Far Cry 4 Test: Hoher Frustfaktor
Technisch kaum ein Fortschritt, doch vom Setting erfrischend anders: Wir haben uns im Himalaja-Gebirge ausgetobt und die ersten 15 Stunden des gigantischen Open-World-Shooters erlebt. Im Test verraten wir euch, wie unser Eindruck von Far Cry 4 ist. Die Wertung werden wir erst in den nächsten Tagen nachliefern, sobald wir die Kampagne durchgespielt haben.
Schwere Kost
Nur wegen seiner Geschichte wird und sollte sich kaum jemand für den neuen Ubisoft-Shooter entscheiden. Far Cry 4 ist wie der Vorgänger ein riesiger und spaßiger Abenteuerspielplatz mit Hunderten von Aufträgen, die von mystischen Shangri-La-Erkundungstouren über nervenaufreibende Geiselbefreiungen bis hin zur fragwürdigen Jagd nach geschützten Tierarten reichen. Vor allem die Möglichkeit, die Aufträge ganz nach Gusto zum Beispiel in Rambo-Manier oder wie ein lautloser Assassine zu erledigen, ist eine der größten Stärken von Far Cry 4. An neuen Missionstypen mangelt es dem Spiel ebenfalls nicht.
Quelle: PC Games
Das Kiffer-Duo Reggie und Yogi schickt euch auf Missionen unter Drogeneinfluss. Zur Belohnung winken neue Präparate, die euch zum Beispiel für eine kurze Zeit unverwundbar machen.
Am meisten herausgefordert wurden wir in den Festungsmissionen, in denen wir von einer Horde von Soldaten bewachte Bollwerke erobern müssen, damit ein Gebiet dauerhaft von Pagan Mins Schergen befreit wird. Diese schweren Aufträge solltet ihr am besten mit einem Koop- oder KI-Partner erledigen, da auch dem besten Taktiker irgendwann die Munition aus- oder die Lebensenergie zur Neige gehen wird. Leider könnt ihr nur Nebenaufträge wie Jagdmissionen oder Lagererstürmungen mit einem Freund an eurer Seite erledigen – die aufwendigen Hauptmissionen sind nur im Solo-Modus spielbar. Das ist schade, denn der Koop-Part stellt die größte spielerische Neuerung gegenüber dem Vorgänger dar. Die Möglichkeit, eine riesige Spielwelt in ihrer ganzen Bandbreite – wie etwa in Borderlands – gemeinsam mit einem Kollegen zu erleben, wäre zugegebenermaßen mehr als verführerisch gewesen.
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Was uns an den Story-Aufträgen zudem gestört hat, waren die unheimlich vielen Frustmomente. So gibt es zum Beispiel eine Mission, in der wir unbemerkt drei Sklaven befreien und obendrein einen wichtigen Mitarbeiter von Pagan Min entführen müssen. Das Schleichsystem aus der Ego-Perspektive funktioniert tadellos, doch beim Leveldesign haben sich die Entwickler den einen oder anderen Fauxpas geleistet. Zum Beispiel gibt es mehrere Stellen in der Mission, an denen wir innerhalb von Sekunden drei Wachen durch Kopfschüsse ausschalten müssen und dabei nicht von anderen Feinden gesehen werden dürfen. Falls uns das nicht gelingt, müssen wir den Auftrag neu beginnen und so bis zu fünf Minuten wiederholen. Ebenso frustrierend war es in anderen Aufträgen, dass Checkpoints sehr rar gesät waren und der Schwierigkeitsgrad auf der mittleren Stufe aufgrund der Vielzahl relativ intelligenter und fies platzierter Gegner dafür sorgte, dass wir manchmal an die zehn Anläufe für eine Hauptmission brauchten. Das Problem mit den zu schweren Missionen kann man zum Teil jedoch umgehen, indem man mehrere Nebenmissionen erledigt und so bessere Waffen sowie schlagkräftigere Skills freischaltet.
Das macht süchtig!
Quelle: PC Games
Technisch ist die PS4-Version von Far Cry 4 kein großer Sprung nach vorne. Doch grafisch bietet das Spiel wieder viel Abwechslung.
Doch trotz des hohen Frustfaktors konnten wir kaum aufhören, Far Cry 4 zu spielen. Das lag vor allem an der dichten Atmosphäre und der großen Vielfalt unterschiedlicher Missionen. Was die Grafik angeht, waren wir ebenfalls zufrieden: Die PS4-Fassung sah ungefähr so gut aus wie die PC-Version des Vorgängers auf dem mittleren Detailgrad. Auf einem High-End-Rechner könnte der vierte Teil vielleicht noch ein wenig schöner ausfallen, aber einen allzu großen optischen Sprung erwarten – und brauchen – wir nicht.

Far Cry 4 - Ubisoft mit bestem Verkaufsstart der Serie - News auf PlayNation.de
Beim Rest Deiner Kritik gehe ich nicht mit. Die Atmosphäre ist top. Die Landschaften auch. Was halt bei FC4 Recycling aus FC3 ist sind offensichtlich sehr viele Spielemechaniken (der Talentebaum halt nur ohne Tattoo incl. Verbindung von Freischaltungen der Fähigkeiten abhängig von gelösten Missionen, abhängig vom Spielefortschritt oder von Zielen wie z.B. Camp unbemerkt einnehmen), Killanimationen, Camps mit 1-4 Alarmen, Waffenhändler, Spritzenherstellung, Crafting allgemein, Schatzkisten, verlorene Briefe, Relikte = Masken von Yalung u,s.w.). Das ist aber komischerweise einer der Punkte der mich am wenigsten stört.
Und das man aus dem Grund FC3 genial findet, FC4 aber nicht ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Da beide mal in übertragenen Sinne wie (eineiige) Zwillingsbrüder sind.
Technisch unter aller Sau eine lächerliche Gegner KI "Achtung ein Honigdachs" und "ein Adler greift an" alle ballern ihre Magazine in den Himmel und werden Zeitgleich vom Gegner überrollt...Himmel ist das Spiel schlecht! Die Wertung muss unter Drogeneinfluss zustande gekommen sein? Das Setting ist so abgefahren dämlich gewählt, wer findet das denn interessant? Es ist unglaubwürdig, schlecht dargestellt, überall begrenzt. Das Insel-Prinzip aus FC3 ist unschlagbar, auch wenn man auf See nicht unendlich raus fahren konnte, hat es einem doch ein Gefühl von Freiheit vermittelt, in FC4 dagegen überall Grenzen, abgesteckte Areale, buchten und Täler und alles schön säuberlich begrenzt.
Meine Wertung maximal 80% wegen fehlender Schnellspeicher Funktion und Teilweise extreme harter KI.
Die Grafik ist selbst in 4k Auflösung nicht sonderlich ansprechend und der Hardware Hunger ist gigantisch.
Das Spiel an sich ist in Ordnung wegen den zahlreichen Abwechslungsreichen Missionen. Aber für alle die es noch nicht gekauft haben sollten warten bis es günstig zu erwerben ist. Aktuell lohnt es sich nicht 50 Euronen zu investieren.