Empire Earth 2 Ohne Kampf geht in Empire Earth 2 nichts, trotzdem kann man auch eine defensive Vorgehensweise wählen. Schnelle Truppenproduktion in Verbindung mit einem Blitzangriff funktioniert oft ebensogut wie das Errichten eines undurchdringlichen Verteidigungswalls und die nachfolgende, penibel geplante Vernichtung des Gegners. Unabhängig davon, welche Spielvariante Sie bevorzugen, sollten Sie auch immer auf technologischen Fortschritt bedacht sein. Allzu schnell gerät man gerade auf den höheren der sechs Schwierigkeitsgrade ins Hintertreffen. In jeder der 15 Epochen stehen Ihnen zwölf Upgrades zur Wahl, jeweils vier in den Bereichen Militär, Ökonomie und Imperium. Diese lassen sich jedoch nur erforschen, wenn Ihre Bewohner in den Universitäten fleißig Wissenspunkte produzieren. Bei voller Auslastung geht das natürlich schneller, allerdings fehlen Ihnen die eingerückten Arbeiter an der Rohstoff-Front. In Tempeln können Priester übrigens der gleichen Aufgabe nachgehen. Daher müssen Sie ständig abwägen, was genau Sie vorhaben und wie sich dieses Ziel am schnellsten erreichen lässt. Sind sechs Upgrades erforscht, ist der Weg in eine neue Epoche frei, was jedoch nicht heißt, dass Sie unbedingt aufsteigen müssen. Wenn es die Zeit erlaubt, können Sie auch weiter in der alten Epoche verweilen und zu einem späteren Zeitpunkt den Sprung wagen.

Ein dickes Ding
Was den Umfang an Einheiten und Gebäuden angeht, hat Empire Earth 2 beträchtlich zugelegt. Über 300 Einheiten werden Sie im Laufe der Jahrtausende kennen lernen, dazu kommen fast 50 einzigartige Truppen, die jeweils nur einer Zivilisation zur Verfügung stehen. Ergänzt wird dieses Line-up durch Anführer, die an berühmte Persönlichkeiten des jeweiligen Volkes angelehnt sind. So kämpft auf der deutschen Seite zeitweise Otto von Bismarck kräftig mit, die Amerikaner freuen sich über die Unterstützung von Teddy Roosevelt. Die Helden dürfen während der Mission nicht sterben; ihre Strapazierfähigkeit und besonderen Fähigkeiten können allerdings die eine oder andere Schlacht entscheiden. Auch das Gebäudearsenal ist beeindruckend: Annähernd 300 Bauten stehen zur Wahl. Wer möchte, kann in einigen Bauwerken Einheiten stationieren und erhöht damit die Effizienz. Ist beispielsweise ein City Center voll belegt, steigert dies den Rohstoff-ertrag beträchtlich, und eine Festung ist wesentlich kampfstärker, wenn sich eine Hand voll Bogenschützen dort verschanzt hat. Besonders imposant erscheinen die zwölf Weltwunder. Diese Bauwerke haben besondere Bedeutung, da die dazugehörigen Superwaffen immensen Einfluss auf den Missionsausgang haben können.

So anders, so gut
Zwar ist Empire Earth 2 klassische Echtzeit-Strategie, bringt jedoch einige geniale und für den Spielfluss extrem sinnvolle Neuerungen mit sich. So kann das Management des Ressourcenabbaus bequem im so genannten "Citizen Manager" überblickt und organisiert werden. Große Veränderungen in der Spielmechanik bringt das neue Territoriensystem mit sich. Neutrale Gebiete gehören Ihnen, sobald Sie eine Siedlung dort errichtet haben. Wer gegnerische Gebiete erobern möchte, kommt um einen Angriff nicht herum. Gezwungen werden Sie vom Spiel zu solchen Maßnahmen unter anderem dadurch, dass ein Gebäude- und Bevölkerungslimit früher oder später eine weitere Expansion in einem Territorium verhindert. Auch defensive Spieler müssen daher wohl oder übel den Schritt über die eigenen Grenzen wagen. Aus Ressourcensicht ist dies übrigens selten notwendig, da diese beim Abbau niemals aufgebraucht werden.

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