Elex 2 Vorschau: Erstes Gameplay mit Potenzial zum Sprung in alte Gothic-Höhen

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Elex 2 Vorschau: Erstes Gameplay mit Potenzial zum Sprung in alte Gothic-Höhen
Quelle: THQ Nordic

Piranha Bytes macht Elex 2. Überraschung? Nein, das neue Spiel der Gothic-Macher war kein sonderlich gut gehütetes Geheimnis, doch jetzt ist es offiziell. Wir haben erstes Gameplay vom Spiel gesehen und können endlich einordnen, ob das Spiel das Potenzial hat, seinen Vorgänger zu überflügeln und damit in die Fußstapfen von Gothic 2 zu treten.

Wenn man den Namen "Piranha Bytes" hört, sagen Rollenspielfans in Deutschland automatisch: "Gothic!". Seit dem Spieldebüt vor über 20 Jahren ist das deutsche Entwicklerstudio für seine Rollenspiele bekannt, die immer einer bestimmten Designsprache folgen: geerdet, dreckig und sehr atmosphärisch. Mit Elex hat man das in ein Science-Fantasy-Universum verfrachtet. Herausgekommen ist ein tolles Rollenspiel, das nah an die Stärken eines Gothic heranreicht, die Ziellinie jedoch nicht ganz durchbricht. Jetzt kommt Elex 2. Wir haben erstes Gameplay gesehen und finden, dass Piranha Bytes mit Elex 2 endlich das Potenzial für den Sprung in die Sphären eines Gothic hat.

Das Problem mit dem Neustart

Bevor ihr es mit solchen Brocken aufnehmen könnt, müsst ihr euch wieder vom Nichtskönner zum Helden hocharbeiten.  Quelle: THQ Nordic Bevor ihr es mit solchen Brocken aufnehmen könnt, müsst ihr euch wieder vom Nichtskönner zum Helden hocharbeiten.  Der Anfang von Elex 2 (jetzt kaufen 15,89 € ) könnte dabei nicht klischeehafter sein. Nachdem man mit Held Jax am Ende von Teil 1 das Wissen über eine größere Bedrohung erhalten hat, will er eigentlich die verschiedenen Fraktionen zusammenbringen. Die lachen ihn aber aus, weshalb er dann bockig abhaut und sich ins Exil begibt. Ein paar Jahre später kehrt er zurück, denn die neue Bedrohung ist mittlerweile da und macht Ärger. Jax macht sich also erneut auf den Weg, die Fraktionen der Welt Magalan zu vereinen, damit man eine realistische Chance hat, die Invasoren zurückzuschlagen.

Dabei starten wir als Nichtskönner und müssen uns erst hocharbeiten. Wie das mit dem Ende von Elex 1 zusammenpasst, wo wir bereits ein voll ausgebildeter Superkrieger sind, will Piranha Bytes noch nicht verraten. Es gibt aber wohl eine Storyerklärung, warum Jax alles vergessen hat. Wir tippen auf einen überstarken Gegner, der uns auf die Bretter schickt.

Das titelgebende Elex ist natürlich mit von der Partie. Die Substanz dient wie im Vorgänger für zwei Dinge. Einerseits als Zahlmittel und andererseits als Droge, die einen zwar mächtiger macht, aber auch zum gefühllosen Monster mutieren lässt. Neu dazu kommt das sogenannte Dark Elex, dass offensichtlich einen noch verheerenderen Effekt hat und mit der neuen Bedrohung aufgetaucht ist.
Ebenfalls mit an Bord ist ein Moralsystem, das eure Taten bewertet. Anstatt wie im Vorgänger zwischen kalt und emotional zu entscheiden, schwankt ihr jetzt zwischen schöpferisch und zerstörerisch. Wer beispielsweise unschuldige Lebewesen umnietet, bekommt Punkte auf sein Zerstörungskonto.

Jetzt mit Kinderüberraschung

In die Welt von Elex 2 ziehen endlich auch Kinder ein. Die haben sogar Quests für euch und der Held ist selbst Vater eines Sohnes.  Quelle: THQ Nordic In die Welt von Elex 2 ziehen endlich auch Kinder ein. Die haben sogar Quests für euch und der Held ist selbst Vater eines Sohnes.  Aufträge und Quests erhaltet ihr von NPCs, die ihrem geregelten Tagwerk nachgehen. Die Dialoge sind dabei gewohnt ruppig und euer Handeln zieht Konsequenzen nach sich. Wenn euch die Torwache nicht ins obere Viertel vorlassen will, könnt ihr zwar trotzdem versuchen, da reinzukommen. Nur habt ihr dann bald eine ganze Meute Wächter am Hals, die euch mit Fackeln und Mistgabeln aus ihrem Lager wirft.

Ganz neu mit ins Spiel kommen Kinder-NPCs. Das klingt zwar nicht nach viel, ist für ein Spiel von Piranha Bytes jedoch eine große Nummer, denn die Entwickler haben sich in der Vergangenheit schwergetan, von ihrer reinen Männerwelt loszukommen. Während die Damen in Gothic meist nur als Sexobjekte oder Hausfrauen inszeniert waren, baute man sie in den letzten Jahren sukzessive in Hauptrollen ein. Nun folgt mit den Kindern also der nächste Schritt für eine lebendigere Spielwelt. Piranha Bytes braucht halt immer etwas länger für neue Standards. Deswegen wird dieser Meilenstein aber auch zelebriert, indem die kleinen Bälger nicht nur in der Spielwelt rumlaufen. Nein, sie geben sogar Quests und der Held selbst ist Vater! Neben der Geschichte rund um die große Bedrohung bekommen wir also auch eine Nebenhandlung aufgetischt, die sich um Jax' Sohn dreht. Verletzen könnt ihr die Kids übrigens nicht. Elex 2 zielt auf eine Freigabe ab 12 Jahren ab und vermutlich für das Wohlwollen der USK-Prüfer halten sich die Kinder aus den Kämpfen raus.

Dichtere Open World in Elex 2

Eingebettet ist das Ganze wieder in die große Open World des Kontinents Magalan, die sich frei erkunden lässt. Die Spielwelt besteht dabei aus bekannten und neuen Locations, die alten Gebiete sollen aber massiv überarbeitet und verändert werden. Die Wüste Tavar aus dem Vorgänger ist jetzt beispielsweise wieder grün und lebendig. Insgesamt wird die Spielwelt in etwa so groß wie die des Vorgängers. Piranha Bytes rechtfertigt dieses Recyclen damit, dass sie dafür ein atmosphärisch und storytechnisch dichteres Gesamtwerk abliefern wollen. Das kann ein großer Pluspunkt werden, denn die Spiele des Studios leben von ihrer Atmosphäre. Mehr Zeit und Ressourcen für eine feinere Ausarbeitung von Story, Dialogen und Entscheidungen ist definitiv mehr Wert, als auf Zwang neue Welten zu designen. Ein Gothic 2 profitierte damals vom teilweisen Weltenrecycling enorm.

Elex 2 setzt wieder auf den wilden Mix zwischen Science-Fiction und Fantasy. Dabei sollen die einzelnen Elemente noch stärker ausgeprägt sein als im Vorgänger.  Quelle: THQ Nordic Elex 2 setzt wieder auf den wilden Mix zwischen Science-Fiction und Fantasy. Dabei sollen die einzelnen Elemente noch stärker ausgeprägt sein als im Vorgänger.  Die Früchte dieser Fokussierung sieht man bereits bei den Fraktionen in Elex 2. Einer davon könnt ihr euch anschließen, was einem dann wiederum die Wege der anderen versperrt. Bisher standen euch klassischerweise drei Stück zur Verfügung. Nun schraubt Piranha Bytes die Anzahl hoch und bietet euch fünf verschiedene Fraktionen zum Anschließen. Obendrauf kommt noch eine sechste Fraktion, die aber laut Aussage der Entwickler ein "spezieller Fall" sein wird. Natürlich werdet ihr auch abseits der Gemeinschaften im Spiel eine Menge zu tun bekommen und alles in allem soll ein Spieldurchlauf ungefähr 60 Stunden Spielzeit bieten. Das ist etwas länger als im Vorgänger. Durch die höhere Anzahl an Fraktionen steigert sich gleichzeitig aber auch der Wiederspielwert enorm. Piranha Bytes legt zusätzlich großen Wert darauf, dass ihr im späteren Spielverlauf noch genug zu tun habt. Dabei helfen mehr spezielle Fraktionsquests und die einzelnen Storys eurer Begleiter sind nun länger.

Großen Wert legt das Studio auch auf die Erkundung. Wie schon im Vorgänger habt ihr wieder einen Raketengürtel umgeschnallt, dem diesmal aber nicht mehr nach fünf Sekunden der Saft ausgeht. Nach ein paar Upgrades sollt ihr in Elex 2 unbegrenzt herumdüsen können, was die Erkundung und Bewegung sehr viel freier macht. Wir hoffen nur, dass es dadurch nicht zu leicht wird. Es war schließlich im Vorgänger durchaus ein großes Erfolgserlebnis, sich mit dem begrenzten Jetpack auf das Dach eines Hochhauses zu quälen, um dort eine versteckte Belohnung einzusacken.

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Volles Breitschwert aufs Maul!

Selbstverständlich zieht ihr auch in Elex 2 euren Gegnern regelmäßig mit dem Breitschwert den Scheitel neu oder ballert sie schlicht über den Haufen. Wie gewohnt entscheidet ihr, worauf ihr euch spezialisieren wollt. Dabei orientiert sich Piranha Bytes an den klassischen Charakterklassen zwischen Nahkämpfer, Fernkämpfer, Magier und Langfinger. Euer Arsenal bewegt sich vom wuchtigen Breitschwert über das futuristische Plasmagewehr bis hin zum managestützten Feuerregenzauber.

Damit die Scharmützel fluffig von der Hand gehen, wurde das Kampfsystem des Vorgängers stark überarbeitet. Während Elex auf das erfolgreiche Verketten von Kombos setzt, liefert Teil 2 ein direkteres Feedback. So führt euer Held einen kurzen Angriff aus, wenn ihr die Angriffstaste kurz antippt und holt länger aus, wenn ihr länger drückt. Ihr könnt also genau timen, wann ihr zuschlagt und habt dadurch mehr Kontrolle als im Vorgänger.

An solchen schicken Lichtstimmungen werdet ihr euch in Elex 2 erfreuen können.  Quelle: THQ Nordic An solchen schicken Lichtstimmungen werdet ihr euch in Elex 2 erfreuen können.  Dazu kommt der neue Luftkampf. Da ihr mit dem Jetpack nun agiler seid, sind es die Monster auch und attackieren euch gern mal von oben. Das entschärft hoffentlich auch eine nervige Angewohnheit des Vorgängers. Da die Gegner in Elex nicht fliegen können, haben sie stets eine Fernkampfattacke im Gepäck. Das fühlt sich aber meistens aufgesetzt an, da die Attacken alle sehr ähnliche Wurfgeschosse sind. Die treffen außerdem meistens millimetergenau und führen so zu Frustmomenten. Etwas Abwechslung tut da also sehr gut.

Endlich wieder Rollenspiel im Rollenspiel

Für einen der größten Aufreger bei Elex sorgte das veränderte Charaktersystem. Während in vorherigen Spielen von Piranha Bytes Attribute wie Stärke, Intelligenz oder Geschicklichkeit auch direkte Auswirkungen auf die Fähigkeiten hatten, ist das System in Elex auf die Waffen getrimmt. So verkommt beispielsweise das Stärkeattribut zum reinen Zahlenwert, der irgendwann eine Waffe mit mehr Schaden freischaltet. Vorher richtete man mit jedem Stärkepunkt ganz unabhängig der Waffe auch etwas mehr Schaden an. Das neue System funktioniert durchaus, doch nimmt es den Spielern einen direkt fühlbaren Fortschritt mit jedem Levelaufstieg.

Wir haben das bei Piranha Bytes angesprochen und können Entwarnung geben. Die Entwickler setzen auf alte Stärken und geben den Attributen wieder mehr Gewicht. "Bei Elex 2 haben alle Attribute konkrete Auswirkungen - als Beispiel: Wer mehr Punkte in Stärke investiert hat, haut mit einer Axt auch härter zu und richtet mehr Schaden an", so die Aussage von Piranha Bytes. Eine Levelbegrenzung wird es nicht geben, womit der eigenen Powerfantasy auf dem Weg vom anfänglichen Nichtsnutz bis zum alles vernichtenden Superkrieger nichts mehr entgegensteht.

Altbackener Look mit neuen Tricks

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: So schön die grünen Landschaften sind, so trist ist dieses Ödland hier.  Quelle: THQ Nordic Es ist nicht alles Gold, was glänzt: So schön die grünen Landschaften sind, so trist ist dieses Ödland hier.  Auf grafischer Seite kann Elex 2 nicht an große Triple-A-Produktionen heranreichen. Wie auch, denn schließlich arbeiten bei Piranha Bytes 30 Leute und bei einem Ubisoft um die 3000. Trotzdem hat Piranha Bytes auch seine grafischen Stärken und es gibt durchaus eine Steigerung von Elex zu Elex 2. So wurden die Charaktermodelle verfeinert und die Gesichtsanimationen sehen nicht mehr aus wie nach einem schweren Botoxunglück. Auch die Landschaften sind wie immer sehr natürlich und man merkt ihnen an, dass sie mit Liebe zum Detail gestaltet wurden. Da können sich andere Studios durchaus noch eine Scheibe abschneiden, zumindest in den bewaldeten Bereichen. In unserem Gameplayausschnitt sieht man leider auch eine Menge graubraune Suppe, die grafisch stark abfällt. Wir hoffen, dass diese tristen Ödlande noch aufgepeppt werden.

Unser Favorit der kleinen Bugs: Die Flammen des Jetpacks kommen nicht aus dem Jetpack, sondern aus dem Hintern des Helden.  Quelle: THQ Nordic Unser Favorit der kleinen Bugs: Die Flammen des Jetpacks kommen nicht aus dem Jetpack, sondern aus dem Hintern des Helden.  An die Details muss Piranha Bytes ebenfalls noch ran, denn es killt einfach die Immersion, wenn die Spielfigur das Schwert nicht richtig in der Hand hält oder die Flammen unseres Jetpacks nicht aus dem Jetpack kommen, sondern aus dem Hintern des Helden. Hier wollen wir nicht zu sehr meckern, denn schließlich befindet sich Elex noch in Entwicklung. Im ersten Material für die Öffentlichkeit hätte so etwas unserer Meinung nach aber auffallen müssen. Das technische Gerüst läuft auf der hauseigenen Genome-Engine, die seit Gothic 3 weiterentwickelt wird. Auf Nachfrage erklärte uns das Team, dass sie sich durchaus Alternativen wie die Unreal Engine oder Unity für die Zukunft anschauen. Für Elex 2 entschied man sich aber bewusst, weiter auf die eigene Technik zu setzen.

Wann genau der Release geplant ist, wollten uns die Entwickler noch nicht verraten. Man hält jedoch an der Aussage fest, dass für Elex 2 nur "eine wenige Monate dauernde Marketingphase" geplant ist. Das lässt darauf schließen, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird. Spielen könnt ihr es dann auf PC, PS4, Xbox One, PS5 und Xbox Series. Über größere Anpassungen für die Next-Gen-Konsolen berät das Entwicklerteam zurzeit noch.

Meinung

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat von Spiritogre
        Zunächst, Engines kann man natürlich erweitern und modernisieren. Die Unreal Engine stammt aus den 90ern und ist heute immer noch eine der modernsten Engines.
        Das stimmt schon, aber sind das alles immer neue Iterationen. Die UE 1 hat ja mit der UE5 nicht mehr viel zu tun außer vielleicht ein paar Überbleibsel aus vergangenen Tagen.
        PB baut aber gefühlt nur an, aber verpasst ihrer Engine keine Rundumerneuerung. Das ist so n bisschen wie das Haus aus "What Remains of Edith Finch", an das immer mehr angeflanscht wird.

        Zitat von Spiritogre
        PB fehlen aber in ihrer 30 Mann Bude dazu einfach die Kapazitäten um Engine und Spiele zu entwickeln.

        Deswegen unterstreiche ich auch den zweiten Satz, mit jedem neuen Spiel von PB hängen sie weiter und weiter hinterher.

        Bei Elex kommt hinzu, dass die Animationen "fast" auf dem Niveau von Gothic 1 oder 2 sind und fernab von denen in Risen. Das kann ich mir nur so erklären, als das sie sich schon mit Elex 1 ziemlich übernommen haben.
        Deswegen finde ich auch. Ja, es bedarf sicherlich einige Eingewöhnungszeit nach 15 Jahren mit ihrer offensichtlich etwas störrischen Technik. Doch ein Schritt zur "Stangenware" wäre für PB der Richtige. Die UE 5 ist nach allem, was man hört ziemlich bedienerfreundlich, bietet sehr viele Möglichkeiten und kommt mit gestreamten Open Worlds ja prima klar. Ich bin mir sicher mit ein bisschen Aufwand könnte man damit auch den markanten Stil der PB-Spiele einfangen.

        Und sie müssten sich keine Gedanken mehr um die Weiterentwicklung der Technik machen, denn das übernimmt Epic. Klar, die Kosten, aber ich denke das wäre verschmerzbar. Epic setzt ja nicht mehr darauf die Engine zu kaufen, sondern an ein Anteilssystem an den verkauften Spielen.

        Zitat von Spiritogre
        PS: Bethesdas Creation Engine ist ein wenig ein Sonderfall. Ich hoffe sie haben sie wirklich gut überarbeitet und modernisiert. Sie konnte halt Dinge, die keine andere Engine schaffte, was eben auch dafür sorgte, dass die Bethesda RPGs aus der Masse der Rollenspiele herausstachen.
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat von Spiritogre
        Zunächst, Engines kann man natürlich erweitern und modernisieren. Die Unreal Engine stammt aus den 90ern und ist heute immer noch eine der modernsten Engines.
        Das stimmt schon, aber sind das alles immer neue Iterationen. Die UE 1 hat ja mit der UE5 nicht mehr viel zu tun außer vielleicht ein paar Überbleibsel aus vergangenen Tagen.
        PB baut aber gefühlt nur an, aber verpasst ihrer Engine keine Rundumerneuerung. Das ist so n bisschen wie das Haus aus "What Remains of Edith Finch", an das immer mehr angeflanscht wird.

        Zitat von Spiritogre
        PB fehlen aber in ihrer 30 Mann Bude dazu einfach die Kapazitäten um Engine und Spiele zu entwickeln.

        Deswegen unterstreiche ich auch den zweiten Satz, mit jedem neuen Spiel von PB hängen sie weiter und weiter hinterher.

        Bei Elex kommt hinzu, dass die Animationen "fast" auf dem Niveau von Gothic 1 oder 2 sind und fernab von denen in Risen. Das kann ich mir nur so erklären, als das sie sich schon mit Elex 1 ziemlich übernommen haben.
        Deswegen finde ich auch. Ja, es bedarf sicherlich einige Eingewöhnungszeit nach 15 Jahren mit ihrer offensichtlich etwas störrischen Technik. Doch ein Schritt zur "Stangenware" wäre für PB der Richtige. Die UE 5 ist nach allem, was man hört ziemlich bedienerfreundlich, bietet sehr viele Möglichkeiten und kommt mit gestreamten Open Worlds ja prima klar. Ich bin mir sicher mit ein bisschen Aufwand könnte man damit auch den markanten Stil der PB-Spiele einfangen.

        Und sie müssten sich keine Gedanken mehr um die Weiterentwicklung der Technik machen, denn das übernimmt Epic. Klar, die Kosten, aber ich denke das wäre verschmerzbar. Epic setzt ja nicht mehr darauf die Engine zu kaufen, sondern an ein Anteilssystem an den verkauften Spielen.

        Zitat von Spiritogre
        PS: Bethesdas Creation Engine ist ein wenig ein Sonderfall. Ich hoffe sie haben sie wirklich gut überarbeitet und modernisiert. Sie konnte halt Dinge, die keine andere Engine schaffte, was eben auch dafür sorgte, dass die Bethesda RPGs aus der Masse der Rollenspiele herausstachen.
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von CarloSiebenhuener
        Es ist meiner Meinung nach ein Fehler, auf dieser Engine von 2006 weiter aufzubauen. Wir haben das ja auch bei Bethesda gesehen. Man kann durchaus weiter auf einer Engine bauen und sie aufbohren, aber irgendwann geht das nicht mehr. ...

        PB dagegen baut auch 15 Jahre nach G3 weiter auf die damals eigens produzierte Genome Engine. Nach grafischer Speerspitze kam leider grafisches Mittelmaß und mittlerweile finde ich, dass sie den Abstand beim hinterher rennen nicht mal mehr einhalten können. Im Gegenteil: Der Abstand vergrößert sich.
        Zunächst, Engines kann man natürlich erweitern und modernisieren. Die Unreal Engine stammt aus den 90ern und ist heute immer noch eine der modernsten Engines.

        PB fehlen aber in ihrer 30 Mann Bude dazu einfach die Kapazitäten um Engine und Spiele zu entwickeln.

        Deswegen unterstreiche ich auch den zweiten Satz, mit jedem neuen Spiel von PB hängen sie weiter und weiter hinterher.

        Bei Elex kommt hinzu, dass die Animationen "fast" auf dem Niveau von Gothic 1 oder 2 sind und fernab von denen in Risen. Das kann ich mir nur so erklären, als das sie sich schon mit Elex 1 ziemlich übernommen haben.

        PS: Bethesdas Creation Engine ist ein wenig ein Sonderfall. Ich hoffe sie haben sie wirklich gut überarbeitet und modernisiert. Sie konnte halt Dinge, die keine andere Engine schaffte, was eben auch dafür sorgte, dass die Bethesda RPGs aus der Masse der Rollenspiele herausstachen.
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat von Jakkelien
        Technisch versuchen sie Anschluss zu halten. Freundlicher kann man das nicht ausdrücken.
        Aber sie entwickeln sich stetig weiter.
        Quests waren schon immer ein Schwachpunkt von PB. Sicher, es gibt verschiedene Lösungswege aber der Großteil ihrer Spiele ist mit Fetchquests vollgestopft.
        In Elex 1 hat sich PB ungemein im Questdesign gesteigert und es auf ein Top-Niveau geschafft.
        Sie experimentieren mit Gameplaymechaniken (Dein eigenes Lager, Romanzen, größere NPC Schlachten, viel freiere Bewegung per Jetpack und Entscheidungen die sich erst sehr spät auswirken, sodass du nicht einfach neu laden kannst.).
        Und sie experimentieren mit dem Kampfsystem. Bleibt nur zu hoffen, dass es endlich etwas wird^^
        Es gab mal eine Zeit, in der PB absolutes Top Notch in Sachen Grafik war.
        Gothic 1, 2 & 3 damals mit ihrer offenen Welt ohne Ladezeiten waren Novum in der Spielewelt. Aber das ist 15 Jahre her.
        Es ist meiner Meinung nach ein Fehler, auf dieser Engine von 2006 weiter aufzubauen. Wir haben das ja auch bei Bethesda gesehen. Man kann durchaus weiter auf einer Engine bauen und sie aufbohren, aber irgendwann geht das nicht mehr. Ein Technikgrundgerüst von vor 10-15 Jahren war gar nicht für heutige Technologien ausgelegt. Deswegen hat Bethesda die Creation Engine 2 offenbar von Grund auf neu designt. (Deswegen hat der Output der Spiele auch so ewig gedauert)

        PB dagegen baut auch 15 Jahre nach G3 weiter auf die damals eigens produzierte Genome Engine. Nach grafischer Speerspitze kam leider grafisches Mittelmaß und mittlerweile finde ich, dass sie den Abstand beim hinterher rennen nicht mal mehr einhalten können. Im Gegenteil: Der Abstand vergrößert sich.

        So sympathisch ich den Ansatz ihrer kleinen Double-A-Bude mag, muss da langsam mal ein Umdenken stattfinden...

        Ich bin sehr gespannt auf Elex 2 und ich habs ja schon im Artikel geschrieben und ich steh da auch zu: Da steckt massig Potenzial drin, da das Grundgerüst steht. Ich hoffe, sie haben die Zeit seit Elex 1 sinnvoll genutzt...
      • Von Basileukum Hobby-Spieler/in
        Die zimmern da sicher entspannt ein Zockerfest heran. War ja bis jetzt fast immer so, das wird schon. Da hilft kein Einscheißen oder Herbeijubeln, wird halt schon.
      • Von Edenjung NPC
        Zitat von TheRattlesnake
        Mir sind Grafik und Animation zwar auch völlig egal aber ganz unrecht hast du natürlich nicht.
        Dass sie sich überhaupt nicht weiterentwickeln stimmt aber auch nicht.Ist für viele vielleicht nur nicht genug weiterentwicklung wenn man die Spiele mit einem Witcher oder Horizon vergleicht.
        Dass THQ Nordic sie übernommen hat ist ja jetzt auch noch nicht so lange her. Könnte mir vorstellen dass sie vorher eher sparsam gearbeitet haben weil sie eben Unabhängig waren. Vielleicht können sie ja jetzt etwas mehr in modernere Technik investieren wenn die finanzielle Lage unter THQ Nordic etwas sicherer ist.
        Man braucht Elex gar nicht mit solchen AAA-Titeln vergleichen.
        Es reichen Titel wie Greedfall, Valheim, Satisfactory, usw.
        Also AA-Titel.

        Ich will Elex damit auch nicht mit Wither 3 usw. vergleichen das habe ich auch extra nicht getan.

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        Das mag ja alles sein, aber wie willst du damit nen Blumentopf gewinnen?
        Alles was sie einbauen haben andere Teams schon viel besser gemacht.
        Und da frage ich mich halt, warum man sich das nicht mal abschaut und dann vielleicht sogar verbessert.

        Das kampfsystem zum beispiel. Klar es ist nen riesen Schritt von Risen 3, aber es ändert ja nicht das grundsätzliche Problem damit: Es ist so alt und undynamisch, dass sogar mein Opa mit ner künstlichen Hüfte jünger und dynamischer wirkt.

        Das ist halt auch ein grund warum die Leute nach 30 min aus Elex aussteigen, es kämpft sich einfach grauselig.
        Die sehen dann nicht die tolle geschichte usw.

        Und das ist eben der Fehler von PB, sie wirken so festgesetzt in dem was sie tun, dass sie nicht subjektiv anschauen, was sie einbauen und wie das ankommt.

        Werft das Kampfsystem raus und schaut euch um was andere machen und dann kuckt man ob man vielleicht beides mal verbindet oder man macht seine eigene version davon.

        Gefühlt fehlt es einfach an Weitsicht bzw. beim subjektiven Umgang mit dem eignen Produkt.

        Aber das dann die Tester wenigsten subjektiv mit den Spielen umgehen und sie fair und gut bewerten, und es somit darüber feedback gibt, gibt es ja auch nicht.
        Die Gamestar gibt Elex ne 85, das ist viel zu viel.

        IGN sagt es für mich am besten :
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Wir müssen ehrlicher sein mit PB.
        Und ihnen klar sagen was super ist und was sie verbessern können.
        Daher kucke ich mir bei PB spielen mittlerweile auch nicht mehr die deutschen Tests an.
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