Fahrenheit
Qualitative Talfahrt
Solange sich Fahrenheit mit dem Inneren der Hauptdarsteller und ihren Spannungen untereinander beschäftigt, übt es eine Faszination aus, für die man die Entwickler vor Freude umarmen möchte. Doch die Sache hat, wie vieles im Leben, einen Haken: Während sich allmählich das Geheimnis um den Mord lüftet, fällt die Geschichte ins Absurde hinein, die Hauptpersonen werden zu Schablonen, statt auf Eigenständigkeit setzt Fahrenheit dann auf Bekanntes.
Filme wie Das Schweigen der Lämmer und Matrix werden zitiert, bis es einem zum Halse heraushängt, immer schneller dreht sich das Klischee-Karussell. Zuletzt hockt man vor einem Scherbenhaufen, der ein fantastisches Adventure hätte sein können, aber im letzten Drittel doch bloß Hollywood-Radau ist.
Der Fremdkörper Action
Nicht ganz unproblematisch ist auch, wie Fahrenheit die Action-Sequenzen einsetzt - viel zu häufig nämlich. Dass man in Schlüsselszenen mal Reaktionen braucht, gut. Aber teilweise ziehen sich Kämpfe und Verfolgungsjagden minutenlang hin: Pausenlos drückt man die Cursor-Tasten, einmal links, einmal rechts, dann oben und unten, häufig gleichzeitig. Wie anstrengend!
Die schön choreographierten Filme lassen sich zudem nur aus dem Augenwinkel verfolgen, weil die Drückanweisungen so viel Aufmerksamkeit beanspruchen. Macht man einen Fehler, fällt einer der sechs Lebenspunkte weg, doch in Schubladen und Schränken gibt es Ersatz.
Damit nicht genug der Entfremdung eines Abenteuerspiels. Neben Fingerübungen gibt es da auch zwei Schleichsequenzen, von denen vor allem die letzte tatsächlich das Letzte ist. Zwei Kinder, einer davon Lucas in einer Rückblende, flitzen geduckt über ein Militärgelände, Suchscheinwerfer tanzen über den Boden, Soldaten patrouillieren. Werden die beiden erwischt, beginnt das Spiel am letzten Checkpoint von neuem und häufig fehlt die Übersichtlichkeit zum richtigen Schleichen. Niemand würde weinen, käme dieser Abschnitt nicht vor.
Ohne große Worte
Man muss Fahrenheit zugute halten, dass es sich mit einem mutigen Konzept in den Wust der Computerspiele hineinstürzt, die sich sonst meist gleichen wie ein Ei dem anderen. Unverzeihlich ist aber, dass bei einem Adventure, einem interaktiven Film zumal, dessen Medium vornehmlich die Sprache ist, so bei der Auswahl der deutschen Sprecher geschlampt wurde.
Man kann sich Lucas noch anhören, auch Carla bleibt knapp über der Toleranzgrenze, aber Tyler krächzt so krampfhaft wie ein Schwarzer aus der Bronx, man möchte aufspringen vor Entsetzen. Atari sollte die Enden überdenken, an denen gespart wird. Gut, dass die englische, deutlich bessere Version beiliegt.

Kanns wirklich nur empfehelen ^^
Ich habe mir das Spiel auch letzte Woche wieder bei Amazon für 4 € gekauft. Es ist einfach geil *sabber*..
Meiner Meinung nach auch eins der besten Spiele die ich je gespielt habe. Es fesselt einfach einen vor den Computer..Affengoil :D
Kanns wirklich nur empfehelen ^^
Kanns wirklich nur empfehelen ^^
Ja die Geschichte wird zu Ende etwas --- sagen wir 08/15-Kino, aber ich würd das Spiel trotzdem jedem empfehlen.