Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer

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MCU: Fantastic Four (2005)
Quelle: Constantin Film

MCU: Fantastic Four (2005) Quelle: Constantin Film Die Trauung von Reed (Ioan Gruffudd, M.) und Susan (Jessica Alba) wird gestört. Johnny (Chris Evans) juckt das weniger. Hach, ist das romantisch! Eine Kapelle auf dem Dach eines Wolkenkratzers, eine Handvoll auserwählter Gäste - nur ein paar hundert Promis und am Fuß des Gebäudes ein paar tausend Schaulustige - und eine Braut ganz in Weiß. Könnte eine Hochzeit schöner sein? Für Invisible Woman Susan Storm soll es unbedingt der bedeutendste Tag in ihrem Leben werden. Nur ist sie sich nicht so ganz sicher, wie ernst es ihr angehender Gatte, Mr. Fantastic Reed Richards, meint. Denn der verkopfte Bräutigam hat nach wie vor nur seine Wissenschaft im Kopf und bringt doch tatsächlich einen Romantiktöter in Form eines PDA zur Zeremonie mit, der dann auch noch das Piepen anfängt.

Okay, es mögen unerklärliche Dinge auf der ganzen Welt geschehen, wie Schnee auf den Pyramiden und die Vereisung des japanischen Meeres, aber muss das gerade jetzt sein? Aber es hilft nichts. Bevor die entscheidenden Worte gesprochen werden, taucht ein unheimlicher Fremder aus dem Himmel auf: ein silberner Humanoider auf einem - ja, tatsächlich - Surfbrett! Als Susans Bruder Johnny, die lebende Fackel, dem Unbekannten folgt, entpuppt sich der gallertartige Silberfisch nicht nur als äußerst schnell und wendig, sondern auch als stark und gefährlich. Will er die Welt vernichten? Und wenn ja, warum?

Die Fortsetzung zur Marvel-Comic-Verfilmung Fantastic Four knüpft nahtlos dort an, wo der erste Film aufhörte: Susan (Jessica Alba) will mit Reed (Ioan Gruffudd) die Ringe austauschen, der flotte Johnny (Chris Evans) mit der frechen Klappe treibt hauptsächlich seinen Schabernack mit den Freunden und turtelt mit langbeinigen Schönheiten, und Muskelpaket Ben Grimm (Michael Chiklis) spielt den leicht naiven Stein des humorvollen Anstoßes. Sogar der fiese Victor Van Doom (Julian McMahon) ist wieder mit von der Partie und - Überraschung! - immer noch so intrigant und machtgeil wie eh und je.

Bierdeckel-Plot, aber reichlich Kabbeleien
Johnny, die 'Lebende Fackel', bekommt Probleme mit dem Silver Surfer. Quelle: Constantin Johnny, die "Lebende Fackel", bekommt Probleme mit dem Silver Surfer. Der eigentliche Plot lässt sich wie beim ersten Film locker auf einem Bierdeckel zusammenfassen - gleich neben der legendären Steuererklärung des Friedrich Merz: Eine wabernde Wolke der Vernichtung nähert sich der Erde und will diese verschlingen. Und der Silver Surfer - ja, wirklich, auf einem Surfbrett - ist der Vorbote dieses Weltenzerstörers. Das erinnert irgendwie an eine Mischung aus Star Trek - The Motion Picture und Independence Day und ist ungefähr genauso einfallsreich. Immerhin funktioniert die Special-Effects-Darstellung von Feuer, Eis und Metall, die vermutlich den größten Teil des Budgets fraß, recht gut.

Was dieses Science-Fiction-Abenteuer aber unterm Strich doch noch richtig unterhaltsam macht, sind die schon aus dem ersten Teil bekannten flotten Sprüche und freundschaftlichen Kabbeleien unter den Fantastischen Vier, und die Filmemacher taten gut daran, die ersten rund 20 Minuten hauptsächlich auf diese zu setzen. Denn sonst wäre der Film noch kürzer geworden, als er jetzt schon mit seinen rund 85 Minuten ist. Bleibt am Ende nur noch auf eines hinzuweisen: Der wie schon beim ersten Film von Bernd Eichinger und seiner deutschen Filmproduktionsfirma Constantin mitproduzierte Streifen verlegt die Handlung zwischendrin sogar mal in heimische Gefilde. Nur dass da im Schwarzwald ein Grizzlybär durch die Gegend stapft, ist nun wirklich zum Piepen.
(Chris Knight)
Susan Storm versucht mit dem Fremden zu verhandeln. Quelle: Constantin Film Susan Storm versucht mit dem Fremden zu verhandeln.

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Wertung zu Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer

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6.0 /10

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