25 Jahre Fallout: So machte die RPG-Serie die Apokalypse cool!
Fallout ist eines der populärsten Rollenspiele aller Zeiten. Wir blicken auf die Entstehung von Teil 1 und beleuchten, was die Serie damals wie heute prägt.
Das Team entnahm daraus verschiedene Aspekte: Aus Lobgesang auf Leibowitz und der dort beschriebenen Beziehung der Menschen zur Technik nach dem Krieg entstand etwa die Fraktion Brotherhood of Steel (auf Deutsch: Stählerne Bruderschaft). Bei der Darstellung von Technologie nahm man sich beispielsweise den 1956 erschienenen Schwarz-Weiß-Film Forbidden Planet zum Vorbild. "Das Team wollte keine Terminator-Roboter im Spiel. Wir wollten Robby, den Roboter. Oder Laserkanonen im Stile von Forbidden Planet. Wir kehrten auch Jahre später immer wieder zu diesem Film zurück", erklärte Cain während des Postmortem-Vortrags.
Noch wichtiger für das Technologie-Design war der Film Die Stadt der verlorenen Kinder aus dem Jahr 1995. Bestimmte Elemente, wie etwa das Aussehen von Schutzbrillen oder Visieren, wurden für das Spiel umgesetzt. Viele der Zeichnungen entlehnte man dagegen der Werbekunst der 1950er-Jahre. Das Verschmelzen eines fiktiven Science-Fiction-Settings gepaart mit der angepassten Technologie aus den 50ern verleiht Fallout seit jeher einen ganz eigenen Look und Charme: weit weniger düster und trotz aller Brutalität fast schon einladend.
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Quelle: Moby Games
Der Umgangston in Junktown ist ruppig und gewürzt mit viel Sarkasmus. Humor spielt in der von Fallout dargestellten Postapokalypse eine wichtige Rolle.
Leben im Ödland
Auch beim Charakter- und Story-Design verfielen die Entwickler nicht den gängigen Klischees. Stattdessen verpasste man nahezu jeder wichtigen Figur einen eigenen Charakter und eine Motivation. In Fallout waren die Dialoge bereits vertont, sodass diePersönlichkeit der Figuren auch über die Sprachausgabe dargestellt werden konnte.
Quelle: Moby Games
Auf der linken Seite des Charakterbildschirms seht ihr das SPECIAL-System. Daneben finden ihr optionale Fertigkeiten und die 18 zusätzliche Talente.
Viele erinnern sich wahrscheinlich noch an den Meister - den Oberschurken aus dem ersten Fallout - und dessen Lieutenant. Der Meister ist eine durch Technologie am Leben gehaltene Absurdität aus Fleischfetzen, Kopf und Organen. Sein Plan ist es, die verbliebenen Menschen mithilfe eines Virus in Supermutanten wie den Lieutenant zu verwandeln.
Gerade Supermutanten sind in Fallout keine tumben Zerstörer, sondern nicht selten hochintelligente Wesen mit einer interessanten Persönlichkeit. Der liebevoll Lou getaufte Handlanger des Meisters ist ebenfalls einer von ihnen. Obwohl er hauptsächlich als dessen ausführende Kraft agiert, ist er dennoch mehr als einfach nur ein Schläger.
Quelle: Moby Games
Auch der Vault Boy tauchte bereits 1997 als Maskottchen auf. Er veranschaulicht die Fähigkeiten und ist obendrein einfach putzig anzuschauen.
Interessant auch: Einige Charaktere begleiten euch durch verschiedene Fallout-Teile und verändern sich während dieser Zeit.
Bestes Beispiel ist sicherlich Harold, der euch im ersten Abenteuer noch als Ghul begegnet, später aber aufgrund von Strahlung und eines Virus in eine Art Baum mutiert. Er sticht besonders durch seine verschrobene Persönlichkeit und seinen eigenwilligen, gutmütigen Humor hervor.
Schon im ersten Teil führten die Entwickler übrigens Begleiter wie beispielsweise den Hund Dogmeat ein. Sie unterstüzen euren Survival-Trip und werden somit zu wichtigen, emotionalen Ankerpunkten.
Die Interplay-Mitarbeiter waren später selbst überrascht, wie vielen Spielern es gelang, den Vierbeiner durch das gesamte Spiel zu ziehen. Eigentlich war man davon ausgegangen, dass Dogmeat das Abenteuer nicht mit heilem Fell überstehen würde. Fallout bestach schon sehr früh durch seine Kontraste.
