustfaktor
  3. Seite 3 Far Cry 4 Test: Nachtest, Fazit, Wertung
    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Zitat von Elfredo
        Far Cry 4 ist hanebüchener Blödsinn. Vom FC3 war ich begeistert und 4 ist das genaue Gegenteil.
        Äh, nein. Eigentlich ist es ziemlich genau dasselbe.

        Zitat
        Technisch unter aller Sau
        Inwiefern? Es sieht um längen besser aus als Teil 3. Allein die Tesselation und die Beleuchtung.

        Zitat
        eine lächerliche Gegner KI
        Lächerlich nicht. Vielleicht vorhersehbar und mit ein wenig Übung sogar harmlos. Aber Open World Spiele mit richtig guter KI hab ich auch noch nicht erlebt.

        Zitat
        Das Setting ist so abgefahren dämlich gewählt, wer findet das denn interessant?
        Vermutlich mehr als du denkst, bei den Kritiken und Verkaufszahlen.

        Far Cry 4 - Ubisoft mit bestem Verkaufsstart der Serie - News auf PlayNation.de

        Zitat
        Es ist unglaubwürdig
        Und Teil 3 war realistisch? :-B Oder wie jetzt?^^

        Zitat
        schlecht dargestellt
        Inwiefern?

        Zitat
        überall begrenzt
        Quatsch mit Soße. Mit dem Gyrokopter kommt man überall hin. Selbst Elefanten sind sehr bequem zum Reisen. Und natürlich sind Berge schwerer zu überqueren als flache Inseln. Aber selbst in FC3 gab es Berge, um die musste man auch herumlaufen.

        Zitat
        in FC4 dagegen überall Grenzen, abgesteckte Areale, buchten und Täler und alles schön säuberlich begrenzt.
        Quatsch mit Soße. Mit dem Gyro....naja etc.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Zitat von Elfredo
        Far Cry 4 ist hanebüchener Blödsinn. Vom FC3 war ich begeistert und 4 ist das genaue Gegenteil.
        Äh, nein. Eigentlich ist es ziemlich genau dasselbe.

        Zitat
        Technisch unter aller Sau
        Inwiefern? Es sieht um längen besser aus als Teil 3. Allein die Tesselation und die Beleuchtung.

        Zitat
        eine lächerliche Gegner KI
        Lächerlich nicht. Vielleicht vorhersehbar und mit ein wenig Übung sogar harmlos. Aber Open World Spiele mit richtig guter KI hab ich auch noch nicht erlebt.

        Zitat
        Das Setting ist so abgefahren dämlich gewählt, wer findet das denn interessant?
        Vermutlich mehr als du denkst, bei den Kritiken und Verkaufszahlen.

        Far Cry 4 - Ubisoft mit bestem Verkaufsstart der Serie - News auf PlayNation.de

        Zitat
        Es ist unglaubwürdig
        Und Teil 3 war realistisch? :-B Oder wie jetzt?^^

        Zitat
        schlecht dargestellt
        Inwiefern?

        Zitat
        überall begrenzt
        Quatsch mit Soße. Mit dem Gyrokopter kommt man überall hin. Selbst Elefanten sind sehr bequem zum Reisen. Und natürlich sind Berge schwerer zu überqueren als flache Inseln. Aber selbst in FC3 gab es Berge, um die musste man auch herumlaufen.

        Zitat
        in FC4 dagegen überall Grenzen, abgesteckte Areale, buchten und Täler und alles schön säuberlich begrenzt.
        Quatsch mit Soße. Mit dem Gyro....naja etc.
      • Von MichaelG Mitglied
        Das Setting ist schon interessant. Das einzige wo ich als negative Faktoren bei FC4 mitgehe ist die übertriebene Tieraggressivität auch von Tieren wie eben den Honigdachsen, Adlern oder den tollwütigen Hunden, die teilweise auch als Zufallsfaktor Einfluß darauf haben, ob man ein Camp unentdeckt einnehmen kann oder nicht. Und auch teilweise das (teils wirklich depperte) NPC-Verhalten.

        Beim Rest Deiner Kritik gehe ich nicht mit. Die Atmosphäre ist top. Die Landschaften auch. Was halt bei FC4 Recycling aus FC3 ist sind offensichtlich sehr viele Spielemechaniken (der Talentebaum halt nur ohne Tattoo incl. Verbindung von Freischaltungen der Fähigkeiten abhängig von gelösten Missionen, abhängig vom Spielefortschritt oder von Zielen wie z.B. Camp unbemerkt einnehmen), Killanimationen, Camps mit 1-4 Alarmen, Waffenhändler, Spritzenherstellung, Crafting allgemein, Schatzkisten, verlorene Briefe, Relikte = Masken von Yalung u,s.w.). Das ist aber komischerweise einer der Punkte der mich am wenigsten stört.

        Und das man aus dem Grund FC3 genial findet, FC4 aber nicht ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Da beide mal in übertragenen Sinne wie (eineiige) Zwillingsbrüder sind.
      • Von Elfredo Spiele-Novize/Novizin
        Far Cry 4 ist hanebüchener Blödsinn. Vom FC3 war ich begeistert und 4 ist das genaue Gegenteil. Scheiße, Scheißerer, am scheißesten!

        Technisch unter aller Sau eine lächerliche Gegner KI "Achtung ein Honigdachs" und "ein Adler greift an" alle ballern ihre Magazine in den Himmel und werden Zeitgleich vom Gegner überrollt...Himmel ist das Spiel schlecht! Die Wertung muss unter Drogeneinfluss zustande gekommen sein? Das Setting ist so abgefahren dämlich gewählt, wer findet das denn interessant? Es ist unglaubwürdig, schlecht dargestellt, überall begrenzt. Das Insel-Prinzip aus FC3 ist unschlagbar, auch wenn man auf See nicht unendlich raus fahren konnte, hat es einem doch ein Gefühl von Freiheit vermittelt, in FC4 dagegen überall Grenzen, abgesteckte Areale, buchten und Täler und alles schön säuberlich begrenzt.
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von PunktPunkt
        Die Grafik ist selbst in 4k Auflösung nicht sonderlich ansprechend.
        der satz macht deine kritik irgendwie unglaubwürdig. :-O
      • Von PunktPunkt Anwärter/in
        Hab das Spiel mehrfach durchgespielt und jede einzelne Mission mehrfach auf unterschiedliche Wege gespielt.

        Meine Wertung maximal 80% wegen fehlender Schnellspeicher Funktion und Teilweise extreme harter KI.
        Die Grafik ist selbst in 4k Auflösung nicht sonderlich ansprechend und der Hardware Hunger ist gigantisch.

        Das Spiel an sich ist in Ordnung wegen den zahlreichen Abwechslungsreichen Missionen. Aber für alle die es noch nicht gekauft haben sollten warten bis es günstig zu erwerben ist. Aktuell lohnt es sich nicht 50 Euronen zu investieren.
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