Electronic Arts-Portrait: Der Origin-Skandal und die fragwürdige Auszeichnung
Als Trip Hawkins Electronic Arts im Jahr 1982 gründete, war ihm nicht bewusst, dass er damit den Grundstein für den schlechtesten Konzern Amerikas im Jahr 2012 legte. Ob das 30-jährige Jubiläum mit dieser Auszeichnung an Glanz verliert, muss sich erst zeigen. PC Games blickt zurück auf 30 Jahre Electronic Arts.
2011 wurde, entgegen aller schlechten Zahlen aus den Vorjahren, zu einem guten Jahr – sowohl für Spieler als auch für Aktionäre. Vor allem das dritte Finanzquartal sorgte für einen Push. Der Umsatz stieg von 1,05 auf 1,06 Milliarden US-Dollar, während der Nettoverlust sich auf nur noch 205 Millionen US-Dollar beläuft. Im Vorjahr waren das noch 322 Millionen US-Dollar. Der Nettoumsatz, um Sondereffekte bereinigt, beläuft sich auf 1,65 Milliarden US-Dollar, was einem Gewinn von 99 Cents je Aktie entspricht. Für Spieler wiederum waren viele Schmankerl dabei. So erschienen beispielsweise Crysis 2, Dragon Age 2 oder Battlefield 3, Spiele die stets hohe Durchschnittswertungen erzielten und den Großteil der Spieler begeisterten. Auch neue IPs waren vorhanden, Bulletstorm zählt beispielsweise dazu. Und Ende 2011 erschien auch das neueste Online-Rollenspiel von Electronic Arts: Star Wars: The Old Republic. Genug Futter also, um jeden zufrieden zu stellen? Nicht ganz.
Denn mit dem Release von Battlefield 3 führte Electronic Arts auch die Download-Plattform Origin ein, die zum Start vor allem mit Datenschutzrechtlichen Problemen zu kämpfen hatte. Tausende Nutzer protestierten und sogar der Verbraucherzentralen Bundesverband wurde eingeschaltet und mahnte Electronic Arts ab. Zwar passte der Hersteller die EULA umgehend an und nahm Verbesserungen vor, dennoch genießt Origin bei zahlreichen Spielern noch immer keinen guten Ruf.
Im April 2012 wurde Electronic Arts zum schlechtesten Konzern Amerikas gewählt. Hunderttausende User beteiligten sich an der Umfrage der Website The Consumerist. Die Quittung also für all die Fehler, die Electronic Arts über die Jahre hinweg beging? Möglich ist das durchaus, denn obwohl der Konzern sich unter John Riccitiello stark verändert hat, sind es doch die zahlreichen Negativschlagzeilen, die bei den Kunden am längsten hängenbleiben. Allerdings ist zu beachten, dass EA der einzige Spielhersteller war, der für die Umfrage zur Verfügung stand. Ob Electronic Arts diesen Rüffel ebenfalls bekommen hätte, wären andere namhafte Hersteller vertreten gewesen, ist ungewiss. PC Games fragt in dieser Umfrage, welcher Publisher die Auszeichnung als Worst Company in America noch verdient hätte.
Bildergalerie
- Seite 1 Electronic Arts-Portrait: Die Anfänge und der erste Image-Schaden
- Seite 2 Electronic Arts-Portrait: Die Akte Westwood und miese Arbeitsbedingungen
- Seite 3 Electronic Arts-Portrait: Die Ära des John Riccitiello Verluste trotz Mut
- Seite 4 Electronic Arts-Portrait: Der Origin-Skandal und die fragwürdige Auszeichnung


also langsam nervt das und wird auch langweilig, läßt eucht gefälligst mal was neue und intelligenteres einfallen als dieses Ding das noch mehr Logiclücken als die Mondlandungslüge-Lüge hat
Und nein, das muss man inzwischen nicht mehr zerlegen warum das Blödsinn ist, die 5 Male davor reichen jetzt auch mal als verweiß
Während z.B. die PC-Gemes -Redaktion bei den ersten Berichten über Origin völlig gefailt hat (...ist später dann aber besser geworden), finde ich diesen Beitrag gut gegelungen:
Viele Hitergrundinformationen, Zusammenhänge werden aufgezeigt, eine Selbstzensur oder Stimmungsmache ist nicht zu erkennen. Gute Arbeit, Herr Thöing!
Zur Sache:
Die Moral und Ethik, die in einem Konzern herrscht (so auch bei EA), ist genau die Moral, die die Kunden des Konzerns haben, die die Produkte kaufen. Die Aktionäre spielen dabei gar keine Rolle, die interessiert nur die Netto-Rendite, vollkommen egal wo die herkommt. Sei es aus dem Verkauf von Anti-Personen-Minen in afrikanische Krisengebiete oder durch den Bau von Schulen und Krankenhäusern in genau den gleichen Gebieten.
Oder eben durch den Verkauf von innovativen und kreativen Games einerseits oder schnell hingeklatschte Stangenware (FIFA Version 1283) andererseits, weil man damit rechnen kann, dass ein paar Vollverblödete immer noch Papis Taschengeld dafür hinblättern.
Hauptsache, die Kasse stimmt und irgendjemand bezahlt dafür.
Sobald keiner mehr bezahlt, gibt es auch ganz schnell Veränderungen.
Nachdem die neuen Handhelds sich auch eher schleppend verkaufen wird es noch deutlicher: Causal-Games für Smartphones sind günstig für die Kunden,bei dem Preis werden fast alle Fehler verziehen,die Entwicklung ist meistens sogar günstiger als bei einem SNES-Spiel und durch die Masse der verkauften Geräte haben sie eine Hardwarebasis von der andere Bereiche träumen können.Mag sein das es verfliegt wie der Jamba-Klingelton-Trend,aber bis dahin müssen sich die "Großen" etwas einfallen lassen um nicht nur die Produktionskosten zu decken sondern auch Gewinn zu erwirtschaften - dies ist meistens nur noch mit DLC möglich,
Das es für uns "echte Zocker" nicht gerade positiv ist liegt auf der Hand,aber je besser die Optik,je ausgereifter die Entwicklung desto weniger Konkurrenz gibt es auf den Spielemarkt weil sich kleinere Spielefirmen den Aufwand nicht leisten können.Egal für welche Plattform.Solange es keinen richtigen Konkurrenzkampf mehr gibt bekommt der Spieler weniger umsonst weil es sich die Firmen leisten können.
Ich denke EA hat da eigentlich ein ganz cleveres System entwickelt: Man hat die Option sich Vorteile gegenüber der Normalsituation gegen Echtgeld/MS Points zu erkaufen wenn man selbst nicht lange spielen möchte.Keiner wird dazu gezwungen.Das Problem daran sind spiele wie Fight Night Champions bei dem ich auch Online mit einer Investition von ca 8€ meinen Mitsteitern zum Start deutlich überlegen bin.Je mehr Spieler es nutzen desto mehr wird es solche Optionen geben - also liegt es zum Teil auch in unserer Hand,das darf man nicht vergessen.
Das alles unter einen Hut zu bringen und dann eine schlüssige Begründung für den verliehenen Preis zu formulieren ist schier unmöglich für alle hier, denke ich.
Ich als ganz kleiner Mann ganz unten möchte nur, dass meine "lieblings-Entwicklerstudios" weiterhin so arbeiten können wie zu dem Zeitpunkt als Sie noch eigenständig waren und durch Ihre tollen Spiele bekannt wurden. EA macht das Arbeiten so leider nur noch teilweise möglich und was hinten dabei raus kommt gefällt mir als Endverbrauchen nicht! Ganz einfach. Und deswegen geht aus meiner Sicht solch ein Preis in Ordnung um denen da oben einfach mal klar zu machen, dass viele Spieler sehr verärgert sind und dass wenn die so weiter machen es nur noch schlimmer werden kann.
Ich als Spieler möchte "nur" Spaß beim zocken haben und mir nicht über die Geld-Politik oder Moralvorstellungen oder sonst was eines Milliarden schweren Unternehmens Gedanken machen müssen. Klar mache ich es mir damit sehr einfach, aber was sollen wir denn noch alles machen als sich täglich über Job, Freundin, Miete(Geld) etc. Gedanken zu machen!? Ich sehe leider nur; EA kauft Entwicklerstudios und als nächstes sinkt die Qualität des Spiels des gekauften Studios. Was will man jetzt als kleiner "Zocker" machen? Schreibe ich einen Brief an den Riccitiello, der Millionen auf dem Konto hat, jedes WE in seine Villa am Strand fährt, meinen Brief unter Ablage 'P' legt und sich ins Fäustchen lacht oder gebe ich meine Stimme AE für die schlechteste Firma? Liegt doch auf der Hand, oder?
Aber wenn ich mir jetzt mal Gedanken machen würde, würde ich zu dem Schluss kommen, dass das Verhältnis der Gehälter zur Position einfach nicht mehr stimmt. Wenn ein Herr Riccitiello (z.B.) gerade mal so viel verdienen würde um über die Runden zu kommen, lege Ihm bestimmt auch mehr Wert an der Zufriedenheit der Kunden und das ist leider auf der ganzen Welt so. Geld verdirbt in den meisten Fällen schwerwiegend den Charakter. Der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken.
Ich bin kein Mensch der auf kommerzielle Sachen steht (bin auch nicht bei "Facepalm-Book"), aber irgendwas muss man ja machen und mit dem Preis kommen die Herrschaften da oben evtl mal auf andere Gedanken. Ich möchte natürlich auch nicht dass EA pleitegeht. Wenn ich mir überlege wie viele Schicksale das betreffen würde wird mir schlecht.
Ergo; Ich finds gut, dass die den Preis bekommen haben, aber auch nur hinsichtlich der Spiele, die ich dann evtl. in Händen halte. Manch anderer Konzern hätte den viel mehr verdient! Viel mehr sogar!