Fahrenheit
Die Polizei steht vor einem Rätsel: Was hat es mit den mysteriösen Ritualmorden auf sich?
Adventures verströmen normalerweise Ruhe. Sie lassen Zeit zum Nachdenken. Hier ein Klick, da eine Konversation. Fahrenheit ist anders. Es geht eine Hektik aus von diesem Spiel, es ist, als hätte jemand die Unruhe der TV-Serie 24 auf ein Computerspiel übertragen: Ständig schwenkt die Kamera, Bilder im Bild zeigen bis zu drei Szenen gleichzeitig und unaufhaltsam tickt die Uhr.
Am Anfang bezieht Fahrenheit seinen Reiz weniger aus der ungewöhnlichen Inszenierung, sondern aus seinen Charakteren und der Art, wie man sie spielt. Zuerst ist man Lucas, der im Toilettenraum eines Restaurants einen Mord begeht und die Spuren verwischt. Danach schlüpft man in die Rollen der beiden Polizisten Carla und Tyler, die den Tatort untersuchen. Man jagt sich selber, die Blickwinkel sind an Widersprüchlichkeit kaum zu überbieten. Dass das funktioniert, liegt am Schnitt: Wenn man Lucas die Mordwaffe verstecken lässt, haut die Kamera ab - als Polizist sucht man ahnungslos.
Probleme sind zum Lösen da
Damit die Flucht vor der Polizei gelingt, müssen Sie die Geschicklichkeitssequenzen meistern.
In Fahrenheit kombinieren Sie keine Gegenstände, Sie schieben keine leeren Blätter unter Türspalten, um Schlüssel darauf fallen zu lassen, Sie lösen Probleme. Probleme wie diese: Bevor ein Polizist Lucas' Wohnung betritt, müssen alle Beweise verschwinden. Weg mit den blutigen Bettlaken, die verletzten Armgelenke verbinden, Ruhe bewahren. Oben am Bildschirm schrumpft ein Balken wie eine Zündschnur, dazu dramatische Musik. Das ist eine aufregende Sache, aber schwer ist es nicht.
Nähert man sich Objekten, so taucht ein Symbol auf. Immer weiß man, wann es richtig ist, zu klicken. Manchmal, selten, verlangen Aktionen nach gesundem Menschenverstand: Man kann Lucas zum Tablettenkonsum auffordern - gegen seine Migräne. Lassen Sie dann aber den Gin in der Bar stehen. Diese Mischung hätte das Spielende zur Folge.
Spannung durch Anspannung
Um die Hintergründe seiner Besessenheit zu erfahren, wendet sich Lucas an die Seherin Agatha.
Die Abwesenheit klassischer Rätsel stört wenig. Es ist interessant genug, die Figuren zu beobachten, wie sie sich in schwierigen Situationen verhalten: Lucas, der unter Hypnose einen Mord verübt und nicht weiß, warum. Carla, die Tag und Nacht an diesem Fall knabbert. Tyler, der mit Arbeit und liebeshungriger Freundin zu jonglieren versucht. Fahrenheit ist eine Charakterstudie, ein Kammerspiel, sorgsam abgestimmt in Ton und Wirkung: Die Hilflosigkeit von Lucas ist überzeugend dargestellt, ebenso die Motivation der beiden Polizisten.
Es gibt Szenen von enormer Intensität, etwa Carlas Besuch an Lucas' Arbeitsplatz. "Ich habe bloß ein paar Fragen", sagt Carla, und Lucas runzelt die Stirn, er weiß, dass er jetzt keinen Fehler machen darf. Dann beginnt das Verhör, man muss abwägen, was man antwortet, sonst wächst der Verdachtsbalken. Vor jeder Frage haben Sie die Chance, Carlas Gedanken zu lesen, indem Sie die Richtungstasten im Rhythmus der aufblinkenden Symbole betätigen. Das hilft, die passenden Worte zu finden, und es macht fürchterlich nervös, weil es in Momenten großer Anspannung viel Konzentration erfordert. Über allem der Zeitdruck: Wer zu lange wartet, wartet sich ins Game Over.

Kanns wirklich nur empfehelen ^^
Ich habe mir das Spiel auch letzte Woche wieder bei Amazon für 4 € gekauft. Es ist einfach geil *sabber*..
Meiner Meinung nach auch eins der besten Spiele die ich je gespielt habe. Es fesselt einfach einen vor den Computer..Affengoil :D
Kanns wirklich nur empfehelen ^^
Kanns wirklich nur empfehelen ^^
Ja die Geschichte wird zu Ende etwas --- sagen wir 08/15-Kino, aber ich würd das Spiel trotzdem jedem empfehlen.